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"buen vivir"
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Padura, Leonardo: Die Durchlässigkeit der Zeit

Der Typ des gebrochenen Charakters hat spätestens seit Raymond Chandlers Philip Marlowe einen festen Platz im Inventar literarischer Privatdetektive. Oft verlässt er seinen irgendwann mal mit mehr oder weniger Begeisterung eingeschlagenen Weg (Marlowe war Ermittler für den Distriktanwalt, wurde wegen Befehlsverweigerung jedoch entlassen), denn er erweist sich ...
Brasilien: Expräsident Lula da Silva erhält nach Urteil politische Rechte zurück
Während der amtierende Präsident Bolsonaro in Brasilien weiterhin Mühe hat, die Pandemie in Schach zu halten, machen sich de ersten Konkurrenten bereit für die Präsidentschafts- und Kongresswahlen im kommenden Jahr im "Land der Zukunft" des 20. Jahrhunderts. Diesbezüglich hat der 2019 aus seiner Haftstrafe entlassene Lula da Silva, Präsident des Landes zwischen 2003 und 2011 und einstiger Hoffnungsträger, bereits in der Vergangenheit seine Absicht angekündigt, sich zur Wahl zur Verfügung zu stellen. Der oberste Gerichtshof hat ihn am vergangenen Montag von einem Großteil der Urteile, die ihn bisher an einer Kandidatur hinderten, freigesprochen. Das Gericht im südbrasilianischen Curitiba, das die Urteile verkündete, sei nicht zuständig gewesen und es liege somit ein Formfehler vor, so die Begründung. Die Fälle müssten nun von einem Bundesgericht neu verhandelt werden. Lula befand sich seit 2018 aufgrund von Korruptionsvorwürfen in Haft und wurde im November 2019 freigelassen. Beobachtern zufolge sollte die brasilianische Linke aber nicht allein den einst innen- wie außenpolitisch so erfolgreichen Lula da Silva als "Ochsen von den Karren" spannen, um die Wahl zu gewinnen, sondern sich auch um ein ganzheitliches politisches Konzept bemühen und vor allem geeint in den Wahlkampf ziehen.
Der König hat immer Recht – oder was einen Urlaub auf Vieques so besonders macht

Am Anfang war ein Film. Der berichtete schier Unglaubliches über ein kleines Paradies in der Karibik. Und so sprach ich (zu mir), informiere dich doch einmal genauer. Und da recherchierte ich und erfuhr noch mehr Unglaubliches über dieses Paradies. Und ich … fange besser noch einmal ...
Joe Bidens erste große Krise

Als Joe Biden im Januar 2021 sein Amt als 46. Präsident der USA antrat, sah er sich mit zwei schweren Problemen konfrontiert, die eng miteinander verwoben waren: der Covid-19-Pandemie und den daraus resultierenden ökonomischen Turbulenzen. Beide Problemfelder hatten bereits im Wahlkampf eine zentrale Rolle als rasch zu überwindendes Erbe der ...
Kuba: Impfstoffe gegen COVID-19 in Phase 3
Kuba kämpft zurzeit mit der dritten Welle der Corona-Pandemie. Täglich erhöht sich die Zahl der bestätigten Erkrankten um ca. 1.000 und am 12. April meldete das Gesundheitsministerium neun Coronatote; das ist die höchste Zahl, die seit Beginn der Pandemie an einem Tag zu beklagen war. Insgesamt sind bisher auf Kuba 476 Menschen an COVID-19 verstorben. Im Vergleich zu Deutschland mögen diese Zahlen sehr gering erscheinen, doch in Kuba ist man beunruhigt, dass es seit dem Ausbruch der dritten Infektionswelle nicht gelungen, diese zu beherrschen und die Zahlen der neuen Infektionen und Todesfälle zu senken. Umso größer ist die Hoffnung auf die Entwicklung von Impfstoffen. In Kuba gibt es bisher keine Impfungen gegen Corona, weil sich das Land allein auf die eigene Entwicklung von Vakzinen verlässt. Insgesamt arbeitet man an fünf Impfstoffen, von denen jetzt zwei, Soberana 02 und Abdala, die dritte Entwicklungsphase erreicht haben und an mehr als 40.000 Freiwilligen getestet werden. Bisher sind die Testergebnisse ermutigend. Derweil versicherten die Direktoren von BioCubaFarma, einer Unternehmensgruppe, zu der auch das Insituto Finlay gehört, in dem die Soberana-Impfstoffe entwickelt werden, dass die Kapazitäten vorhanden seien, um das Land zu versorgen. Bereits im Juli/August soll die Impfkampagne beginnen und im September die Hälfte der KubanerInnen geimpft sein. Bis Ende 2021 will man dann das Ziel, eine Impfung aller, erreicht haben. Neben den genannten Impfstoffen arbeiten kubanische WissenschaftlerInnen an Soberana 01 und Soberana Plus sowie Mambisa. Bei Abdala und Mambisa aus dem Zentrum für Gentechnik und Biotechnologie handelt es sich um Medikamente, die über Nasensprays verabreicht werden. Und mit Soberana Plus entwickelt Kuba den ersten Impfstoff für COVID-19-Rekonvaleszenten. Die Panamerikanische Gesundheitsorganisation (PAHO) äußerte sich anerkennend und stolz über die Impfstoffproduktion in „einem kleinen Land wie Kuba“ und verwies auf die große kubanische Erfahrung bei der Herstellung von Impfstoffen. Kuba beabsichtigt, seine Vakzine zu exportieren; verschiedene Länder der Region haben bereits ihr Interesse angemeldet. Und Venezuela teilte in der letzten Woche mit, ein Labor in Caracas bereite sich auf die Produktion von Abdala vor (Bildquelle: gencat_cat_public_domain).
Llover hacia arriba (Erzählung)

Por qué te interesa si tengo la conciencia tranquila o no, recuerda que más importante que la conciencia traquila es tener una buena mala memoria. Sí, eso lo aprendí de mi padrino. Grande, genio, donde otros vieron problemas él siempre vió una oportunidad. Estoy casi seguro que él fue mi padre, pero se le olvidó decírmelo. Hubo un tiempo en el que él visitó mi casa con frecuencia, se quedaba a dormir y mi madre ...
Argentinien: Zum Gedenken an die Veteranen und Gefallenen des Malvinas-Krieges
Am vergangenen Freitag, dem 2. April, wurde in Argentinien der Tag der Veteranen und Gefallenen des Malvinas-Krieges zum 39. Mal begangen. Damit wird an den Beginn des Militärkonflikts zwischen Argentinien und Großbritannien um die Malvinen bzw. Falklandinseln, Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln im Jahr 1982 erinnert. Dieser begann nach dem Versuch Argentiniens, die Inseln mit militärischer Gewalt zurückzuerobern und endete zehn Wochen später mit der Unterzeichnung der Kapitulation Argentiniens vor den Streitkräften der Regierung Thatcher. Den kriegerischen Auseinandersetzungen fielen 649 argentinische und 255 britische Soldaten sowie drei zivile Inselbewohner zum Opfer. Die argentinische Souveränität über diese geopolitisch strategischen Gebiete geht auf die Unabhängigkeitserklärung Argentiniens 1816 über die bis dahin zur spanischen Krone gehörenden Territorien im Südkegel zurück. Die „Malvinas“, deren Name auf das von den Franzosen vergebene Toponym „Malounines“ (St. Maló) zurückzuführen ist, wurden kurz darauf, im Jahr 1833, von der britischen Krone (wieder) besetzt und offiziell in „Falklands“ umbenannt. Der Versuch der Militärjunta, die argentinische Flagge 1982 wieder auf den Inseln zu hissen, machte deutlich, dass ihr Hauptziel vielmehr darin bestand, nach sechs Jahren Staatsterror die Legitimation des Volkes zurückzugewinnen. Abgesehen von der mangelnden Eignung der militärischen Führung zeigten die argentinischen Machthaber ihre Skrupellosigkeit nicht zuletzt dadurch, dass sie die meisten Wehrpflichtige ohne militärische Ausbildung, angemessene Bewaffnung, geeignete Kleidung und ausreichende Versorgung an die Front schickte. Darüber hinaus wurde die willkürliche Anwendung von Folter als Bestrafung im Militär erlaubt. Gruppierungen von argentinischen Kriegsveteranen haben vor kurzem die öffentliche Kampagne Yo también hablo (dt.: Ich spreche auch) gestartet, mit dem Ziel, ehemalige Soldaten, die immer noch darüber schweigen, dass sie während des Krieges Opfer von Folterungen durch ihre eigenen Vorgesetzten waren, zu ermutigen, ihre Klage dem 2007 eröffneten Gerichtsverfahren hinzuzufügen. In diesem Fall werden mindestens 120 Folterhandlungen untersucht, an denen mehr als 95 Angehörige des Militärs beteiligt waren, die als mutmaßliche Folterer angegeben wurden. Für diese Verbrechen wurden bereits 2019 vier Militärangehörige angeklagt und sechs weitere werden in den kommenden Apriltagen vor Gericht aussagen müssen. Seit 1990 beansprucht der argentinische Staat auf diplomatischem Wege nicht nur seine Souveränität über die von Großbritannien besetzten Gebiete, sondern weist auch auf die Nichteinhaltung von Resolutionen der Vereinten Nationen durch die britische Regierung hin – u.a. die Existenz einer britischen Militärbasis auf den Inseln und die Usurpation des natürlichen Ressourcen des Südatlantiks, die dem argentinischen Volk gehören (Bildquelle: Quetzal-Redaktion_soleb).
Was ist los mit AMLO? Menschen in Mexiko berichten

Im Jahre 2018 wurde Andrés Manuel López Obrador, kurz AMLO, zum Präsidenten Mexikos gewählt. Im dritten Anlauf schaffte der Kandidat der Partei Morena (Bewegung für staatliche Erneuerung) den Sprung ins Präsidentenamt, nachdem er 2006 von Felipe Calderón um seinen Wahlsieg betrogen wurde und 2012 gegen Enrique Peña Nieto unterlag. Im dritten Versuch errang López Obrador ...
In eigener Sache: Namensänderung
Unsere Zeitschrift „Quetzal. Politik und Kultur in Lateinamerika“ existiert nun schon fast 30 Jahre. Mit ihrer Gründung hatte sie sich aus politisch bedeutungsvollem Grund den Namen jenes mittelamerikanischen Vogels gegeben, der stirbt, sobald er seiner Freiheit beraubt wird. Leider gab es nun mehrere Anlässe, die uns haben erwägen lassen, diesen schönen und wichtigen Namen durch einen anderen zu ersetzen: 1) Die Schließung der Schokoladenbar „Quetzal“ im Leipziger Zentrum ließ viele Leipziger den Entschluss fassen, sich bei uns nach dem Maya-Rezept für Schokolade zu erkundigen und in den vermeintlichen Räumen unserer Redaktion Tische reservieren zu wollen. Dieser Bitten werden wir nunmehr nicht mehr Herr. 2) Wir haben auch Anfragen nach plastisch-chirurgischen Eingriffen, nach schicken Schuhen und neuerdings nach einem Brettspiel erhalten – sie alle wurden mit der Bezeichnung „Quetzal“ versehen – und sind auch hier gezwungen mitzuteilen, dass wir das nicht leisten können. 3) Wir erfuhren zudem, dass „Quetzal“ in der Rangfolge der vergebenen Vornamen nur auf Platz 10.300 eingekommen ist. Das liegt sicher daran, dass, völlig entgegen den Gender-Empfehlungen, nur Jungen diesen Namen erhielten. Können wir das gleichwohl noch verstehen, hat es uns doch sehr getroffen, dass diese Namensvergabe von einem entsprechenden Blog als „großbürgerlich“ bezeichnet wird (als „hochgebildet“ allerdings auch). 4) Schließlich erreichte uns noch die Mitteilung, dass Bündnis 90/Die Grünen, die bislang noch nicht mitgeteilt haben, ob sie sie nach der nächsten Bundestagswahl eine Koalition „Grün-Schwarz“ oder lieber eine „Ampelkoalition“ eingehen wollen, den Begriff „Ampel“ durch „Quetzal“ ersetzen wollen, zumal damit dieselben Farben vertreten seien. Das Argument lautet: Ihre Reputation würde durch „Ampel“ sinken, weil in Lateinamerika Verkehrsampeln nicht groß beachtet würden, der Quetzal aber schon. Das ist natürlich alles andere als witzig, denn die SPD findet in Lateinamerika schlecht Partnerparteien, weil es da die klassische Arbeiterklasse nicht gibt, die CDU sieht sich damit konfrontiert, dass dortige christdemokratische Parteien noch weiter links stehen als sie selbst (auch wenn letzteres wohl nicht so bleiben wird), und die FDP musste anerkennen, das Liberale in Lateinamerika nicht selten konservativ sind. Wir haben daher völliges Verständnis dafür, dass nun Bündnis 90/Die Grünen einem ähnlichen Schicksal entgehen möchten, zumal sie ja global agieren wollen und dazu Lateinamerika brauchen, man denke nur an den tropischen Regenwald! Auf der Suche nach Alternativen zu „Quetzal“ war unsere Zeitschrift zunächst, um modern zu wirken, im Begriff, sich für ein Initial und folglich für „Q“ zu entscheiden, aber da erinnerten wir uns zum (Un)Glück an den selbsternannten Schamanen im Kapitol und nahmen im gleichen Atemzug von dieser Idee wieder Abstand, schon weil wir jeglichen Anschein von Verschwörungstheorien vermeiden wollen. In den Blick genommen wurde auch „Kukul“ (bedeutet gleichfalls Quetzal) oder „Coatl“ (vgl. Quetzalcoatl), aber ersteres könnte mit einer wurmähnlichen Speise verwechselt und letzteres mit einer gefiederten Schlange assoziiert werden, und beiderlei Getier entspricht nicht unseren ästhetischen Ansprüchen. Schließlich konkurrierten in der Redaktion noch die Namensvarianten „Kolibri“ und „Papagei“. Doch wollte unser Online-Magazin weder als flatterhaft noch als geschwätzig gelten. Verehrte Leser, wir sind ratlos. Was meinen Sie: Sollten wir uns am Ende „Corneja“ (Krähe) oder „Guácharo“ (Fettschwalm) nennen? Das dürfte ja immerhin der klügste Vogel bzw. der mit dem besten Orientierungssinn sein. Oder ist dies dann doch zu schwarz und erinnert zu schrecklich an Hitchcock? Die Redaktion ist dankbar für jeden Alternativvorschlag – senden Sie ihn bitte an: quetzalleipzig@aol.com! (Bildquelle: wiki_CC).
Tödliche Ursula

In dem 2011 erschienenen, mit dem Código Negro ausgezeichneten Roman „Mujer equivocada“ (Falsche Ursula) der Uruguayerin Mercedes Rosende gerät die in Montevideo lebende Literaturübersetzerin Ursula López durch eine Verwechslung in eine Entführungsgeschichte. Der Versuchung sich einzumischen, um die Dinge bar jeden Skrupels zu ihren Gunsten zu verschieben, vermag die Heldin nicht zu widerstehen. Überhaupt ist das Nicht-Widerstehen-Können eine Art Leitmotiv ihres Daseins. Leidenschaftlich zelebriert sie die Freuden des zügellosen Essens und Schmeckens. Und als hätte sie kein ...