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"buen vivir"
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Víctor Montoya - Microcuentos - Teil 8
QUETZAL veröffentlicht exklusiv die deutsche Übersetzung einer weiteren Reihe von “Microcuentos” des bolivianischen Schriftstellers Víctor Montoya.
Bordellangelegenheiten
Sie hieß Frígida und dennoch – wer hätte das gedacht – hatte sie sich diesen Ruf als Teufelsweib erarbeitet, sagte die Puffmutter.
Das stimmt, bestätigte die jüngere Prostituierte. Ihr Name widersprach ihrem sexuellen Appetit; zudem verstand sie es, ihre Dienste mit tausend Wundern anzureichern.
Und wo ist sie jetzt?, fragte der Freier.
Sie ging nach Paris, änderte ihren Namen und wurde die Gattin eines arabischen Potentaten...
Ecuador: Lenín Moreno ist aussichtsreichster Kandidat für das Präsidentenamt
Ecuador befindet sich im Endspurt des Wahlkampfes für die Stichwahl um das Präsidentenamt am 2. April. Laut Meinungsumfragen ist Lenín Moreno von der regierenden Alianza País der aussichtsreichste Kandidat. Er käme demnach auf 52 Prozent der Wählerstimmen, auf seinen konservativen Gegner Guillermo Lasso (CREO-Suma) entfielen wohl nur 35 Prozent. Vor Vertretern der ausländischen Presse erläuterte der Kandidat der Alianza País gestern sein Regierungsprogramm und setzte sich dabei auch vom amtierenden Präsidenten Rafael Correa ab. Er betonte allerdings, dass seine Differenzen zu Correa vor allem im Regierungsstil lägen. Moreno setzt auf Dialog. Bereits als Vizepräsident war er dafür bekannt gewesen, dass seine Türe immer offen stand. „Mit mir kann man reden“, betonte er vor den Pressevertretern. Schwerpunkte für seine Regierungsarbeit setzt er im sozialen Bereich. Sein Ziel sei eine lebenslange Krankenversicherung für alle Ecuadorianer (Toda una vida). Darüber hinaus solle der Wohnungsbau gefördert werden. In Ecuador seien zwei Fünftel der Bevölkerung ohne Bleibe, weshalb der Bau von ca. 325.000 Wohnungen geplant sei. 121.000 davon sollen kostenlos für arme Familien zur Verfügung gestellt werden. Das Programm La casa para todos schaffe zudem 136.000 neue Arbeitsplätze. Moreno führte weiter aus, dass auch unter seiner Regierung die extraktivistische Politik fortgesetzt werde. Er kenne kein Land, das seine Bodenschätze nicht nutze, es werde künftig aber darauf geachtet, dass die „besseren internationalen Standards“ eingehalten werden (Bildquelle: Presidencia de la República del Ecuador, Eduardo Santillán).
Der Titicacasee kippt um
Ist der höchste schiffbare See noch vor dem biologischen und chemischen Tod zu retten?
Cusco – Machu Picchu – Titicacasee. Das ist die klassische Reiseroute von Peru-Touristen. Nur: Vielleicht fällt das letztgenannte Reiseziel bald aus. Denn dem auf über 3.800 Metern Höhe gelegenen See droht der Kollaps. Der Grad der Verschmutzung ist inzwischen so hoch, dass die 1,3 Millionen Bewohner an seinen Ufern ernsthafte Gesundheitsprobleme aufweisen, v.a. Magen-Darm-, Haut- und Nervenkrankheiten. Ganz zu schweigen von der Fauna des Sees. Tote Fische und Frösche zieren seine ...
Peru: Mehr als 70 Tote nach anhaltendem Starkregen und Überschwemmungen
Nach starken Regenfällen kam es in weiten Teilen Perus zu Erdrutschen, Schlammlawinen und Überschwemmungen, von denen bisher circa 643.000 Menschen betroffen sind. In Folge der Katastrophe sind nach Angaben des Nationalen Instituts für Zivile Verteidigung seit Dezember letzten Jahres über 140.000 Häuser zerstört oder beschädigt worden. Mindestens 78 Menschen verloren ihr Leben, 263 Menschen kamen mit Verletzungen davon. Nachdem zahlreiche Ortschaften und einige Städte von den Überschwemmungen heimgesucht worden sind, fürchten nun Millionen von PeruanerInnen um ihre Trinkwasserversorgung. Während in Trujillo, der drittgrößten Stadt des Landes, das Zentrum überspült wurde, traten in Lima Flüsse über die Ufer. Die Ortschaft Barba Blanca in der Provinz Huarochirí wurde fast vollständig von Schlamm und Geröll begraben, nachdem die Behörden die ungefähr 350 EinwohnerInnen in Sicherheit gebracht hatten. Zahlreiche Straßen sind blockiert, viele Brücken eingestürzt und Tausende Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Die Regierung unter Präsident Pedro Pablo Kuczynski rief in 811 (von insgesamt 2800) Distrikten den Notstand aus und stellte Soforthilfen von umgerechnet 720 Millionen Euro zur Verfügung, um die Aufräumarbeiten und den Wiederaufbau zu ermöglichen. Mittlerweile sind auch Hilfsgüter aus einigen südamerikanischen Nachbarländern eingetroffen. Die überdurchschnittlichen Regenfälle werden auf das globale Klimaphänomen „El Niño“ zurück geführt, welches an der Pazifikküste Perus eine Erhöhung der Temperatur des Oberflächenwassers um bis zu fünf Grad zur Folge hat. In der von den aktuellen Regenfällen betroffenen Küstenregion Perus herrscht normalerweise ein arides Klima, das geprägt ist durch wenig Vegetation und trockene, sandige Böden, von denen die Wassermassen nicht aufgenommen werden. Ein Ende der Niederschläge ist noch nicht in Sicht. Die Regenfälle werden voraussichtlich bis April andauern (Bildquelle: Ministerio de Defensa del Perú).
Kuba, Kolumbien: Kuba vergibt Stipendien an kolumbianische Regierung und FARC
Um einen Beitrag für die Umsetzung des Friedensprozesses in Kolumbien zu leisten, wird Kuba insgesamt 1.000 Stipendien für ein Medizinstudium auf der Karibikinsel ausstellen. Das ließ der kubanische Botschafter José Luis Ponce am Donnerstag in einem Brief an den Anführer der FARC, Iván Márquez, verlauten. Die Stipendien sollen zu gleichen Teilen unter der FARC und der kolumbianischen Regierung aufgeteilt werden, indem jede der beiden Parteien über einen Zeitraum von fünf Jahren jährlich 100 Stipendien erhält. Auf seinem Twitter-Account bezeichnete Márquez Kubas Angebot als eine Geste der Humanität. Ein solches Stipendium soll alle Kosten bezüglich des Studiums sowie Ausgaben für den Lebensunterhalt abdecken, sodass von den künftigen Studierenden lediglich die Reisekosten selbst übernommen werden müssen. Vergeben werden die ersten Stipendien bereits zu Beginn des neuen Studienjahres in Kuba im September dieses Jahres. In naher Zukunft werden die kubanischen Behörden der kolumbianischen Regierung weitere Details mitteilen. Kolumbiens Innenminister Juan Fernando Cristo deutete bereits an, dass die Regierung die Stipendien besonders an Personen vergeben werde, die in von dem langjährigen Konflikt betroffenen Gebieten lebten und keine guten Bildungschancen gehabt hätten. Seit dem Jahr 2012 war Kuba (neben Norwegen) als Garant maßgeblich am Gelingen der Verhandlungen im Friedensprozess zwischen der kolumbianischen Regierung und der FARC beteiligt. Zudem ist das Land weltweit für seine hervorragende universitäre Ausbildung im Fachbereich Medizin bekannt. (Bildquelle: Adrian Clark_)
Am Tag meiner Geburt war Gott krank
César Vallejo, wer war denn das? Dieser peruanische Dichter ist hier, im Land der Dichter und Denker, weitgehend unbekannt. Seltsam genug, zählt er doch zu den bedeutendsten und wichtigsten Stimmen der modernen lateinamerikanischen Poesie. Und zu den folgenreichsten: Zahlreiche bedeutende Poeten des Kontinents wurden von ihm beeinflusst – Nicanor Parra, Ernesto Cardenal, Juan Gelman ... Auch im englischen Sprachraum ist die Rezeption und Würdigung seines Schaffens deutlich größer als hierzulande. Ganz offensichtlich gehörten seine Gedichte auch zum Kanon eines Leonard Cohen.
Lateinamerika: Der Fall “Odebrecht” zieht immer weitere Kreise
Nach und nach weitet sich der Korruptionsskandal um das brasilianische Bauunternehmen Odebrecht in Lateinamerika aus. Der Skandal nahm seinen Lauf, als Mitte Juni 2015 Marcelo Odebrecht wegen Bestechung und Geldwäsche festgenommen und später zu 19 Jahren Haft verurteilt wurde. Der Firmenchef und Hauptplaner des Korruptionsnetzwerks kooperierte mit der Staatsanwaltschaft – wohl um seine Haftstrafe zu mindern –, so dass die Behörden zahlreiche beteiligte Personen identifizieren konnten. Weitere 77 Ex-ManagerInnen des Bauriesen taten es Odebrecht gleich, und mittlerweile konnten die Staatsanwaltschaften aus 15 verschiedenen Ländern die systematische Korruption auf großen Teilen des lateinamerikanischen Kontinents und ein paar afrikanischen Ländern aufdecken. Offenbar zahlte das Unternehmen seit 2001 Schmiergeld an PolitikerInnen jedweder Couleur, um später bei der Vergabe von Aufträgen bevorzugt zu werden. Unter Betrachtung der Höhe der Schmiergeldzahlungen stechen Brasilien (349 Mio. USD), Venezuela (98 Mio. USD) und die Dominikanische Republik (92 Mio. USD) hervor. Am spektakulärsten ist bisher aber der Fall Peru, da dort wohl die letzten vier Präsidenten des Landes persönlich in die Korruption involviert sind. Gegen Expräsident Alejandro Toledo (2001-2006) ist bereits ein internationaler Haftbefehl erlassen worden, weil er Schmiergeldzahlungen in Höhe von 20 Mio. UDS erhalten haben soll. Gegen die Ex-Präsidenten Alan García (2006-2011) und Ollanta Humala (2011-2016) wird seit kurzem auch wegen Korruptionsfällen während ihrer Amtszeiten ermittelt. Schließlich gibt es auch erste Indizien gegen den amtierenden Präsidenten Pablo Kuczynski, der als damaliger Wirtschafts- und Finanzminister sowie späterer Premierminister im Kabinett von Toledo ebenfalls Schmiergeldzahlungen erhalten haben soll. Auch wenn noch unklar ist, wie groß dieses kriminelle Netzwerk insgesamt war, so zeigt der Skandal doch jetzt schon, wie stark die lateinamerikanischen Demokratien von finanzstarken Privatinteressen ausgehöhlt worden sind (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, cs).
Das Fass ist kurz vor dem Überlaufen: Die Verhandlungen um den Brauerei-Riesen

Der Wertverlust des Pfund Sterlings durch den Brexit beeinflusste die Verhandlungen um die Megafusion zwischen Anheuser-Busch InBev und SAB Miller. Es gab Proteste weil Altria und die Familie Santo Domingo bevorzugt und die Minderheitsaktionäre benachteiligt wurden. Nach einer Angleichung der Übernahmebedingungen konnten die Verhandlungen zum Zusammenschluss weitergeführt werden.
Todsicheres Gold
Die Gewaltspirale bei der illegalen Goldsuche in Madre de Dios dreht sich weiter
Die Nachrichten aus dem peruanischen Regenwald sind erschreckend. Die Gewalt nimmt kein Ende. Ja, schlimmer noch, die Gewaltspirale dreht sich immer schneller. Im März 2017 wurde bekannt, dass seit Dezember des vergangenen Jahres 48 Personen in Madre de Dios verschwunden sind. Für die meisten Vermissten besteht wohl keine Hoffnung. Denn erst unlängst fand sich ein Massengrab mit den verkohlten Resten von ...
Chile: Nach den Bränden kommen die Erdrutsche
Nachdem Chile in den letzten Monaten von verheerenden Wald- und Buschbränden heimgesucht worden war, folgten letztes Wochenende starke Regenfälle und Unwetter in den Anden, welche die nächste Katastrophe auslösten. Zum einen wurde das Wasser des Flusses Maipo verschmutzt, der Großteile der Hauptstadtregion – und damit etwa ein Drittel der chilenischen Bevölkerung – mit Trinkwasser versorgt. In der Folge waren Tausende Kilometer des Leitungsnetzes verunreinigt, so dass (teilweise tagelang) ein paar Millionen Menschen von der Wasserversorgung abgeschnitten waren. Vom Notstand betroffene Schulen, Kindergärten, Büros und Geschäfte blieben aus hygienischen Gründen bis zur Wiederherstellung der Wasserversorgung geschlossen. Bisher konnte das verantwortliche Unternehmen Aguas Andinas die vollständige Leistung nicht wieder herstellen, richtete jedoch sehr zügig mehr als fünfzig mobile Stationen ein, wo an die betroffenen AnwohnerInnen Trinkwasser verteilt wurde. Weiterhin hatten rund achtzig Tausend Menschen in der Hauptstadtregion sowie den Regionen Valparaíso und O’Higgins keinen Strom. Es wurden zahlreiche Straßen blockiert, mehrere Orte in den Anden waren von der Außenwelt abgeschnitten sowie einige Sektoren überschwemmt. Am schlimmsten traf es die Gemeinde San José de Maipo, die erst kürzlich von den Buschbränden betroffen war: Die Hauptzufahrtsstraße der Anden-Gemeinde war zeitweise komplett gesperrt, und es wurden mehrere Personen und Häuser von den Fluten mitgerissen. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde ONEMI werden insgesamt 28 Menschen vermisst, nach denen die Behörden mit mehreren Hundert Einsatzkräften suchen. Bisher wurde eine Person verletzt aufgefunden, während für sechs Menschen jede Hilfe zu spät kam. Als Vorsichtsmaßnahme wurden östlich der Stadt San Fernando 235 Menschen evakuiert, die ab Dienstag wieder in ihre Häuser zurückkehren konnten. Die schlimmste Unwetter sind nach Angaben von ONEMI vorüber, es gibt jedoch noch einige Unwetterwarnungen, weshalb die Behörden weiterhin in Alarmbereitschaft sind (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, cs).