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Leipziger MittwochsATTACke diskutiert über den Putsch in Bolivien

Laut Verfassung seines Landes hätte Evo Morales sein Amt als Präsident Boliviens bis zum 22. Januar 2020 ausüben sollen. Warum und unter welchen Umständen er dieses Mandat vorzeitig aufgeben musste, wurde am selben Tag in Leipzig diskutiert. Wie jeden letzten Mittwoch im Monat fand in der Schaubühne Lindenfels ...
Mesoamerika: Weltweit die gefährlichste Region
Zentralamerika führt seit Jahren die globale Statistik der Gewalt an. Obwohl der Isthmus nicht zu den Kriegsgebieten gehört, sind dort in den letzten zwanzig Jahren fast 300.000 Menschen gewaltsam getötet worden. Mit 51 Morden je 100.000 Einwohner lag El Salvador 2018 an der Spitze, gefolgt von Honduras mit 40, Belize mit 35,9 und Guatemala mit 22,4. Während die Tötungsrate in den genannten Ländern seit 2016 fällt, ist sie in Mexiko, das zusammen mit seinen südlichen Nachbarn zu Mesoamerika zählt, angestiegen. Mit 34.582 Morden war dort 2019 das gewalttätigste Jahr seit dem Beginn der statistischen Erfassung 1997. 2018 lag die entsprechende Zahl noch bei 33.369, was einer Mordrate von 25,8 Prozent entspricht. Damit hat Mexiko den zentralamerikanischen Durchschnitt von 23,7 übertroffen. Ähnliche Werte weisen auch Brasilien und Kolumbien mit jeweils 25 Tötungen je 100.000 Einwohner auf. Vor El Salvador, das im lateinamerikanischen Vergleich der Mordraten 2018 auf Platz zwei kam, liegt nur noch Venezuela mit einem Wert von 81,4. Hinter dieser Zahl verbergen sich 24.047 Menschen, die gewaltsam ums Leben gekommen sind. (Bild: Quetzalredaktion_pabloaroca).
Onetti, Juan Carlos: Die Werft

Zu guter Letzt ist das Scheitern vollkommen: Larsen, der Held des abschließenden Bandes von Juan Carlos Onettis Santa-María-Trilogie stirbt, ohne seine ehrgeizigen Ziele auch nur ansatzweise umgesetzt zu haben. Doch selbst dieses Scheitern scheint dem Autor nicht ausreichend zu sein, lässt er seinen Protagonisten ...
Bolivien: Neuer Wahltermin steht fest
Der Vorsitzende der Obersten Wahlbehörde Boliviens (TSE), Salvador Romero, hat am Wochenende den 3. Mai 2020 als neuen Termin für die allgemeinen Wahlen bekannt gegeben. Falls bei den Präsidentschaftswahlen eine zweite Runde erforderlich sein sollte, dann wird dies nicht vor dem 15. Juni der Fall sein. Laut einer Umfrage von Unitel, deren ergebnisse am 2. Januar veröffentlicht worden sind, liegt der MAS, die Partei von Evo Morales, mit 20,7 Prozent vorn, gefolgt von Jeanine Áñez, die als Interimspräsidentin fungiert, mit 15,6 Prozent. Auf dem dritten Platz liegt Carlos Mesa mit 13,8 Prozent. Luis Fernando Camacho und Marco Pumari, die auf der Liste des MNR (Movimiento Nacionalista Revolucionario) für das Amt der Präsidenten bzw. Vizepräsidenten kandidieren werden, können auf eine Zustimmung von 6,9 bzw. 8,2 Prozent verweisen. Chi Hyun Chung, der bei den Wahlen im Oktober 2019 für den PDC (Partido Demócrata Cristiano) angetreten war, erhielt 8,1 Prozent. Der MAS wird seine Kandidaten am 19. Januar auf einer Pressekonferenz in Buenos Aires vorstellen. Neben Diego Pary, der seit 2018 das Amt des bolivianischen Außenministers innehatte und nun nach Bolivien zurückkehren will, gelten David Choquehuanca, Luis Arce und Andrónico Rodríguez als die aussichtsreichsten Anwärter. Die beiden Erstgenannten waren unter Evo Morales ebenfalls als Minister tätig – Choquehuanca als Außenmister (2006-2017) und Arce als Wirtschaftsminister (2006-2017; erneut 2019). Der 30jährige Rodríguez ist Politikwissenschaftler (Abschluss 2012) und übt derzeit die Funktion des Vizepräsidenten der Coordinadora de las Seis Federaciones de Cocaleros del Trópico de Cochabamba aus. Laut bolivianischer Verfassung müsste am 22. Januar 2020 eine neue Regierung unter Führung der Vorsitzenden des Obersten Gerichtshofs, María Cristina Díaz, die Amtsgeschäfte übernehmen, was Jeanine Áñez, die sich am 12. November 2019 selbst zur Präsidentin des Landes ernannt hatte, jedoch ablehnt. Bislang steht auch die formelle Annahme des Rücktritts von Evo Morales durch die Plurinationale Legislative Versammlung noch aus. Nach Meinung von Eugenio Raúl Zaffaroni, ehemaliger Vorsitzender des Obersten Gerichtshofes Argentiniens und Richter am Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte, sei dieser deshalb noch bis zum 22. Januar 2020 rechtmäßiger Präsident Boliviens. (Bild: Quetzalredaktion_gc).
Mexiko: Haben Archäologen Reste der Flotte von Hernán Cortés gefunden?
Der spanische Konquistador Hernán Cortés, der Anfang des 16. Jahrhunderts das Reich der Mexica (Azteken) eroberte, soll die elf Schiffe seiner Flotte 1519 versenkt haben. Er wollte nicht nur Eroberer, sondern auch Besitzer des Landes sein. Mit seinen Männern wollte er in Mexiko siedeln und sich damit von Diego Velázquez, dem Gouverneur von Kuba, unabhängig machen. Als Siedler und Gründer von Ortschaften war er nur noch dem König untergeordnet. Etwas Genaues weiß man von der Vernichtung der Flotte bis heute nicht, aber das könnte sich jetzt ändern. Archäologen fanden vor der Küste von Villa Rica in Veracruz drei Anker, deren spanischer Ursprung inzwischen außer Frage steht. Seit zwei Jahren untersuchen die Archäologen aus Mexiko und den USA den Meeresgrund vor Villa Rica. Insgesamt durchkämmen die Forscher inzwischen eine Fläche von 10 km2. Schon zu Beginn der Untersuchungen fand sich ein erster Anker, nur wenige hundert Meter von dem neuesten Fund von zwei weiteren Ankern. Damals fand sich auch ein Stück Holz, dessen Untersuchung bereits eine Zuordnung der Funde erlaubte. Der mexikanische Archäologe Roberto Junco erhofft sich mit den Funden weitere Aufschlüsse über Technologie und Kultur der frühen spanischen Siedler. Allerdings halten sich die Experten zurück, was die genaue Herkunft ihrer Funde betrifft: Es könnte sich durchaus um Cortés‘ versenkte Schiffe handeln, aber ebenso gut auch um Überreste des zu Zeiten der Konquista bedeutenden Hafens von Villa Rica. (Bild: Quetzalredaktion_tz).
Immer noch Streit aufgrund ökotouristischer Ausschreibung des Tayrona-Nationalparks

Während Parques Nacionales Naturales1 vorsieht, am 22. November nächsten Jahres das Konzessionsverfahren für die Nationalparks Tayrona und den Vía Parque Isla de Salamanca abzuschließen, ersuchen indigene Gemeinschaften die Aufhebung der Ausschreibung. In den Gebirgsausläufern der Sierra Nevada ...
Chile: Protest gegen Ungleichheit und Patriarchat
Was Mensch Meier im gleichnamigen Lied von Ton Steine Scherben entfachte, wiederholt sich seit Mitte Oktober in ungleich größerem Ausmaß auf den Straßen von Chile. Denn wenn einer allein schwarzfährt, handelt es sich allenfalls um stillen Protest. Wenn eine Gruppe das Gleiche tut, kann dem ticketlosen Ungehorsam eine ganze Bewegung folgen. Was als Protest von Schülerinnen und Schülern gegen die Erhöhung der Fahrpreise begann, ist zu einem kollektiven Streik gegen die soziale Ungleichheit in Chile geworden. Wegen der Erklärung des Ausnahmezustands durch Präsident Sebastián Piñera im Oktober patrouillieren erstmals seit Ende der Diktatur Militärkräfte in der Hauptstadt. Kurz darauf wurde der Ausnahmezustand wieder aufgehoben und der Präsident machte Zugeständnisse. Doch die Proteste rissen nicht ab. In einem Land, das von enormen Ungleichheiten geprägt ist und in dem viele grundlegende Güter in privater Hand liegen, gingen die Menschen weiterhin nicht wegen der Bahntickets sondern für eine grundlegende Reform der Lebensverhältnisse auf die Straße. Erst vor einigen Wochen kündigte die Regierung ein Referendum über die Verfassung an, das im April 2020 abgehalten werden soll. Ob sich die Protestierenden damit zufrieden geben werden, bleibt abzuwarten. Zurzeit sieht es eher so aus, als würde sich die Bewegung erweitern. Mit der Aktion “Un Violador En Tu Camino” des feministischen Kollektivs Lastesis demonstrieren von Valparaíso ausgehend inzwischen auch in Deutschland Menschen gegen (Polizei-)Gewalt an Frauen. Denn der Vergewaltiger, so heißt es in der Performance, ist auch der Staat der unterdrückt. (Bild: Quetzalredaktion_solebiasatti).
Las Hermanas Caronni: Santa Plástica

Das Duo Las Hermanas Caronni, welches aus der Cellistin Laura Caronni und der Klarinettistin Gianna Caronni besteht, legte kürzlich das Album Santa Plástica auf. Die Zwillingsschwestern, die in der argentinischen Messi-Stadt Rosario aufwuchsen und sich dort als professionelle Musikerinnen ausbildeten, schlossen sich bereits in frühem Alter ...
Kolumbien: „Ein Lied für Kolumbien“ gegen die Regierung
Am Sonntag machten die Kolumbianer klar, dass die Protestwelle, die das Land seit dem 21. November erschüttert, nicht abreißen wird. Unter dem Motto „Ein Lied für Kolumbien“ fand in Bogotá ein großes Konzert mit zahlreichen Künstlern statt, das die Carrera Séptima, eine der wichtigsten Magistralen der Hauptstadt, blockierte. Ziel der Veranstaltung war es nicht zuletzt, Druck auszuüben, um Ergebnisse bei den Verhandlungen zwischen Regierung und Streikkomitee zu erzielen. Die Demonstranten fordern von der Regierung Duque eine grundlegende Änderung der Wirtschaftspolitik. Die Einheitsgewerkschaft CUT wirft dem Präsidenten vor, nicht gesprächsbereit zu sein. Im Vorfeld des IV. Gipfels des sozialen Dialogs, der am Montag in Cartagena stattfand, forderte Fernando Carillo (Procurador General de la Nación) den Präsidenten auf, sich mit den Forderungen der Demonstranten ins Einvernehmen zu setzen. Er warf Duque vor, gravierende Probleme in der sozialen Führung des Landes zu haben. Unter der kolumbianischen Bevölkerung ist die Zustimmung zum Präsidenten so schlecht wie nie zuvor. Befragungen ergaben, dass 70 Prozent mit seiner Politik unzufrieden sind. Indes ist die Zustimmung zu den nationalen Streiks und Protesten sehr hoch: 71 Prozent haben die Hoffnung, dass die Streiks die Regierung zu einer Politikänderung zwingen können. (Bild: Quetzal-Redaktion_gc).
José María Arguedas - zum 50. Todestag Yactaypiñan kachkani*

Man möchte in Anlehnung an so manche Biografie über den Autor betonen, dass er gar kein Indigener war. Nein, möchte man nicht! Wofür sollte das wichtig sein? Da schreibt ein „weißer“ Peruaner – ja, in Biografien wird das nicht selten betont – Geschichten über Indigene, über Quechua. Das war nicht unbedingt neu in seiner Heimat Peru, denn der sogenannte ...