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Guatemala: Internationale Gemeinschaft warnt vor Amnestiegesetz
Die internationale Gemeinschaft verstärkt ihre Bemühungen, die endgültige Annahme eines Gesetzes zu verhindern, welches eine Amnestie für Militärs und Ex-Guerilleros vorsieht, die für Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantwortlich sind. Dieses Gesetz, initiiert von Manuel Conde und Fernando Linares vom ultrakonservativen PAN (Partido de Avanzada Nacional), unterläuft die Bestimmungen des Friedensabkommens aus dem Jahr 1996. Damals einigten sich die Konfliktparteien nach fast vier Jahrzehnten Bürgerkrieg auf die Einrichtung einer Wahrheitskommission und eine Generalamnestie, von welcher Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord aber ausgenommen waren. Die angestrebte Amnestie, deren Annahme im Kongress noch aussteht, würde 42 hohen Offizieren und einem Ex-Guerillero zugutekommen, die bereits einschlägig verurteilt wurden. Weitere 4.000 Angehörige der Sicherheitskräfte und 87 Guerillakämpfer, die noch auf ihre Prozesse warten, würden ebenfalls amnestiert. Das, so Kommentatoren, sei nicht nur „ein Schlag für alle Opfer des bewaffneten Konflikts“, sondern verstoße auch gegen die guatemaltekische Verfassung und internationale Menschenrechtsabkommen. Der Entwurf des sogenannten Versöhnungsgesetzes reiht sich ein in eine Politik zur Durchsetzung von Straflosigkeit sowohl von schwersten Verbrechen während des Bürgerkriegs als auch von Korruption im Land. So leitete der Kongress im Januar Vorverfahren gegen drei Richter des Obersten Gerichtshofs ein, die für ihren Kampf gegen die Korruption bekannt sind, und Präsident Morales versucht nach wie vor, die Internationale Kommission gegen die Straflosigkeit in Guatemala (CICIG) aus dem Land zu treiben (Bildquelle: University of Texas at Austin).
Ernesto Che Guevara in der Erinnerungskultur Argentiniens – Teil III

Ernesto Che Guevara zählt zweifelsohne zu den herausragenden Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. QUETZAL stellt hier den letzten von drei Teilen eines Beitrages vor, der erstmals einen Überblick über die Erinnerungskultur Argentiniens in Bezug auf Ernesto Che Guevara vermittelt ...
Venezuela: Krisensituation durch Stromausfall verschärft
Seit dem 07. März 2019 hat die venezolanische Bevölkerung unter den tragischen Folgen eines verheerenden Stromausfalls zu leiden. Hervorgerufen wurde die Katastrophe durch Schäden am größten Stromkraftwerk des Landes, der Central Hidroeléctrica Simón Bolívar („El Guri“). Achtzig Prozent der landesweiten Energie werden dort normalerweise produziert. Mit dem Versagen des Stromnetzwerks können mehrere Krankenhäuser ihre Patienten nicht mehr versorgen, Lebensmittel verfallen, da Kühlschränke nicht mehr funktionieren und die Wasserversorgung wird immer eingeschränkter, weshalb einige Einwohner sogar auf verschmutztes Wasser zurückgreifen müssen. Noch dazu ist die Metro als wichtigstes öffentliches Verkehrsmittel lahmgelegt. Festnetz wie Handy sind nicht mehr zu gebrauchen. Die zwei politischen Lager schreiben sich gegenseitig die Schuld an der Krise zu (Bildquelle: Quetzal-Redaktion_solebiasatti).
Ernesto Che Guevara in der Erinnerungskultur Argentiniens – Teil II

Ernesto Che Guevara zählt zweifelsohne zu den herausragenden Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. QUETZAL stellt hier den zweiten von drei Teilen eines Beitrages vor, der erstmals einen Überblick über die Erinnerungskultur Argentiniens in Bezug auf Ernesto Che Guevara vermittelt ...
Chile: Weitere Proteste gegen die Transpazifische Partnerschaft TPP 11
Seit der Veröffentlichung des Handelsabkommens Transpazifische Partnerschaft TPP 11 (Transpacific Partnership / Tratado Transpacífico) im Jahr 2015 bildeten sich bereits Widerstandskampagnen. Trotz allem wurde das Dokument am 08. März 2018 ratifiziert. Am 16. Januar 2019 nahm die Comisión de Relaciones Exteriores (Kommission für internationale Beziehungen) die TPP im Kongress mit zehn Ja-Stimmen, zwei Nein-Stimmen und einer Enthaltung an. Die Angelegenheit wurde innerhalb eines Tages abgehandelt; die Abstimmung so schnell wie möglich ohne breitere öffentliche Debatten durchgeführt. Am 05. März 2019 liegt die Entscheidung bei der Comisión de Hacienda (Finanzkommission). Befürworter innerhalb der Regierung von Michelle Bachelet heben das Abkommen wegen der internationalen Reichweite (aktuell 11 Partnerstaaten) hervor und betonen einzelne Elemente, womit gegen Korruption vorgegangen werden könnte. Gegner im Parlament weisen darauf hin, dass erstens über die TPP nicht ausreichend Transparenz herrsche und zweitens die vorgesehene Privatisierung von Saatgut indigenen Völkern schaden könne. Eine Vielzahl von sozialen Organisationen warnen außerdem vor einer Reihe negativer Konsequenzen: Das Abkommen beschränke die Menschenrechte auch im Bereich Arbeit, Gesundheitswesen und Ernährungssouveränität. Da die TPP übergreifende Standards etwa zu Umweltregelungen und zum geistigen Eigentum einführen will, wird die Beschränkung der nationalen Souveränität der einzelnen Länder durch transnationale Unternehmen befürchtet. Besondere Kritik betrifft dabei das Verbot der Einführung von Generika. Trotz des Rückzugs der USA im Jahr 2017, hielten die Vereinigten Staaten laut der Organisation Fundación Equidad 2018 immer noch das Monopol beim Medikament Nusinersen. Demonstrierende machten auf das Risiko aufmerksam, dass Gesundheit und Medikamente so in den Händen einiger weniger privatwirtschaftlicher Vertreter bleiben. Seit Montag, den 04. März 2019 wurden in mehreren Städten Chiles Protestbewegungen mobilisiert (Bildquelle: Quetzal-Redaktion_solebiasatti).
Dürr, Eveline/ Kammler, Henry (Hrsg.): Einführung in die Ethnologie Mesoamerikas

Wie dem Titel des Buches zu entnehmen ist, handelt es sich um ein Handbuch, das dem Leser eine Einführung in die indigenen Kulturen Mesoamerikas verspricht. Inwieweit dieser hohe Anspruch von den Herausgebern und Autoren umgesetzt worden ist, lässt sich an drei Maßstäben festmachen: Struktur, Umfang und Inhalt. Die 600 Seiten sind ...
Brasilien: Presse erhält erstmals Zugang zum abgebrannten Museo Nacional de História
Laut dem Nachrichtenportal "Nodal Cultura" am 14.2.2019 erhielten Journalist_Innen, u.a. der Folha de Sao Paulo, Sao Paulo, erstmals Zugangs zu den Ruinen des abgebrannten Nationalem Museums für Geschichte in Rio de Janeiro. Das Museum brannte im September 2018 nahezu bis auf die Grundmauern ab. Heute, so die Presseleute, steht lediglich noch das Erdgeschoss, während der zweite und der dritte Stock des zweihundert Jahre alten Gebäudes eingestürzt ist. Seit vier Monaten laufen derweil die Sicherungsmaßnahmen an den verbleibenden Resten. Die Betreiberin des Museums, die Universidade Federal do Rio de Janeiro (UFRJ), hat noch im September 2018 eine Baugesellschaft damit beauftragt, die kahlen Wände und Reste der Decken- und Treppen mit Baugerüsten zu sichern. Wissenschaftler_Innen der UFRJ können so die ehemaligen Ausstellungsräume inzwischen wieder ohne zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen betreten und haben bereits damit begonnen, verbliebene Exponate sicherzustellen. Bis heute konnten ca. 2.000 Exponate oder Bruchstücke solcher sichergestellt werden. Vor dem Brand registrierte das Museum 20 Millionen Exponate, inklusive der vom Brand verschonten Stücke. Bis März sollen die provisorischsten Sicherungsmaßnahmen fertiggestellt sein sowie ein provisorisches Dach installiert werden. Der Direktor des Museums, Alexander Kellner, kündigte eine Ausstellung mit den bisher geretteten Exponaten noch "in diesem Semester" an. Derweil wurde am 12. Februar im brasilianischen Abgeordnetenhaus eine vorläufiges Dekret zur Schaffung einer Agentur, die die Wiederherstellung des Museums koordinieren sollte, abgelehnt. Abgeordnete drückten aus, dass die Schaffung einer solchen Agentur nicht im Interesse der Regierung von Jair Bolsonaro läge, sodass sie gar nicht erst zur Abstimmung gebracht worden war.
Ernesto Che Guevara in der Erinnerungskultur Argentiniens – Teil I

Ernesto Che Guevara zählt zweifelsohne zu den herausragenden Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Viele Menschen aus aller Welt identifizieren sich mit dem Argentinier, um entweder ihren Widerstand gegen das hegemoniale System oder ihre Unzufriedenheit mit dem Status quo zum Ausdruck zu bringen. In Argentinien ...
Venezuela: Fakten zur Flüchtlingskrise
Nach Angaben der kolumbianischen Einwanderungsbehörde befanden sich zum Jahresende 2018 1.174.743 Venezolaner im Nachbarland, davon 479.247 ohne legalen Status. Zugleich ist Kolumbien mit 7,7 Millionen das Land mit den weltweit meisten Binnenflüchtlingen. Das UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) geht davon aus, dass seit 2015 insgesamt 2,3 Millionen Menschen Venezuela verlassen haben, womit insgesamt drei Millionen migriert sind (davon 2,4 Millionen innerhalb Lateinamerikas und der Karibik). Hauptursachen sind die hohe Gewaltkriminalität und die sich zuspitzende Krise im Herkunftsland. Die Auswanderung aus Venezuela hatte im August 2018 mit 18.000 Menschen pro Tag ihren Höhepunkt erreicht und sank bis Jahresende auf 5.000. Weltweit sind im letzten Jahr von venezolanischen Bürgern mehr als 234.000 Asylanträge gestellt worden. Nach Angaben einer Studie von 2017 (Encuesta sobre las Condiciones de Vida en Venezuela – ENCOVI) kommen 60 Prozent der Migranten aus Großstädten und etwa die Hälfte gehört zu den begüterten Schichten der Bevölkerung. Gemessen an der Zahl der 2017 gestellten Asylanträge befinden sich zwei lateinamerikanische Länder unter den Top 20. Neben Venezuela zählt noch das zentralamerikanische El Salvador dazu. Außerdem gehören zur genannten Spitzengruppe sieben afrikanische, neun asiatische und zwei europäische Länder (Albanien und Ukraine). Gemessen an den Asylanträgen pro Millionen Einwohner liegen Venezuela mit 3.480 und El Salvador mit 3.461 nach Eritrea (8.291), Syrien (6.405), Burundi (3.691) und Afghanistan (3.512) auf den Plätzen fünf und sechs (Angaben unter: https://www.laenderdaten.info/fluechtlinge-nach-laendern.php). Sollte es in Venezuela – wie von US-Präsident Trump angedroht – zu einer militärischen Invasion kommen, dann dürfte die daraus erwachsende Katastrophe die derzeitige Krise weit in den Schatten stellen (Bildquelle: UNHCR_Presse).
„Stopp!“ – Kein Wasser verschwenden in Kolumbien

Individuen oder Industrien, die das erlaubte Limit an Wasserkonsum überschreiten, müssen mit Geldstrafen rechnen, so die Regierung. Diese Maßnahme wurde eingeführt, um das Wetterereignis El Niño abzuschwächen, das sich bis in den April hinziehen könnte. Einwohner von 313 Gemeinden hatten während des El Niño im Zeitraum zwischen 2015 und 2016 Wasserunterversorgung gemeldet. Nun wollen sie das gleiche Elend nicht noch einmal ...