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Politik und Kultur in Lateinamerika

Suchergebnisse für "buen vivir"

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Chile: 45 Jahre nach der Ermordung Víctor Jaras

Chile: Das Grab Victor Jaras in Santiago - Foto: Quetzal-Redaktion_sscVor 45 Jahren wurde der Víctor Jara von Armeeoffizieren seines eigenen Landes ermordet. Der chilenische Musiker, Komponist, Dramaturg und Dozent war unmittelbar nach dem Staatsstreich, der am 11. September 1973 die Regierung der Unidad Popular von Salvador Allendes stürzte, entführt und ins Stadion der Hauptstadt gebracht worden. Das Stadion, das seit 2003 den Namen Víctor Jaras trägt, wurde in ein KZ umgewandelt, wo tausende Anhänger Allendes in Gefangenschaft gehalten wurden. Aufgrund seines politischen Engagements wurde Jara besonders gequält und schließlich erschossen. Seine sterbliche Überreste wurden unmittelbar nach der Ermordung aufgefunden und identifiziert. Víctor Lidio Jara Martínez, der aus bescheidenen Verhältnissen kam, wurde 1932 geboren. Als Musiker hinterließ er ein umfassendes Werk darunter acht Studio- und sechs Liveaufnahmen, sowie mehrere posthum erschienene Alben, das Generationen politisch engagierter Menschen auf der ganzen Welt prägte. Als Künstler, Mitglied der Kommunistischen Partei Chiles und Kulturbotschafter der Regierung Allendes engagierte er sich für eine gerechtere Welt. Ein chilenisches Gericht befand im vergangenen Juli acht ehemalige Militäroffiziere, die an seiner Ermordung beteiligt waren, für schuldig und verurteilte sie zu achtzehnjähriger Gefängnisstrafe. 2013 war ein anderer ehemaliger, in die USA geflüchteter Offizier der Streitkräfte, von einem US-Gericht zur Zahlung einer Entschädigung an die Familia Jara verurteilt worden. Nach offiziellen Angaben wurden während der Diktatur von General Pinochet (1973-1990) ca. 40.000 Menschen entführt, von denen über 3.000 umgebracht wurden. Die meisten von ihnen gelten bislang als verschwunden (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ssc).

Paraguay: Biennale der Fotografie in Asunción

Paraguay: Biennale der Fotografie in Asunción, Pablo Piovano - Foto: Julián Roldán, FNPIDer Verein El Ojo Salvaje veranstaltet derzeit bereits die 6. Biennale der Fotografie in der paraguayischen Hauptstadt Asunción. In Kulturzentren, Galerien und auf öffentlichen Plätzen werden die Werke von Fotografen aus Paraguay und anderen Ländern gezeigt; dabei sind in diesem Jahr u.a. Luis Vera aus Paraguay, die Argentinier Pablo Piovano und Walter Astrada, die Ecuadorianerin Isadora Romero, der Katalane Jordi Ruiz Cirera sowie Francene Keery und Daniella Zalcman, die Gründerinnen von Women Photograph aus den USA. Die ausgestellten Fotos widmen sich in diesem Jahr dem Thema „Erde“; sie „nähern sich der Nutzung, dem Besitz und der Verteilung von Land in Paraguay und der Welt aus verschiedenen Perspektiven an“, betont David Marcelo Sandoval, der Präsident von El Ojo Salvaje. Den Auftakt der 15 Ausstellungen macht Pablo Piovano aus Argentinien mit seiner mehrfach prämierten Serie über die Folgen des Einsatzes von Agrargiften für die Menschen. Weiterhin werden die Auswirkungen der Umweltzerstörung auf die indigene Bevölkerung gezeigt (Vera, Romero), und Jordi Ruiz Cirera widmet seine Fotos der „Vereinigten Soja-Republik“. Jedes Foto, so der Präsident von El Ojo Salvaje, verbirgt eine einzigartige Geschichte, die darauf wartet, der Öffentlichkeit gezeigt zu werden (Bildquelle: Julián Roldán, FNPI_).

Für Interessenten: Der Kehrer Verlag Heidelberg brachte bereits im letzten Jahr den Band „El Costo Humano de los Agrotóxicos“ mit den Bildern von Pablo Piovano heraus.

Kuba: Vor 65 Jahren begann die Revolution

Kuba: Vor 65 Jahren begann die Revolution - Foto: Quetzal-Redaktion, pgAm 26. Juli 1953 scheiterte der Versuch, die Moncada-Kaserne in Santiago de Cuba einzunehmen. Auch wenn es damals nicht zur nationalen Erhebung gegen die Batista-Diktatur kam, konnten die Rebellen der „Bewegung des 26. Juli“ fünf Jahre, fünf Monate und fünf Tage später in der Hauptstadt Havanna den militärischen Sieg der Revolution feiern. Wie seitdem jedes Jahr gedachte die kubanische Staats- und Parteiführung mit einem zentralen Festakt in Santiago de Cuba des „Tages der Nationalen Erhebung“. Im innenpolitischen Teil seiner Rede ging Raúl Castro, erster Sekretär der Kommunistischen Partei, vor allem auf die laufende Diskussion über eine neue Verfassung ein und würdigte die Verdienste der Einwohner der Provinz im Süden Kubas als beispielhaft für die Entwicklung des Landes. Mit Blick auf Lateinamerika sicherte er den Brudervölkern Venezuelas und Nicaraguas ebenso wie Luiz Inácio Lula Da Silva, dem inhaftierten Vorsitzenden der brasilianischen Arbeiterpartei, die Solidarität Kubas zu. In einer Zeit, in der US-Präsident Donald Trump unter Berufung auf die fast 200 Jahre alte Monroe-Doktrin die volle Wiederherstellung der Hegemonie Washingtons über die westliche Hemisphäre anstrebt, sei die Festigung der Einheit Lateinamerikas dringender denn je. In Erinnerung an Fidel Castro zeigte sich dessen Bruder Raúl zuversichtlich, dass Kuba dessen Vermächtnis auch in Zukunft erfüllen werde (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, pg).

Che. Der private Blick: Ein Film von Jana von Rautenberg

Rezensionen_che_der-private_Blick_Quetzal-Redaktion,gtIch mag Filme (oder auch Bücher) nicht, in denen von jemandem gesagt wird, er behaupte etwas, ohne dass belegt wird, warum er nur behauptet und nicht etwas sagt oder erklärt. Meine Erfahrung ist, dass es sich in diesen Fällen ihrerseits meist um bloße Behauptungen handelt, die von den Autoren nur schwerlich belegt werden können. Aber das ist wohl auch gar nicht ...

Uruguay: Neue Gesetze und das liebe Geld

Uruguay: Neue Gesetze und das liebe Geld - Foto: Quetzal-Redaktion, tejeDer Vertreter einer Selbsthilfeorganisation von Familienangehörigen psychisch Kranker nannte es ein Verbrechen, dass die Regierung zu wenig Geld bereitstelle, um das neue „Gesetz über psychische Krankheit“ adäquat umzusetzen. Dieses Gesetz war bereits im letzten Jahr einstimmig vom Parlament beschlossen worden, in dieser Woche wurde es von der Exekutive ergänzt. Mit dem „Ley de Salud Mental“, in dem Uruguay eigene Regelungen an internationale Bestimmungen anpasst, soll nicht zuletzt die Situation psychisch Kranker verbessert werden. Gemäß der Regulierung sind Gesundheitsdienstleister jetzt zu einer Meldung an die Gesundheitsbehörden verpflichtet, wenn psychisch Kranke länger als 45 Tage in Einrichtungen behandelt werden. Bei gerichtlich angeordneten Unterbringungen besteht die Pflicht, die Nationale Menschenrechtsinstitution zu informieren. Das Hauptproblem für die Umsetzung der neuen gesetzlichen Regelungen ist die Finanzierung. Diese Hürde teilt das Gesetz mit anderen, deren Anwendung ebenfalls durch mangelnde Ressourcen behindert wird: Das Gesetz über „Gewalt gegen Frauen“ benötigt die Schaffung von Fachgerichten, für die neue Strafprozessordnung braucht es einen Umbau der Justizorgane und auch dem Nationalen Pflegesystem zur Betreuung von Kindern, Menschen mit Behinderungen und Senioren – eines der wichtigen Themen im Wahlkampf von Präsident Tabaré Vázquez – mangelt es an ausreichender Finanzierung (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, teje).

Argentinien: Abkommen mit IWF stößt auf Protest

Macri_Foto Quetzal Redaktion_sole biasattiAm 09. Juli, dem Jahrestag der Unabhängigkeit Argentiniens von 1816, protestierten tausende von Demonstranten gegen das Abkommen der Regierung mit dem Internationalen Währungsfond (IWF). Die Menschenmassen in Buenos Aires rund um den Obelisken forderten wirtschaftliche Unabhängigkeit und sprachen sich gegen eine noch tiefere Verschuldung aus. Die instabile wirtschaftliche Lage des Landes ist bereits seit zwei Jahren ein wachsendes Problem. Vor allem die rasante Inflation setzt den Präsidenten Mauricio Macri schwer unter Druck. Im Juni unterzeichnete er in Kanada im Rahmen des G-7 ein Abkommen mit dem IWF über einen Kredit in Rekordhöhe von 50 Milliarden Dollar über drei Jahre. Allerdings ist diese Summe an die Bedingung des Finanzausgleichs im Jahr 2020 gekoppelt. Dadurch wird sich die Sparpolitik weiter ausweiten. Es herrscht die Befürchtung, dass die Provinzen am meisten betroffen sein werden. Darüber hinaus besteht Unzufriedenheit wegen starker Tarifsteigerung in den Bereichen Licht, Wasser und Gas. Außerdem wird erwartet, dass Zuschüsse in Transport, Energiewirtschaft, dem öffentlichen Dienst und Bauwesen gekürzt werden. Gewerkschaften fordern höhere Löhne, da der drastische Absturz des Peso Konsequenzen spüren lässt und Entlassungen in staatlichen und privaten Betrieben drohen. Die Mehrheit der Bevölkerung in Argentinien erinnert der IWF an die schwere Wirtschaftskrise von 2001 (Bilquelle: Quetzal-Redaktion, solebiasatti).

Víctor Montoya – Microcuentos – Teil 11

kultur_montoya_Microcuentos11-2_Edwin_Eschweiler-gtIch träumte, mit einer Frau im Bett zu sein, die, ohne mir ihr Gesicht zu zeigen oder ihren Namen zu verraten, bereit war, mich in die Geheimnisse ihres Körpers einzuweihen.

Ich strich ihr mit den Fingern das Haar aus dem Gesicht und entdeckte im schwachen Licht des Mondes, das durch das Fenster drang, dass sie nicht die gleiche war, mit der ich mein Leben teilte, sondern eine andere, die sich mir im Traum ebenso unterschwellig hingab, wie sich die Geheimnisse in der Erinnerung offenbaren ...

Mexiko: Historischer Sieg bei Präsidentschaftswahlen

Mexiko: Andrés Manuel López Obrador (zweiter von links) im Wahlkampf - Foto: RosarioEspEntsprechend der Wahlprognosen gewann der linkskonservative Andrés Manuel López Obrador (AMLO) von der „Bewegung der Nationalen Erneuerung“ (MORENA) mit 53,2 Prozent bei den Präsidentschaftswahlen am vergangenen Sonntag. Der ehemalige Regierungschef des Bundesdistriktes Mexiko-Stadt versprach einen radikalen Richtungswechsel im Umgang mit den dringenden Problemen im Land. López Obrador kündigte an, dass die Schwerpunkte seiner Amtszeit auf der Bewältigung der Drogenkriminalität und der Korruption sowie der Sicherheits- und der Wirtschaftspolitik liegen werden. Damit bricht in Mexiko eine neue Ära an; denn mit seinem Wahlsieg beendete López Obrador die seit fast hundert Jahren andauernde Dominanz von PRI und PAN. Der konservative Ricardo Anaya von der „Partei der Nationalen Aktion“ (PAN) kam auf nur 22,3 Prozent der Stimmen und der Regierungskandidat José Antonio Meade von der Partei der institutionellen Revolution (PRI) konnte lediglich 16,4 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Der Wandel macht sich auch in der Hauptstadt bemerkbar, wo mit Claudia Sheinbaum, einer Umweltpolitikerin aus López Obradors Lager, zum ersten Mal in der Geschichte des Landes eine Frau regieren wird (Bildquelle: RosarioEsp_).

Cierra los ojos, pálpame

dialogando_Jaramillo1-Quetzal_Redaktion_gt- Veo en ti la fuerza de la felicidad. No te envidio. Toma este libro, te lo mereces.- Me puso el libro contra el pecho y se marchó.

¿Por qué no habría de estar feliz? Era un día soleado, acababa de ganar una semana de vacaciones pagadas para dos personas en la playa y a quien invité acepto ir. ¡Por qué no habría de estar totalmente risueño aquella tarde! Pero aquel desconocido tuvo que dejarme el libro en el pecho ...