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Politik und Kultur in Lateinamerika

Suchergebnisse für "buen vivir"

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Ein Leben in Farbe – Ein Interview mit der Künstlerin Silvia Monge

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Sie ist in Costa Rica geboren und eine der bekanntesten Künstlerinnen dieses Landes. Ausgewählt und eingeladen zu etlichen internationalen Aquarell Festivals und Biennalen auf vier Kontinenten. Sie ist Teil der Jury bei internationalen Wettbewerben und unterrichtete Workshops in den USA, Mexiko, Portugal und Costa Rica. Mit 19 besuchte sie eine Aquarellwerkstatt eines bekannten Künstler ...

Amor, amante (Tríptico)

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Amor, amante./ Me desprendo de todo aquello que me causa timidez para ir hacia tí/y me visto de los colores azules de la eternidad como el cielo./Recíbeme en el interior de tu interior, y tu exterior asimismo./Abrázame : quiero que tus brazos que me ciñen me den seguridad./Sé mi puerto a donde llego cual un bote o una embarcación pequeña/...

El Salvador: Rutilio Grande selig gesprochen

Noticias_El Salvador_Pbro_Rutilio_Grande_Bild_wiki_ccAm 22. Januar 2022 wurde in San Salvador, vor dem Monument „Al Divino Salvador del Mundo“, Pater Rutilio Grande selig gesprochen. Wegen der Pandemie war die Zahl der Gäste auf 6.000 beschränkt. Präsident Bukele war allerdings genauso wenig unter ihnen wie Bürgermeister Durán. Anwesend war Vizepräsident Félix Ulloa. Mit der Messe zur Seligsprechung endete ein kirchlicher Prozess, der 2014 seinen Anfang genommen hatte. Zelebriert wurde sie – im Auftrag von Papst Franziskus – von Kardinal und Weihbischof Gregorio Rosa Chávez. Dieser hatte einst eine wichtige Rolle im salvadorianischen Friedensprozess gespielt, seinerseits gekrönt vom Friedensvertrag von Chapultepec vor genau 30 Jahren. Die Ehre der Seligsprechung wurde dabei nicht nur Pater Grande zuteil, sondern auch Manuel Solórzano, Nelson Lemus (und damit erstmals salvadorianischen Laien) und dem italienischen Franziskaner Cosme Spessotto. Alle vier gelten in der katholischen Kirche schon länger als Märtyrer, was eine Seligsprechung legitimiert. Märtyrer wurden sie, weil sie am 12. März 1977 bzw. am 14. Juni 1980, noch vor dem Beginn des Bürgerkrieges, von einer Todesschwadron bzw. der Nationalgarde erschossen wurden. Die Schwadron operierte auf Betreiben der oligarchischen Unternehmer-Vereinigung FARO, und der Mord geschah auf einer Landstraße. Pater Grande, der Küster Solórzano und der erst 16jährige Lemus fuhren auf ihr zum Gottesdienst in ihr Heimatdorf El Paisnal. Ihre Leichen wurden in Tücher gewickelt und vor den Altar der Pfarrkirche gelegt. Drei Jahre später wurde auch Bruder Spessoto getötet, in seiner Kirche, kurz vor einer Eucharistiefeier. Insgesamt sind 20 salvadorianische Geistliche, darunter zwei Bischöfe, vier US-amerikanische Nonnen sowie sechs in ihrer Mehrheit spanische Jesuiten-Patres bzw. -Professoren der Zentralamerikanischen Universität ermordet worden. Zum bekanntesten Opfer wurde zweifellos der vom Vatikan 2015 heiliggesprochene Erzbischof Oscar Arnulfo Romero. Beide, Grande und Romero, waren, wiewohl nicht kritiklos, freundschaftlich verbunden. Pater Grande erfüllte bei der Bischofsweihe Romeros das Amt des Organisators und Zeremonienmeisters. Und, dies vor allem, es war Rutilios gewaltsamer Tod, der – den zu jener Zeit noch konservativen „Lieblingskandidaten der Oligarchie“ – Romero so erschüttern sollte, dass sich dieser entschloss, seinem Freund zu folgen und fortan dezidiert die Repression im Land anzuprangern. Drei Jahre später wurde er selbst von ebendieser Repression gemeuchelt. Dass Rutilio die genannte „Umkehr“ Romeros bewirkt hat, bezeichnete Papst Franziskus als „Wunder“. Damit kann nun auch Im Fall von Rutilio Grande der – stets langwierige – Vorbereitungsprozess einer Heiligsprechung auf den Weg gebracht werden. Grande, geboren 1928, hatte zunächst, in Spanien, noch eine vorkonziliare Ausbildung erhalte, war aber dann, in Belgien, mit den Ideen des II. Vatikanischen Konzils und der 1968 von der Bischofsversammlung in Medellín verkündeten (befreiungstheologischen) „Option für die Armen“ in Berührung gekommen. Anfangs Katechet in der Gesellschaft Jesu, wurde „Tilio“ bald, nicht zuletzt aufgrund dieser Eindrücke, Priester in seinem Heimatdorf El Paisnal. Hier setzte er sich für die christlichen Basisgemeinden ein, an denen sich in El Salvador mehr als 2.000 Bauern beteiligten. Zu Beginn eher unsicher und verschlossen, wurde er letztlich von den Bauern als konsequenter Verfechter der sozialen Rechte der Landbevölkerung geschätzt, gar als „zärtlicher“ Priester geliebt. Berühmt geworden ist seine Predigt vom 13. Februar 1977, in der er verkündete: „Ich fürchte, Brüder und Schwestern, wenn jetzt Jesus von Nazareth von Galilea nach Judäa zurückkäme – so als ob von Chalatenango nach San Salvador – würde man ihn (…) bereits in Apopa gefangen nehmen und ins Gefängnis werfen.“ Die christlichen Basisgemeinden standen in engem Bezug zu den Bauerngewerkschaften FECCAS und UTC, die ihrerseits Verbindungen zu Guerillas eingingen. Daher galt auch Rutilio Grande, obwohl er die pastorale Tätigkeit ausdrücklich von der politischen trennte und gegen jede, auch die linke, Gewalt auftrat, seinen Feinden als „Kommunist“. (Bildquelle: wiki_cc)

Honduras: Xiomara Castros Amtsantritt von institutioneller Krise überschattet

Xiomara_Castro_Bild_arturojhz_flickr_cc

Nachdem Xiomara Castro am 28. November vergangenen Jahres die Präsidentschaftswahlen klar gewonnen hatte, sah sie sich noch vor ihrer Amtseinführung, die in Honduras traditionell am 27. Januar stattfindet, mit einer ernsten politischen Krise konfrontiert. Kurz zuvor, am 21. des Monats, war es auf der ersten Sitzung des neu gewählten Parlaments zum Eklat gekommen. Verursacher der unerwarteten Krise war ...

Neue Arten der Erorberung: Das Gold, das blutet statt zu glänzen

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Für manche Objekt der Begierde, für andere ein Schutzraum für Spekulationen; ein Rücklagenparameter der meisten Banken der Welt. Wie dem auch sei, Gold bleibt ein janusköpfiges Metall: Verblendung einerseits, Schmerz andererseits. Jährlich werden 3 300 Tonnen Gold weltweit ausgebeutet. 49 Prozent entfallen auf die Herstellung von Uhren und Schmuck, 29 Prozent auf Investitionen, fünfzehn Prozent werden von Zentralbanken gekauft und die restlichen sieben Prozent werden ...

Mexiko: Wieder Journalisten ermordet

noticias_mexiko_journalisten_creative_commonsSeit dem Amtsantritt des mexikanischen Präsidenten López Obrador wurden in Mexiko 48 Journalisten ermordet. Das heißt, ihm ist es in seiner Amtszeit nicht gelungen, die Gewalt gegen Medienvertreter zu stoppen. Kritiker werfen ihm vor, er hätte auch wenig für dieses Ziel getan. Mexiko bleibt für Journalisten das gefährlichste Land der Welt, Kommentatoren zufolge auch das einzige, in dem sich das Ausmaß der Gewalt gegen Journalisten nicht geändert hat. Und wie es scheint, bleibt das auch im Jahr 2022 so. Am 10. Januar war in Veracruz ein durch Stichwunden schwer verletzter Mann aufgefunden und in ein Krankenhaus eingeliefert worden, wo er starb. Einige Tage später konnte er als José Luis Gamboa Arenas identifiziert werden. Gamboa hatte das digitale Medienunternehmen „El regional del Norte“ (Inforegio) gegründet, über das er wöchentlich Nachrichten verbreitete. Dort beschäftigte er sich auch mit den Verbindungen der lokalen Behörden zum organisierten Verbrechen. Gestern, nur eine Woche nach Gamboas Ermordung, wurde der Fotojournalist Margarito Martínez Esquivel beim Verlassen seines Hauses in Tijuana erschossen. Auch er beschäftigte sich mit der Gewalt in seiner Region. Martínez hatte sich auf Polizei- und Kriminalreportagen spezialisiert und arbeitete für verschiedene nationale und internationale Medien. Bereits im vergangenen Dezember war er von Personen bedroht worden, die verdächtigt werden, mit kriminellen Gruppen in Verbindung zu stehen. Vertreter von Journalistenorganisation forderten die Behörden jetzt auf, die Todesfälle vollständig zu untersuchen. Allerdings, auch das ist Alltag in Mexiko, bleiben 90 Prozent der Morde an Journalisten straffrei. (Bildquelle: eneas_de_troya_cc)

Melo, Patrícia: Trügerisches Licht

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In dem Kriminalroman „Trügerisches Licht“ (Fogo-Fátuo, 2014) der Brasilianerin Patrícia Melo leitet Azucena Gobbi die Abteilung für Spurensicherung der Zentralen Mordkommission in São Paulo. Mit ihrem achtzigjährigen Vater Damaso, „dem Kommissar ihrer Kindheit, dem alten italienischen Löwen aus Guarulhos, als der er in der Stadt bekannt war“, teilt sie ...

Argentinien: Freigegebene Dokumente enthalten Informationen über Atomwaffen auf britischen Kriegsschiffen im Falkland-Krieg

Noticias_Argentinien_Malvinas_Bild_Quetzal-Redaktion_solebAm 3. Januar, dem Tag, an dem das Vereinigte Königreich den 189. Jahrestag der britischen Besetzung der zu Argentinien gehörenden Inselgruppe der Malvinen bzw. Falklandinseln, Südgeorgiens und der Südlichen Sandwichinseln feierte, enthüllte die britische Presse, dass die Regierung von Margaret Thatcher während des Krieges gegen Argentinien im Jahr 1982 Atomwaffen ins Konfliktgebiet mobilisiert hatte. Bereits 2003 hatte das britische Verteidigungsministerium einige dieser Informationen zugegeben, ebenso die Tatsache, dass Waffenbehälter damals beschädigt wurden. Die jüngste Freigabe von Dokumenten enthüllte die bislang unbekannte Anzahl der Atomwaffen, die nach der Landung der argentinischen Truppen auf den Inseln, die den Krieg auslöste, in den Südatlantik verschifft wurden – es waren 31. Aus dem freigegebenen Informationen geht ferner hervor, dass sich die Waffen innerhalb der von Großbritannien so genannten „Total Exclusion Zone“ befanden, die um die Falklandinseln verhängt worden war. Das führte damals zu Beunruhigen beim britischen Militär, das der Ansicht war, dass die Waffen entweder beschädigt oder versenkt werden könnten. Außerdem könnten die Argentinier in den Besitz von Nukleartechnologien gelangen – was Großbritannien wiederum in eine große Verlegenheit im Bereich der Nichtverbreitung von Kernwaffen gebracht hätte. Die Tatsache, dass die Präsenz vom Atomwaffen im Südatlantik gegen den Vertrag von Tlatelolco von 1967 – welcher eine atomwaffenfreie Zone in Lateinamerika und dem umliegenden Gewässern festlegte – verstieß, führte damals außerdem zur Spannungen zwischen dem britischen Foreign Ministry und dem Ministry of Defence (MoD). Auch wenn das MoD später betonte, dass nie die Absicht bestand, die Waffen während des Krieges einzusetzen, und dass ihre Anwesenheit nicht gegen Abrüstungsverträge verstieß, werden Informationen wie Einzelheiten der Unfälle mit Waffenbehältern noch geheim gehalten. Die argentinische Regierung äußerte sich besorgt über die Möglichkeit, dass sich bei den Unfällen Radioaktivität ausgebreitet haben könnte, und verlangte Zusicherungen. In einem Kommuniqué kündigte das argentinische Außenministerium an, dass es die Angelegenheit vor die zuständigen Gremien bringen werde. Damit reiht es sich in die zahlreichen diplomatischen Beschwerden ein, die Argentinien seit 1990 regelmäßig bei internationalen Organen eingereicht hat. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion_soleb)

Chile: Stärkung der Linken in Lateinamerika? – Der Fall Boric

noticia_chile_gabriel_boric_foto_mediabanco_agenciaMit Ausnahme von Nicaragua hatten 11 von 12 Wahlen in Lateinamerika ab 2019 bewirkt, die jeweilige Regierungspartei durch die Opposition abzulösen. Mehrheitlich traten dabei linke Politiker:innen ihr Amt an, so z.B. in Bolivien, Peru und Honduras. Im neuen Jahr scheint sich der Trend fortzusetzen; zumindest liegen in Brasilien und Kolumbien die linksgerichteten Kandidaten Lula und Petro in Wahlumfragen vorn. In Chile war es Gabriel Boric, der die Regierungsgeschäfte übernahm. Mit ihm zeichnet sich auch die Hoffnung auf eine Neue Linke ab, weshalb seine Politik nun maßgeblich sein wird für die Stärkung der Linken in Lateinamerika im Allgemeinen. Als jüngster Präsident in der Geschichte Chiles, der außerdem keiner der traditionellen Parteien angehört, war er der favorisierte Kandidat der frustrierten jungen Generation. Bei einer Bewilligung durch die Legislative steht eine neue Verfassung in Aussicht. Boric strebt außerdem eine Steuerreform an, um mehr in Soziales investieren zu können. Zudem steht ein Grundrentensystem zur Debatte. Die Migrationspolitik soll Menschenrechte und internationale Abkommen in den Fokus rücken, aber auch Kommunen mit hohen Einwanderungszahlen unterstützen. Bildung in Chile soll ebenfalls vom Staat so weit abgesichert werden, dass im Endeffekt ein kostenloser Zugang möglich ist. Auch um die durch die Pinochet-Diktatur verursachten Wunden soll sich eine Menschenrechtskommission kümmern. Ebenso sollen die Autonomierechte der indigenen Bevölkerung Araucanías gewährleistet werden. Zur Gendergleichheit sollen ebenfalls Gesetze erlassen werden, z.B. das Gesetz gegen genderbasierte Gewalt. Der Nationale Plan gesellschaftlicher Rechte der LGBTI*-Bevölkerung soll u.a. ermöglichen, dass Personen ihr Geschlecht sowie ihren Namen ab vierzehn Jahren ändern können. Im Hinblick auf den Klimawandel soll die Sicherheit der Wasserversorgung eine wesentliche Rolle spielen. Obwohl Lateinamerika mit vielen Problemen ringt, deren Behebung sich eher linksgerichtete Akteur:innen auf die Fahne schreiben, wie etwa die Beseitigung der sozialen Ungleichheit, die Bekämpfung rassistischer Diskriminierung oder die Förderung einer nachhaltigen Wirtschaft, ist noch unklar inwieweit die Regierungen den durch die Pandemie verschärften Herausforderungen trotzen können. Der BBC zufolge gibt es neben der linken Aufbruchsstimmung auch skeptische Einschätzungen. Diese betrachten vor allem die Uneinigkeit der linken Vertreter:innen als Bremse für eine erneute linke Welle wie damals um 2000. (Bildquelle: flickr_mediabanco_agencia)

Patagonia Express Trio: Piazzolla Ruta 100

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Anlässlich des 100. Geburtstages des genialen Komponisten und Bandoneonisten Ástor Piazzolla (1921-1992) fanden nicht nur in seinem Geburtstagsland Argentinien, sondern auch in vielen anderen Teilen der Welt Konzerte und Veranstaltungen zu seinen Ehren statt. Und natürlich nutzte auch die Plattenindustrie die Gelegenheit, Alben mit seinen Werken zu verlegen. Dazu gehört auch die Veröffentlichung des Albums ...