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El Salvador: Demokratie? Egal! Der „coolste Präsident der Welt“ wollte das Geld!

Noticias_El Salvador_Bukele_Bild_wiki_CCAm 9. Februar 2020 traute man in San Salvador seinen Augen kaum: Ein etwa halbes Hundert schwerbewaffneter Armeeangehöriger und Polizisten mit Schusswesten besetzte den halbleeren Plenarsaal des salvadorianischen Parlaments. Wenig später marschierte auch der Präsident El Salvadors Nayib Bukele in den Saal, um dortselbst den Sitz des Parlamentspräsidenten einzunehmen, der seinerseits nicht anwesend war. Bukele verkündete mit klarer Stimme: „Nun ist es wohl klar, wer die Situation kontrolliert!“ In El Salvador hatte wieder einmal die Exekutive, gar militärisch, die Legislative „besiegt“. Demokratie und Gewaltenteilung? Egal! Nach seinem einzigen Satz schloss der Präsident für ein paar Minuten die Augen und verließ dann den Saal wieder, gefolgt von seinen bewaffneten Begleitern. Das Fernsehen übertrug live. Draußen wurde Bukele von etwa 5000 Anhängern, darunter vor allem Mitglieder seiner Partei Nuevas Ideas und Regierungsangestellte, empfangen, denen er eröffnete, im Saal habe Gott zu ihm gesprochen und ihn doch noch um Geduld gebeten. Wie schön, Gott hatte ihn noch einmal vor einem „Selbstputsch“ bewahrt! Aber für wie lange? Denn im gleichen Atemzug kündigte Bukele vor den Menschenmassen an: Wenn das Parlament nicht innerhalb einer Woche seiner Intention entspräche, würde er es nunmehr durch einen „Aufstand“ auflösen. In dieser Rede soll Bukele dann Gott sogar 25 Mal angerufen haben. Für deren Ende wählte er den Satz der Linken: „El pueblo unido jamás será vencido!“ Was war zuvor passiert? Am 5. Februar hatte das Parlament dem Präsidenten die Erfüllung seines Wunsches nach einem Kredit von 109 Millionen $ versagt, die dieser für die Finanzierung der Phase 3 seines Planes Control Territorial beanspruchte. Bukele hätte dafür der Stimmen entweder der Partei ARENA oder der FMLN bedurft, die sie ihm allerdings nicht gaben. Wieder einmal rächte sich, dass er sich im Parlament auf keine signifikante eigene Partei stützen kann. Am 9. Februar waren dann bis zu der von Bukele anberaumten Uhrzeit nicht genügend Abgeordnete für eine Außerordentliche Parlamentssitzung erschienen. Der Präsident reagierte mit o.g. Szenario. Bis zum heutigen Tag (18.02.2020) hat das Parlament seine Forderung nicht erfüllt. Was wird nun passieren? Zu Recht bezeichnen salvadorianische Kolumnisten Bukeles Akt vom 9. Februar, der im Übrigen auch bei der politischen Rechten und der Unternehmerschaft Kritik fand, als die schlimmste Krise der Demokratie seit Unterzeichnung des Friedensabkommens. Denkt man diese Krise, mithin die autoritäre Attitüde Bukeles, mit der Tatsache zusammen, dass dieser als der populärste Präsident seit 1992 in El Salvador gilt (noch im Januar 2020 gaben ihm 91 Prozent in einer Umfrage von CID GALLUP ihre Unterstützung), schwant einem nichts Gutes. Bukele dünkt sich zudem als coolster Präsident, sogar der Welt. Nun ja, es ist da wohl mindestens noch einer auf dem Kontinent, der das von sich meinen dürfte. Aber selbst dessen Botschafter in El Salvador hat in einem Tweet lakonisch Respekt vor der drei Gewalten und Verhandlungen gefordert. (Bild: wiki_CC).

Dialogando – Drei Erzählungen

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Había sólo dos sitios en el mundo donde te podían ayudar: En una clínica de cirugía plástica o en el quiosco de restauraciones de don Lucho Avellano, ex maestro mayor de construcciones civiles (preferiblemente de casas de tres pisos sin terraza - porque le marean las alturas-) y miembro fundador de la "Hermandad de la Plomada y el Bailejo". En esos momentos Don Lucho estaba al alcance de tu mano ...

Lateinamerika: Fettleibigkeit ist auch in Lateinamerika ein Problem

noticia_Übergewicht_Bild_Weltbank_CreativeCommonsUnter dem Titel „Obesity“ veröffentlichte die Weltbank am 6. Februar einen Bericht zu den wirtschaftlichen und gesundheitlichen Folgen von Fettleibigkeit. Für Lateinamerika sind die veröffentlichten Ergebnisse durchaus alarmierend. 60 Prozent der erwachsenen Lateinamerikaner werden als fettleibig eingestuft. Darüber hinaus ist auf dem Kontinent eine zunehmende Häufigkeit von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen zu verzeichnen, und die Wachstumsrate steigt. Bereits jetzt leiden fast 40 Prozent der Kinder an starkem Übergewicht und mehr als Prozent bringen mehr auf die Waage als ihr Idealgewicht. Von den lateinamerikanischen Ländern sind Mexiko und Chile am stärksten, Nicaragua, Paraguay und Haiti am wenigsten betroffen. In Mexiko sind durch Fettleibigkeit verursachte Krankheiten bereits die häufigste Todesursache. Die Autoren des Berichtes benennen neben genetischer Veranlagung eine Reihe von verhaltensbedingten Ursachen für diese Entwicklung: frühkindliche Ernährung, Veränderung der Ernährungsgewohnheiten (hoher Konsum zuckerhaltiger und verarbeiteter Lebensmittel), zu wenig Bewegung. Um der „Zeitbombe Fettleibigkeit“ Herr zu werden, fordern die Autoren die Regierungen auf, Programme aufzulegen, die eine gesunde Lebensweise ermöglichen. Das schließt Bildung und Information über gesunde Ernährung ebenso ein wie eine verbesserte urbane Infrastruktur. In Mexiko, Kolumbien, Peru und Chile wurden zuckerhaltige Softdrinks mit einer Extrasteuer belegt. Das kann aber nur ein Anfang sein, auch wenn für Mexiko bereits erste Wirkungen der Steuer nachweisbar sind. (Bild: Weltbank_CC).

Bolivien: Acht Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen registriert

Bolivien_Regierungspalast_Bild_Quetzalredaktion_pgDer Präsident der Obersten Wahlbehörde Boliviens (TSE), Salvador Romero, gab auf einer Pressekonferenz am Montag die Namen der Spitzenkandidaten für anstehenden Wahlen bekannt. Im ersten Wahlgang, der für den 3. Mai anberaumt ist werden acht Bündnisse bzw. Parteien antreten. Für den MAS (Movimiento al Socialismo) wird der frühere Wirtschaftsminister Luis Arce als Kandidat für das höchste Staatsamt antreten. Carlos Mesa, der von 2003 bis 2005 das Land regierte, und Jorge Quiroga, der 2001 bis 2002 das Präsidentenamt innehatte, werden für die Bürgervereinigung (Comunidad Ciudadana) bzw. Libre 21 ins Rennen gehen. Mit Jeanine Áñez, die sich nach dem Putsch gegen Evo Morales selbst zur Interimspräsidentin ernannt hatte, sowie Luis Fernando Camacho, der als Chef des Bürgerkomitees von Santa Cruz die Aktionen der Putschisten koordiniert hatte, kandidieren auch zwei Vertreter der extremen Rechten. Die drei anderen Kandidaten sind Chi Hyun Chung, der für den Frente para la Victoria antritt, Feliciano Mamani, ein Bergarbeiterführer, der an der Spitze von Pan-Bol steht, sowie der rechte Militär Ismael Schabib, der für die Acción Democrática Nacionalista (ADN), die Partei des ehemaligen Diktators Hugo Banzer, kandidiert. Am Wochenende zuvor war der Versuch gescheitert, eine Einheitsfront gegen den MAS von Evo Morales zu bilden. Dieser wird am 3. Mai für den Sitz eines Senator für das Departamento Cochabamba kandidieren. Bei der jüngsten Umfrage, deren Ergebnisse letzte Woche präsentiert wurden, lag Arce (MAS) mit 26 Prozent vorn, gefolgt von Mesa und Camacho mit je 17 Prozent. Áñez erhielt 12 Prozent, während Chi und Quiroga mit sechs bzw. drei Prozent hinten lagen. Der wahrscheinlich notwendige zweite Wahlgang soll am 14. Juni stattfinden. Zuvor, am 3. April, wollen sich die Gegner von Evo Morales treffen, um erneut über die Bildung einer Einheitsfront zu beraten. Massive Kritik an der amtierenden Regierung rief das Vorgehen der bolivianischen Sicherheitskräfte gegen zwei MAS-Politiker am vergangenen Samstag hervor. César Navarro, ehemaliger Bergbauminister, und Pedro Damián Dorado, ehemaliger Vizelandwirtschaftsminister, waren im Beisein der Botschafter der EU und Mexikos verhaftet worden, obwohl ihnen freies Geleit für ihren Flug ins Exil nach Mexiko zugesagt worden war. Erst nach internationalen Protesten kamen die Inhaftierten wieder frei. Der Vorfall zeigt, welche Anstrengungen die Gegner von Evo Morales unternehmen, um dessen Anhänger unter Druck zu setzen und zu behindern. (Bild: Quetzalredaktion_pg).

Kolumbien/USA: Durchführung militärischer Übungen in Namen der Demokratie

Noticias_Kolumbien_USA_Bild_Quetzal-Redaktion_gcVergangene Woche führten Einheiten der kolumbianischen und US-amerikanischen Streitkräfte gemeinsame Übungen auf kolumbianischem Gebiet durch. Die Manöver erfolgten im Anschluss an ein Treffen des US-Staatsministers Mike Pompeo mit dem venezolanischen Oppositionsführer Juan Guadió in Bogotá. Bei dem Gespräch, das im Rahmen einer regionalen Konferenz über den Kampf gegen den Terrorismus stattfand, hatte Pompeo dem selbsternannten Präsidenten Venezuelas die Unterstützung Washingtons zugesichert, um den Rücktritt von Präsident Nicolás Maduro zu erzwingen. Die auf der kolumbianischen Militärbasis Tolemaida durchgeführte Übung wurde neben Pompeo und dem neuen US-Botschafter, Philip Goldberg, von Vertretern der brasilianischen Armee beaufsichtigt. Goldberg, der seit vergangenem September in Bogotá tätig ist, war bereits 2008 vom damaligen Präsident Boliviens, Evo Morales, ausgewiesen und wegen Verschwörung gegen die bolivianische Regierung zur „Persona non grata“ erklärt worden. Die USA sind zurzeit in über 170 Ländern militärisch präsent – einschließlich Kolumbien und Brasilien. Auch wenn ein Streifzug durch die Geschichte Lateinamerikas im 20. Jahrhundert das militärische Engagement Washingtons für die Rechtsstaatlichkeit und die Schaffung des Friedens infrage stellt, begründete die kolumbianische Regierung die Maßnahme mit der Notwendigkeit, die vor internationalen kriminellen Organisationen gefährdete Demokratie zu stärken. (Bild: Quetzalredaktion_gc).

Leipziger MittwochsATTACke diskutiert über den Putsch in Bolivien

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Laut Verfassung seines Landes hätte Evo Morales sein Amt als Präsident Boliviens bis zum 22. Januar 2020 ausüben sollen. Warum und unter welchen Umständen er dieses Mandat vorzeitig aufgeben musste, wurde am selben Tag in Leipzig diskutiert. Wie jeden letzten Mittwoch im Monat fand in der Schaubühne Lindenfels ...

Mesoamerika: Weltweit die gefährlichste Region

Noticias_Mexiko-Stadt_Foto Quetzal-Redaktion_pablo arocaZentralamerika führt seit Jahren die globale Statistik der Gewalt an. Obwohl der Isthmus nicht zu den Kriegsgebieten gehört, sind dort in den letzten zwanzig Jahren fast 300.000 Menschen gewaltsam getötet worden. Mit 51 Morden je 100.000 Einwohner lag El Salvador 2018 an der Spitze, gefolgt von Honduras mit 40, Belize mit 35,9 und Guatemala mit 22,4. Während die Tötungsrate in den genannten Ländern seit 2016 fällt, ist sie in Mexiko, das zusammen mit seinen südlichen Nachbarn zu Mesoamerika zählt, angestiegen. Mit 34.582 Morden war dort 2019 das gewalttätigste Jahr seit dem Beginn der statistischen Erfassung 1997. 2018 lag die entsprechende Zahl noch bei 33.369, was einer Mordrate von 25,8 Prozent entspricht. Damit hat Mexiko den zentralamerikanischen Durchschnitt von 23,7 übertroffen. Ähnliche Werte weisen auch Brasilien und Kolumbien mit jeweils 25 Tötungen je 100.000 Einwohner auf. Vor El Salvador, das im lateinamerikanischen Vergleich der Mordraten 2018 auf Platz zwei kam, liegt nur noch Venezuela mit einem Wert von 81,4. Hinter dieser Zahl verbergen sich 24.047 Menschen, die gewaltsam ums Leben gekommen sind. (Bild: Quetzalredaktion_pabloaroca).

Onetti, Juan Carlos: Die Werft

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Zu guter Letzt ist das Scheitern vollkommen: Larsen, der Held des abschließenden Bandes von Juan Carlos Onettis Santa-María-Trilogie stirbt, ohne seine ehrgeizigen Ziele auch nur ansatzweise umgesetzt zu haben. Doch selbst dieses Scheitern scheint dem Autor nicht ausreichend zu sein, lässt er seinen Protagonisten ...