Suchergebnisse für "buen vivir"

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Das Fass ist kurz vor dem Überlaufen: Die Verhandlungen um den Brauerei-Riesen

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Der Wertverlust des Pfund Sterlings durch den Brexit beeinflusste die Verhandlungen um die Megafusion zwischen Anheuser-Busch InBev und SAB Miller. Es gab Proteste weil Altria und die Familie Santo Domingo bevorzugt und die Minderheitsaktionäre benachteiligt wurden. Nach einer Angleichung der Übernahmebedingungen konnten die Verhandlungen zum Zusammenschluss weitergeführt werden.

Todsicheres Gold
Die Gewaltspirale bei der illegalen Goldsuche in Madre de Dios dreht sich weiter

Peru: Goldsuche in Madre de Dios - Foto: Quetzal-Redaktion, sscDie Nachrichten aus dem peruanischen Regenwald sind erschreckend. Die Gewalt nimmt kein Ende. Ja, schlimmer noch, die Gewaltspirale dreht sich immer schneller. Im März 2017 wurde bekannt, dass seit Dezember des vergangenen Jahres 48 Personen in Madre de Dios verschwunden sind. Für die meisten Vermissten besteht wohl keine Hoffnung. Denn erst unlängst fand sich ein Massengrab mit den verkohlten Resten von ...

Chile: Nach den Bränden kommen die Erdrutsche

Chile: Verschmutztes Wasser des Flusses Maipo in Pirque - Foto: Quetzal-Redaktion, csNachdem Chile in den letzten Monaten von verheerenden Wald- und Buschbränden heimgesucht worden war, folgten letztes Wochenende starke Regenfälle und Unwetter in den Anden, welche die nächste Katastrophe auslösten. Zum einen wurde das Wasser des Flusses Maipo verschmutzt, der Großteile der Hauptstadtregion – und damit etwa ein Drittel der chilenischen Bevölkerung – mit Trinkwasser versorgt. In der Folge waren Tausende Kilometer des Leitungsnetzes verunreinigt, so dass (teilweise tagelang) ein paar Millionen Menschen von der Wasserversorgung abgeschnitten waren. Vom Notstand betroffene Schulen, Kindergärten, Büros und Geschäfte blieben aus hygienischen Gründen bis zur Wiederherstellung der Wasserversorgung geschlossen. Bisher konnte das verantwortliche Unternehmen Aguas Andinas die vollständige Leistung nicht wieder herstellen, richtete jedoch sehr zügig mehr als fünfzig mobile Stationen ein, wo an die betroffenen AnwohnerInnen Trinkwasser verteilt wurde. Weiterhin hatten rund achtzig Tausend Menschen in der Hauptstadtregion sowie den Regionen Valparaíso und O’Higgins keinen Strom. Es wurden zahlreiche Straßen blockiert, mehrere Orte in den Anden waren von der Außenwelt abgeschnitten sowie einige Sektoren überschwemmt. Am schlimmsten traf es die Gemeinde San José de Maipo, die erst kürzlich von den Buschbränden betroffen war: Die Hauptzufahrtsstraße der Anden-Gemeinde war zeitweise komplett gesperrt, und es wurden mehrere Personen und Häuser von den Fluten mitgerissen. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde ONEMI werden insgesamt 28 Menschen vermisst, nach denen die Behörden mit mehreren Hundert Einsatzkräften suchen. Bisher wurde eine Person verletzt aufgefunden, während für sechs Menschen jede Hilfe zu spät kam. Als Vorsichtsmaßnahme wurden östlich der Stadt San Fernando 235 Menschen evakuiert, die ab Dienstag wieder in ihre Häuser zurückkehren konnten. Die schlimmste Unwetter sind nach Angaben von ONEMI vorüber, es gibt jedoch noch einige Unwetterwarnungen, weshalb die Behörden weiterhin in Alarmbereitschaft sind (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, cs).

Dino Saluzzi: Imágenes

Saluzzi_imagenes_BookletImágenes, das neue Album des argentinischen Bandoneonisten und Komponisten Dino Saluzzi ist eine besondere CD, nicht nur weil es rund um seinen 80. Geburtstag erschien, sondern vielmehr, weil es sich um ein Werk für solo piano handelt. Obwohl der Komponist nicht ausschließlich Stücke für sein Instrument, das Bandoneon, schreibt, ist es das erste Mal, dass Werke für Klavier aus seiner Feder aufgenommen und veröffentlich werden. Die zehn Stücke, die Imágenes [dt. Bilder] enthält

Uruguay: Diskussion um Gesetz gegen häusliche Gewalt

Lateinamerika_Femizide_Foto Quetzal-Redaktion_sole biasattiUruguay ist im sozialen Bereich eines der fortschrittlichsten Länder Lateinamerikas: Es gibt ein Gesetz über häusliche Gewalt, der Schwangerschaftsabbruch ist entkriminalisiert, homosexuelle Paare dürfen heiraten, und die Kriminalitätsrate ist die niedrigste in der Region. Andererseits gehört das Land laut UNO zu den Ländern Südamerikas mit der höchsten Rate an häuslicher Gewalt. 2016 wurden 24 Frauen von ihrem Partner bzw. Ex-Partner ermordet. Einer Studie aus dem Jahr 2013 zufolge wird im Durchschnitt alle 14 Tage eine Frau von ihrem Partner/ Ex-Partner getötet, und alle 68 Minuten geht bei der Polizei eine Anzeige wegen häuslicher Gewalt ein. Allerdings zeigt lediglich jede vierte Frau ihren Peiniger an. Bereits im Dezember 2015 wurde ein Gesetzentwurf ins Parlament eingebracht, der die Erhöhung des Strafmaßes für solche Straftaten vorsieht, die künftig als besonders schwere Verbrechen aus „Hass und Verachtung“ eingestuft werden sollen. Wenn das Tempo der Beratungen beibehalten wird, dann braucht es aber noch mindestens ein Jahr bis zur Fertigstellung des Gesetzes. Diskutiert wird zudem ein umfassendes Projekt gegen häusliche Gewalt, dass auch eine bessere Prävention vorsieht, nicht zuletzt durch umfangreiche Maßnahmen in der Bildung. Vonnöten, und da ist man sich einig, ist vor allem eine grundlegende Veränderung der machistischen Kultur im Land. Wie stark diese auch in der Justiz noch vertreten ist, bewies Jorge Chediak, Präsident des Obersten Gerichtshofs, der den vorsätzlichen Mord an einer Frau durch ihren Partner schlicht als „Verbrechen aus Leidenschaft“ bezeichnete. Die Abgeordnete Constanza Moreira betonte, dass nicht allein Chediak begreifen müsse, dass Leidenschaft etwas anderes sei. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, Soledad Biasatti)

Lateinamerika: Keine gute Zeit für Menschenrechte

Lateinamerika: Keine gute Zeit für Menschenrechte - Foto: make noise not artDas Jahr 2016 brachte für Lateinamerika einen starken Rückschritt in Fragen der Menschenrechte. So lässt sich der Inhalt eines Papiers von Amnesty International auf den Punkt bringen, das gestern in Buenos Aires vorgestellt wurde. Marcos Gómez, Paola García (AI Argentinien) und Mariela Belski (AI Venezuela) betonten, dass Lateinamerika im letzten Jahr die am stärksten „ungleiche und gewalttätige Region der Welt“ war. In Brasilien stieg die Zahl der durch Polizisten Getöteten allein in Rio de Janeiro um 103 Prozent verglichen mit 2015. In Mexiko wurden bis Ende November 2016 mehr als 36.000 Morde registriert, was abermals einen deutlichen Anstieg der Opferzahlen bedeutete. In Venezuela bedrohe die „schwere humanitäre und wirtschaftliche Krise“ die Menschenrechte, zudem seien die offiziellen Gegenmaßnahmen nicht transparent und förderten Diskriminierung. Als größter Rückschritt wurde in Buenos Aires die Politik gegenüber Migranten benannt, die mit Verweis auf die nationale Sicherheit immer weiter verschärft werde. Das jüngste Beispiel ist das neue Migrationsgesetz in Argentinien. Nach diesem Gesetz sollen straffällig gewordene Migranten sofort abgeschoben werden, auch – und darauf verweisen Kritiker – bei Bagatellstrafen wie z.B. Straßenhandel ohne Genehmigung. Das Gesetz führte zu Verstimmungen in den Beziehungen zum Nachbarland Bolivien. Boliviens Staatschef Eva Morales hatte die Länder der Region aufgerufen, in der Migrationsfrage nicht der Politik von US-Präsident Donald Trump zu folgen. (Bildquelle: make noise not art_)

Neoliberaler Extraktivismus in Zentralamerika (I)

Argentinien_Bergbau_Foto: Soledad BiasattiDas als Extraktivismus bezeichnete Akkumulationsmodell hat in Lateinamerika eine lange Tradition, die mit der kolonialen Eroberung durch die Spanier begann (Brand/ Dietz 2015). Bildeten früher Edelmetalle (Gold, Silber), tropische Kolonialwaren (Zucker, Kakao, Kaffee) und Rohstoffe für die Industrialisierung der westlichen Metropolen (Salpeter, Kupfer, Eisenerz, Zinn, Erdöl) das Objekt der Begierde, so umfasst diese Palette heutzutage auch Branchen wie den Tourismus und die Herstellung von Agrartreibstoffen.

Kuba: Immer mehr MigrantInnen auf die Karibikinsel zurückgeführt

Kuba: Migration - Bild: Coast Guard NewsAm vergangenen Freitag (17. Januar) sind zwei kubanische Migrantinnen, die in Miami (Florida) um Asyl gebeten hatten, in einem eigens dafür bereitgestellten Charterflugzeug nach Kuba ausgeflogen worden. Bei den beiden Frauen handelt es sich jedoch lediglich um einen kleinen Teil all derjenigen MigrantInnen, die seit Januar von verschiedenen Ländern aus (darunter Mexiko, die Bahamas und die Cayman Inseln) nach Kuba zurückgeschickt worden sind. Insgesamt wurden seit Mitte Januar bereits mehr als 680 KubanerInnen deportiert. Der Grund für die hohe Anzahl an Ausweisungen und Ablehnungen kubanischer MigrantInnen liegt in der Beendigung der „Wet-foot-dry-foot“-Politik seitens der USA, welche seit 1995 fast allen kubanischen MigrantInnen, die US-amerikanischen Boden erreichten, eine automatische Aufenthaltsberechtigung zugestand. Am 12. Januar dieses Jahres jedoch, kurz vor seinem Amtsaustritt, hatte der damalige Präsident Obama jene Politik gestoppt. Die kubanische Regierung hatte sich stets gegen die „Wet-foot-dry-foot“-Politik ausgesprochen, die ihrer Ansicht nach illegale Migration und Menschenhandel förderte sowie das eigene Land seiner Eliten beraubte. Obamas Entscheidung hat auch Auswirkungen auf andere Länder Lateinamerikas, in denen nun hunderte KubanerInnen, die sich auf dem Weg in die USA befanden, gestrandet sind und befürchten, ebenfalls deportiert zu werden. So hat z.B. Mexiko seit jenem Politikwechsel mehr als 400 MigrantInnen nach Kuba zurückgeschickt. (Bildquelle: Coast Guard News_)

Venezuela: Vizepräsident El Aissami von USA des Drogenhandels beschuldigt

Tareck El Aissami, Venezuela - Bild: CorresponsalesTVAm vergangenen Montag veröffentlichte das US-amerikanische Finanzministerium eine Pressemitteilung, in der Venezuelas Vizepräsidenten Tareck El Aissami sowie seinem mutmaßlichen Partner, dem Unternehmer Samark José López Bello, eine bedeutende Rolle im internationalen Drogenhandel vorgeworfen wird. Diese Anschuldigungen sind laut US-Finanzministerium das Ergebnis jahrelanger Ermittlungen. El Aissami, seit Januar 2017 Vizepräsident Venezuelas, soll in Verbindung mit Drogenlieferungen an Los Zetas, eines der bekanntesten mexikanischen Drogenkartelle, stehen und auch andere Drogenhändler unterstützt und koordiniert haben. Des Weiteren wird er beschuldigt, dem kolumbianischen Drogenboss Daniel Barrera Barrera wie auch dem venezolanischen Drogenhändler Hermágoras González Polanco Schutz gewährt zu haben. El Aissamis Partner, López Bello, soll den Politiker bei jenen Aktivitäten finanziell und materiell unterstützt und als Strohmann El Aissamis gedient haben. Auf seinem Twitter-Account bezeichnete El Aissami die Vorwürfe als eine „imperialistische Aggression“, welche ihn nicht davon abhalten würde, Präsident Maduro auf seinem Weg zur wirtschaftlichen Genesung des Landes zu unterstützen. Wie erwartet zeigte sich auch Venezuelas Präsident Maduro verärgert über die Mitteilung des US-Finanzministeriums und bezeichnete sie als illegal, niederträchtig und als eine Aggression gegen Venezuela. Während er sich jedoch deutlich gegen die US-amerikanischen Beamten äußerte, hielt er sich mit direkter Kritik gegen Präsident Donald Trump zurück und sieht die Entscheidung des Finanzministeriums eher als ein Relikt der Regierung unter Ex-Präsident Obama an. (Bildquelle: CorresponsalesTV_)

Dieses schöne Scheißleben: Ein Film von Doris Dörrie über weibliche Mariachis

Rezensionen_dieses_schoene_scheissleben_snapshotDer Filmtitel klingt irgendwie sehr gewollt. Aber was soll‘s, „Dieses schöne Scheißleben“ ist einem dieser schwer sentimentalen und pathetischen Lieder entlehnt, wie sie die mexikanischen Mariachikapellen zu spielen pflegen. Die Plaza Garibaldi ist das Zentrum dieser Kapellen in der mexikanischen Hauptstadt. Der Touristenmagnet ist auch immer wieder Handlungsort dieses Films. Regisseurin Doris Dörrie vermeidet in ihrer Dokumentation aus dem Jahr 2014 insofern das „Mariachi-Klischee“, als sie ausschließlich weibliche Musiker vorstellt. Frauen sind unter den Mariachis nicht gerade die Regel ...