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Politik und Kultur in Lateinamerika

Suchergebnisse für "buen vivir"

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Argentinien: G20-Vorbereitungstreffen fand in Buenos Aires statt

G20_Logo_Bild_g20_PressAnfang dieser Woche endete ein Treffen der Mitgliedstaaten der Gruppe der 20 in Buenos Aires. Die Zusammenkunft diente als Vorbereitung für den nächsten G20-Gipfel, der im kommenden November in der argentinischen Hauptstadt stattfindet wird. In der G20, welche aus dem Zusammenschluss aus 19 Staaten und der Europäische Union besteht, sind die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer vertreten. Unter den Themen, die die AußenministerInnen der Mitgliedstaaten in Buenos Aires diskutierten, ragten die am Sonntag stattgefundenen Präsidentschaftswahlen in Venezuela besonders heraus. Bei den Wahlen wurde Präsident Maduro mit mehr als 67 Prozent der Stimmen als Präsident bis 2025 wiedergewählt; Oppositionsführers Falcón kam auf ca. 21 Prozent. Das Wahlergebnis wird jedoch von sechs Ländern (Argentinien, Australien, Chile, Kanada, Mexiko und die USA) als unrechtmäßig bezeichnet, weshalb Sanktionen gegen die Regierung von Nicolás Maduro vorgeschlagen wurden. Allerdings kritisierten mehrere Länder stark die protektionistische Politik der USA. Es bestand ein weitgehendes Einvernehmen darüber, dass sich die Maßnahmen der US-Regierung gegen den Multilateralismus richten, welcher einen bedeutenden Weg für die Entwicklung darstelle. Für den G20-Gipfel im November sind, nach der Erfahrung des Hamburger Gipfels, abermals heftige Massenproteste zu erwarten (Bildquelle: G20_Argentinien_Press).

Nicaragua: Nationaler Dialog für Mittwoch angekündigt

noticia_nicaragua_Menschen_Dietlind von Poblozki_amDie katholische Kirche kündigte für Mittwoch, 16.Mai 2018, einen nationalen Dialog an. Das Treffen wird im Seminar Nuestra Señora de Fátima in Managua stattfinden. Die Ankündigung erfolgte, nachdem die nicaraguanische Regierung Vertreter der Interamerikanischen Kommission für Menschenrechte nach Nicaragua eingeladen hat, um die Gewaltakte gegen die von der geplanten Rentenreform ausgelösten Proteste zu untersuchen. Bei den seit dem 18. April anhaltenden Auseinandersetzungen wurden mehr als 50 Menschen getötet. Kardinal Brenes betonte, dass die Bedingungen für den Dialog nicht die besten seien. Ziel des Dialogs muss es sein, institutionelle Veränderungen im Land anzustoßen, um den Weg für die Demokratie zu ebnen. Dafür seien grundlegende Vereinbarungen nötig, die in konkrete Entscheidungen münden müssten. Unbedingte Voraussetzung des Dialogs, so heißt es in der Erklärung, sei die Aussetzung der Gewaltakte und Plünderungen (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, Dietlind von Poblozki / am).

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Aus Sorge um die Entwicklung in ihrem Heimatland rufen in Halle an der Saale lebende Nicaraguaner für den 19.5.2018 ab 14 Uhr zu einer Demonstration auf dem Marktplatz der Stadt auf.

Guevara, Ernesto Che: Episoden aus dem Revolutionskrieg

Gelesen_Che_Revolutionskreig_CoverZu Beginn ist eine grundlegende Feststellung vonnöten: Das ist kein Tagebuch! Auch wenn das Buch inzwischen, in erweiterter Fassung, bei Kiepenhauer & Witsch als „Kubanisches Tagebuch“ verkauft wird. Vor mir liegt die Erstausgabe von Reclam Leipzig aus dem Jahre 1978, die allerdings die zweite Ausgabe in deutscher Sprache war. Bereits 1969 erschienen bei Rowohlt die „Aufzeichnungen aus dem kubanischen Befreiungskrieg 1956-1959“ ...

Chile: Regularisierungkampagne von irregulären ImmigrantInnen

Chile: Warteschlange bis vor den Eingang der Ausländerbehörde in Santiago - Foto: Quetzal-Redaktion, Christine SchnichelsPer Dekret verordnet findet zurzeit eine außerordentliche Regularisierung von bis zu 300.000 ImmigrantInnen statt. Damit soll der illegale Aufenthalt unterbunden und den ImmigrantInnen die Möglichkeit gegeben werden, reguläre Arbeit zu finden und mehr Rechte zu erhalten. Neben viel Lob wird an der Initiative kritisiert, dass die vorherige Aufklärungsphase für die MigrantInnen zeitlich nicht ausgereicht habe, um sich vorab ausreichend zu informieren. Zudem würden die ohnehin schon schlechten Zustände in den Zentren der Ausländerbehörde nun noch chaotischer werden: Platzmangel, extrem lange Warteschlangen noch bis mehrere Hundert Meter vor dem Gebäude und stundenlanges Warten teilweise im Stehen belasten vor allem Schwangere, Senioren und Kinder. Die Regierung unter Präsident Piñera, der sich bereits vor seiner Amtszeit für eine Verschärfung des Immigrationsgesetzes ausgesprochen hat, ist derzeit dabei, das veraltete Ausländer- und Migrationsgesetz aus dem Jahr 1975 zu reformieren. Denn seit Jahren kommen immer mehr Menschen nach Chile, und die Regierung schätzt, dass sich mittlerweile rund eine Million ImmigrantInnen im Land befinden, welche einen Anteil von 5,5% an der Gesamtbevölkerung ausmachen. Insbesondere kommen zahlreiche HaitianerInnen (verstärkt seit dem dortigen Erdbeben 2010) und VenezolanerInnen (vor allem wegen der politischen Krise im Land), so dass nun für beide Länder besondere Visa „aus humanitären Gründen“ (Haiti) und „aus demokratischer Verantwortung“ (Venezuela) in Kraft treten werden. Insgesamt zielen die neuen Gesetze damit nicht nur auf eine dringende bürokratische Modernisierung ab, sondern auch auf eine dauerhafte Verschärfung, um die zukünftige Immigration stärker zu kontrollieren und zu reduzieren (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, cs).

NAFTA und die Folgen (III)
Wer hat ein Interesse an der „Mesoamerikanisierung“ Zentralamerikas?

Guatemala_Bild_Redaktion_pgDas Konzept von Mesoamerika geht auf Paul Kirchhoff zurück (Kirchhoff 1960). In einem 1943 publizierten Artikel begründete er seine Auffassung, dass zum Zeitpunkt des Kontaktes mit den Spaniern das Gebiet zwischen den Reichen der Azteken und Tarasken im Norden und den Stadtstaaten der Maya im Süden Teil eines einheitlichen Kulturraum bildete, dem er den Namen „Mesoamerika“ gab. Dazu zählte er auch die südöstliche Peripherie ...

Kuba, Brasilien, Argentinien: Der erste Mai - Manifestation und Protest

Noticias_Erster_Mai_Bild_Redaktion_solebiasattiDer erste Mai stand in zahlreichen Ländern Lateinamerikas wieder im Zeichen von Demonstrationen und Umzügen. In Kuba wurden die schon traditionellen Massenmanifestationen begleitet von Solidaritätsbekundungen der Gewerkschaft mit Venezuela (Maduro), Nicaragua (Ortega, El Frente Sandinista de Liberación) und Brasilien (Lula da Silva). Die Regierung war u.a. präsent durch den neu eingesetzten Präsidenten Miguel Díaz-Canel, der sich für eine stärkere Überprüfung von Vertrags- und Finanzbeziehungen ausgesprochen hatte. In Brasilien verband sich die Demonstration des ersten Mai mit der Forderung für die Befreiung Lulas, die durch eine Petition der Gewerkschaftsführungen des Landes unterstrichen wurde. Außerdem verlangte die Menge eine Wirtschaftspolitik, die Arbeitsplätze und Rente ermöglicht und protestierte u.a. gegen Temers Arbeitsmarktreform. Auch in Argentinien wurden die ersten Mai-Paraden als Plattform politischer Unzufriedenheit ausgetragen. Die Organisationen Corriente Clasista y Combativa (CCC), Barrios de Pie und die Confederación de Trabajadores de la Economía Popular (CTEP) stellten sich “telesur” zufolge gegen die Politik des Präsidenten Mauricio Macri. Insbesondere wurden die Forderungen nach mehr Lohn, Entlassungsstopp und dem Ende der Tariferhöhung laut (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, solebiasatti).

Víctor Montoya – Microcuentos – Teil 10

kultur_montoya_Microcuentos10-1_Edwin_EschweilerEr lebte und starb unter schallendem Gelächter. Tiefenstrukturen der Sprache. Es war einmal ein Wurm. Der Wurm war im Apfel, der Apfel war in der Obstschale, die Obstschale war auf dem Tisch, der Tisch war im Esszimmer, das Esszimmer war in dem Haus, das Haus war in der Straße, die Straße war in dem Viertel, das Viertel war in der Ortschaft, … Jäger der Wörter... Der Schriftsteller ist ein wahrer Jäger der Wörter. Seine Jagdgründe sind die Synonymen- und Antonymennachschlagewerke. Sobald er den treffenden Ausdruck aufgespürt hat, legt er an und streckt ihn ...

Nicaragua: Premio Cervantes 2017 an Sergio Ramírez überreicht

Nicaragua_Sergio_Ramirez_Bild_Centroamérica_cuentaIn Madrid wurde vorgestern der Cervantes-Preis, der bedeutendste Literaturpreis der spanischsprachigen Welt überreicht. Prämiert wurde mit dem Nicaraguaner Sergio Ramírez erstmals ein Autor aus Mittelamerika. Ramírez‘ Werk, begründete die Jury im November 2017, spiegele die „Lebendigkeit des Alltags wider, die Wirklichkeit in ein Kunstwerk verwandelt". Es verbinde die Erzählung und die Poesie mit der Strenge des Beobachters und des Schauspielers. Die Bücher des Nicaraguaners wurden in 17 Sprachen übersetzt, sein Werk umfasst Erzählungen und Romane ebenso wie Zeitungskolumnen. Doch Ramírez prägte sein Land nicht nur als Autor, sondern auch als Politiker. Nach dem Sieg der Sandinisten hatte er wichtige politische Ämter inne, von 1985 bis 1990 war er unter Ortega Vizepräsident. 1995 verließ er die FSLN aus Protest gegen den Kurs der Partei und gründete eine eigene Partei, den Movimiento Renovadora Sandinista (MRS). Angesichts der massiven Proteste in seinem Land, die sich an der geplanten Rentenreform entzündeten, aber zunehmend das System Ortega angreifen, erinnerte der Schriftsteller an diejenigen, die getötet wurden, weil sie für Gerechtigkeit und Demokratie kämpfen. Er widmete seinen Preis den „Tausenden Jugendlichen, deren Waffen nur Ideale sind und die dafür kämpfen, dass Nikaragua wieder eine Republik wird“ (Bildquelle: centroamerica_cuenta).

Brasilien: Lula da Silva tritt unter breiter Solidarität seine Haft an

Noticias_Brasilien_Bild_Quetzal-Redaktion_gcDer ehemalige Präsident Brasiliens, Luiz Inácio Lula da Silva, bleibt auch nach seinem Haftantritt am 07. April 2018 der Favorit in den Wahlumfragen. Seine Verurteilung zu 12 Jahren und einen Monat Haft aufgrund des sogenannten „Autowaschanlagenskandals“ wird stark angeprangert. Nicht nur Dilma Rouseff und die Mitglieder seiner Arbeiterpartei sehen ihn als Opfer; sein Fall wurde auch vor die UNO getragen. Die Menschenrechtskommission merkte an, dass die Strafverfolgung von unethischen Methoden und materiellem Beweismangel belastet sei. Außerdem sorgt die Tatsache im Volk für Empörung, dass Lula so schnell verurteilt wurde. Tatsächlich wurde im Zuge seines Haftantritts die große Solidarität für ihn deutlich. So hatten linksgerichtete Anhänger und Gewerkschaftsmitglieder zwei Tage lang einen menschlichen Schild rings um das Hauptquartier der Metallarbeitergewerkschaft in São Bernardo do Campo gebildet, um Lulas Selbstauslieferung zu verhindern. In seiner Rede kurz vor dem Haftantritt begründete Lula, dass er an die Justiz glaube und die Gelegenheit nutzen wolle, um offiziell seine Unschuld zu beweisen. Wie Lula erklärte, werde seine Beziehung zum brasilianischen Volk trotz allem immer stärker. Umgekehrt ist die Unterstützung für Lula an Demonstrationen sichtbar. Vor dem Polizeipräsidium in Curitiba, wo er seine Haft antreten soll, hatten sich ebenfalls Protestierende versammelt. Auch in ganz Lateinamerika bekundeten Organisationen und Politiker ihre Solidarität für den Kandidaten der Arbeiterpartei (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, gc).

Impromptus

dialogando_Avendaño2-Quetzal_Redaktion_gtEres el hombre que amo. Este amor hacia ti es terreno: no es el hijo indeseado del capricho,

tampoco el substituto forzoso o inevitable a la soledad personal o la desidia.

Preciso, requiero, urjo, exijo, pido de ti. Y, no dependo de ti.

Me faltas, si no estás junto a mí —y, confieso, a veces me faltas muchísimo,

si estás ausente del espacio en cuyo interior sucedo enteramente ...