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Politik und Kultur in Lateinamerika

Suchergebnisse für "buen vivir"

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Mexiko: USA bieten Gleichbehandlung an

Noticias_Mexiko_AMLO_Foto_Eneas_De_Troya_CCGestern trafen sich die Präsidenten Mexikos und der USA, Andrés Manuel López Obrador und Joe Biden, zu ihrem ersten offiziellen Gespräch. Joe Biden versprach, Mexiko künftig als gleich gestellten Partner zu behandeln und nicht einfach als ein Land von „südlich der Grenze“. Die USA und Mexiko, so betonte er, seien nur stark, wenn sie zusammenarbeiteten. Die Hauptthemen des virtuellen Treffens waren deshalb die Migration, der Klimawandel und die Bekämpfung von Covid-19. Beide Außenministerien wurden angewiesen, mit den Regierungen, der Zivilgesellschaft und der privaten Wirtschaft des Nachbarlandes zusammenzuarbeiten, um eine gerechte und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung zu fördern. Bereits bei dem ersten Gespräch der beiden Staatschefs am 22. Januar kurz nach Bidens Amtsantritt war versichert worden, dass sich die Beziehungen der beiden Länder grundlegend wandeln werden. So will man, im Gegensatz zu den Gepflogenheiten während der Trump-Regierung, eine Migrationspolitik fördern, die die Würde der Migranten und eine „geordnete, sichere und regelmäßige“ Migration anerkennt. Bei der Bekämpfung der Coronapandemie wollen Mexiko und die USA künftig in Wirtschafts- und Gesundheitsfragen enger zusammenarbeiten und die Kapazitäten im Bereich der öffentlichen Gesundheit und des Informationsaustauschs verbessern. Das heißt allerdings vorerst nicht, dass die USA in ihrem Land produzierte Impfstoffe in das südliche Nachbarland liefern werden. US-Pressesprecher Jen Psaki erklärte, es sei das Ziel von Präsident Biden, dass der Impfstoff für alle (US-) Amerikaner zugänglich sei. In Mexiko-Stadt läuft derweil eine umfangreiche Impfaktion mit dem russischen Impfstoff Sputnik V, bei der bisher 88 Prozent der älteren Hauptstädter geimpft wurden (Bildquelle: Eneas_De_Troya_CC).

Das tun Gemeinden zur Aufforstung des Amazonas von Piedemonte

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Afán. Costayaco. Cuenca Alta Mocoa. Puerto Guzmán. Guayuyaco. Inchiyaco Tambor. Piamonte. Mandiyaco. Verdeyaco. In diesen neun Gegenden hat Naturamazonas –eine Allianz aus Conservación Internacional Colombia, Gran Tierra Energy, Parques Nacionales Naturales, Corpoamazonía, Corporación Autónoma ...

Peru: Politischer Skandal wegen Vacunagate

noticias_Peru_COVID-Impfung_Foto_gencat_cat_publicdomainAm 9. Februar begann in Peru offiziell die Impfung des Gesundheitspersonals gegen COVID-19. Das 33 Millionen Einwohner zählende Land hat in der Pandemie bisher mehr ca. 45.000 Todesopfer zu beklagen, darunter mehr als 400 Ärzte und Pflegkräfte. Gesundheitsministerin Pilar Mazzetti betonte am 9. Februar, dass sie als Letzte im Gesundheitssektor geimpft werden würde, schließlich verlasse der Kapitän als Letzter das Schiff. Doch als sie das publikumswirksam verkündete, war die Ministerin bereits geimpft, ebenso wie 486 andere im Land. 487 ist jedenfalls die Zahl der bereits ab September 2020 geimpften Personen, die bisher bekannt ist. Dabei handelt es sich um eine illustre Liste, auf der sich u.a. die Namen eines Ex-Präsidenten, von Parlamentariern, Ministern, Universitätsrektoren, Ärztefunktionären, hohen Beamte, Politikern, deren Angehörigen und Angestellten sowie eines apostolischen Nuntius‘ befinden. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie entsprechend den nationalen Impfplänen noch nicht an der Reihe gewesen wären. Wie erste Ermittlungen belegen, wurde die vorzeitige Impfaktion offenbar im Geheimen gut vorbereitet und durchgeführt, nach Berichten eines beteiligten Arztes koordiniert von einem „Verbindungsbeamten“, der die Begünstigten auswählte. Offenbar hatte man zu den 12.000 zu Tests gelieferten Impfdosen des chinesischen Herstellers Sinopharm noch ca. 2.000 weitere geordert, die an bevorzugte Personen verabreicht wurden. Die lügende Gesundheitsministerin musste inzwischen zurücktreten, in Lima hat die Sozialversicherung (SISOL) ihren amtierenden Präsidenten Carlos Contreras Ríos von seiner Funktion entbunden. Weitere Rücktritte werden wohl folgen. Staatsanwältin Zoraida Ávalos ist mittlerweile mit der Untersuchung des Vacunagate genannten Skandals beauftragt. Eine parlamentarische Untersuchungskommission soll speziell den Fall von Ex-Präsident Martín Vizcarra und seiner Gattin aufklären, die beide am 2. Oktober letzten Jahres geimpft worden sind. Premierministerin Violeta Bermúdez versicherte, die Regierung werde über jede Dosis des Impfstoffs, die sie erworben habe, detailliert informieren. Die Folgen dieses kleinen politischen Erdbebens bleiben abzuwarten, zumal bereits im April Parlaments- und Präsidentschaftswahlen anstehen. Erfahrungsgemäß führt die Arbeit von Untersuchungsausschüssen in Peru selten zu nachhaltigen Konsequenzen. Der Andenstaat gilt als das Land in Amerika, in dem das Vertrauen in das politische System am geringsten ausgeprägt ist; als Grund dafür wird die hohe Korruption genannt (Bildquelle: gencat_cat_PublicDomain).

Amexica – Grenzwelten: Eine Dokumentation über die Menschen und Landschaften zwischen den USA und Mexiko

Mexiko: Verlauf der Grenze zu den USA - Foto: Snapshot

„Amexica – Grenzwelten“ ist eine vielstimmige Dokumentation der französischen Fotografin und Regisseurin Marie Baronnet die sich über eine Zeitspanne von zehn Jahren den Menschen und den von ihnen bewohnten, durchkreuzten und (neu) besiedelten Räumen widmet ...

Argentinien: Solidarität und Kraft für Rubén Patagonia – Newen Rubén!

Noticias_Solidaritätskampagne_Newen_Ruben_Bild_ScreenShot_RubenPatagoniaOficialAm 28. Januar wurde eine Solidaritätskampagne zur finanziellen Unterstützung des legendären Musikers Rubén Chauque gestartet. Chauque, besser bekannt als Rubén Patagonia (Comodoro Rivadavia, 1956), musste in der letzten Woche wegen eines Gehirntumors operiert werden und benötigt einen langen und kostspieligen Genesungsprozess. An der Kampagne, die auf dem YouTube-Kanal des Musikers ausgestrahlt wurde, beteiligten sich auch renommierte Künstler, die ihm durch Lieder und ermutigende Worte das nötige newen (dt.: Kraft) für seine Genesung schickten. Gleichzeitig wurde die Gelegenheit genutzt, um für das Projekt der Entstehung eines Hauses für die Musikerinnen und Musiker zu werben. Das Projekt will einen Ort der Geborgenheit einrichten, an dem von Armut betroffene Musizierende zurückgreifen können. Es nimmt die ähnliche Erfahrung des Theaterhauses auf, das bereits 1938 gegründet wurde und immer noch für bedürftige Bühnendarstellende in Buenos Aires offen ist. Dies zeigt die prekäre finanzielle Situation, in der sich einflussreiche Kunstschaffende wie Patagonia, der sich trotz herausragenden Werdegangs keine Sozialversicherung leisten kann, befinden – was die monatelange Untätigkeit aufgrund der Pandemie verschärft. Rubén Patagonia, der zum Volk der Tehuelche gehört, hat seit Ende der 1970er Jahre mehrere Studioalben veröffentlicht, in denen er sich zu seiner Identität als Indigener bekennt und für die Sichtbarmachung der Ureinwohner und die Probleme einsetzt, mit denen die indigenen Völker immer noch konfrontiert sind – darunter die alltägliche Diskriminierung, die Vertreibung vom Land ihrer Vorfahren durch das Vordringen der Agrargrenze, der massive Einsatz von Agrarchemikalien und die Verseuchung der natürlichen Wasserquellen durch Bergbaugesellschaften. Die Unterstützung kann durch den Kauf eines T-Shirts und eines Albums sowie Spende erfolgen: Mehr Informationen auf dem offiziellen Facebook- und Instagram-Account Patagonias (Bildquelle: ScreenShot_YouTube_RubenPatagoniaOficial).

Von links nach rechts – und zurück? Erklärungsversuche zur Rechtswende in Lateinamerika

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Der vorliegende Sammelband vereint zwölf Beiträge, die sich aus unterschiedlicher Perspektive mit der Rechtswende in Lateinamerika beschäftigen und in ihrer Mehrheit im Rahmen einer Ringvorlesung im Sommersemester an der Universität Kassel entstanden sind. Die Einleitung, die von den beiden ...

Venezuela: Carvativir – macht es Corona den Garaus?

Venezuela_Academia_Nacional_de_Medicina_LOGOAm 24.01.2021 verkündete Präsident Maduro, dass Wissenschaftler seines Landes ein wirksames Mittel gegen COVID 19 gefunden hätten. Es handele sich um ein antivirales Medikament, um keine Impfung also: Sein Taufname ist „die wundersamen Tropfen des José Gregorio Hernández“ (der Name geht auf einen venezolanischen Mediziner zurück, der dieses Jahr vom Papst selig gesprochen werden soll), die pharmazeutische Bezeichnung – Carvativir. Alle vier Stunden zehn Tröpfchen davon unter die Zungen – und schon sei die Heilung des Infizierten hundertprozentig perfekt, selbst die der Schwerkranken, und alles ohne Nebenwirkungen. Sechs Monate sei daran geforscht worden. Das dafür entscheidende, aus Thymian- bzw. Oregano-Öl isolierte Molekül mit der Bezeichnung DR-10 sei bereits zur Behandlung von Hepatitis C, humanen Papillomviren und Ebola genutzt worden. Sämtliche Information darüber würde nun an die WHO gegeben, mit dem Ziel, dass das Mittel zertifiziert werde. Bald beginne Venezuela mit seiner Massenproduktion und dem Export. Wie aber wird nun von den Medien mit dieser Nachricht umgegangen? Die Maduro-nahen „Kanäle“ sind logischerweise voller Euphorie. Viele andere Medien, darunter die kubanischen, berichten dagegen sachlich-kommentarlos. Und wie man erwarten konnte, sind da auch einige Nachrichtensender schnell mit der Behauptung bei der Hand, dass das, was aus dem heutigen Venezuela komme, ja a priori nicht gut sein könne. Wem dürfen wir glauben? Am ehesten wohl Wissenschaftlern. Zunächst: Solcherart antivirale Mittel gibt es schon viele, zum Beispiel US-amerikanische oder auch kubanische. Deren vornehmliches Problem war, dass sie nicht oder nur in Kombination mit anderen Mitteln oder nicht über einen längeren Zeitraum wirkten. Drei Tage nach seiner euphorischen Ankündigung ging dann Maduro auch einen Schritt zurück und räumte ein, dass das Medikament nur komplementär wirke. Die Academia Nacional de Medicina de Venezuela selbst war es interessanterweise, die anregte, auch dann doch lieber noch auf Beweise zu warten: Die Medizin habe bisher weder die drei üblichen Erprobungsphasen durchlaufen noch sei über sie bereits ein Artikel in einer peer-reviewten medizinischen Zeitschrift erschienen. Viel zu früh sei es daher, schon eine Massenproduktion anzukündigen (Bildquelle: Logo_AcademiaNacionaldeMedicina).

Kolumbien: Schriftstellerin Pilar Quintana mit Premio Alfaguara ausgezeichnet

Kolumbien: Friedensverhandlungen zwischen ELN und Regierung wieder aufgenommenDie kolombianische Schriftstellerin Pilar Quintana hat für ihr Werk "Los Abismos" (dt.: Die Abgründe) den Premio Alfaguara de Novela, den Preis des Verlags Alfaguara in der Kategorie Belletristik, erhalten. Mit dem Preis verbunden ist ein Preisgeld von 175.000 Dollar. "Los abismos" handelt von den Beobachtungen eines jungen Mädchens, das die schwierige Ehe ihrer Eltern beschreibt und die sich im Leeren verlaufenden Gesprächsfetzen oder Handlungen zwischen beiden mit Sinn zu versehen versucht. Jahre später, als Erwachsene, erfährt ihr ruhiges Leben eine dramatische Wendung. Intime Einblicke in das Innere von Frauen, die nicht aus ihrer Haut können, prägen den Roman. Die Jury hebt in ihrer Auszeichnung hervor, wie sprachlich gekonnt die Autorin die empfindsame, naive Welt eines Kindes mit der ihn umgebenden, erschütternden Realität verbindet. "Los abismos" ist Pilar Quintanas fünfter Roman und ihre dritter literarischer Preis. 2010 erhielt sie den Premio de Novela La Mar de Letras, 2018 erhielt sie den Kolumbianischen Preis für Narration für "La Perra", eine Werk, das auch international Anklang bei Lesern gefunden hat und in 14 Sprachen übersetzt worden ist. "Los abismos" wurde in Kolombien unter Quintanas Pseudonym "Claudia de Colombia" veröffentlicht.

Schichtwechsel bei den FARC-EP. Die Aufständischen verlassen die Lager – Rezension (vorab) zum Dokumentarlangfilm: „Insurgente“

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Maschinengewehrsalven. Wir, die Zuschauer, mittendrin. Die Kameraführung ist genauso unruhig wie das Geschehen. „Fuera!“ (raus hier) ist aus dem Lärm herauszuhören und auch „Coño!“ (Scheiße). Ein Gefecht, ohne Zweifel. Der Kameramann nimmt uns mit. Wir gehen ihm und jenen hinterher ...