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Präsident Gustavo Petro erhebt die Stimme gegen eine Cuba-Invasion der USA und bietet Trump den Dialog an*

La Semana de Colombia | | Artikel drucken
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Der dem Ende seiner Amtszeit entgegenblickende Staatschef wurde am Freitag mit militärischen Ehrungen von seinem Amtsbruder Miguel Díaz-Canel im Palacio de la Revolución zum Gespräch empfangen. Der auf das Ende seiner Amtszeit zugehende Präsident der Republik [Kolumbien], Gustavo Petro, ist zu Besuch in La Habana, Cuba. Von dort aus hat er an die US-Regierung appelliert angesichts der schweren Lage, in der sich die Insel befindet.

Das kolumbianische Staatsoberhaupt forderte, dass es nicht zu dem möglichen Übergriff des nordamerikanischen Landes auf Cuba komme. Er bot Präsident Trump und Außenminister Marco Rubio an, den Dialog herzustellen. „Ich bin gekommen, um die Weltöffentlichkeit zur Solidarität mit Cuba aufzurufen, damit eine Invasion und ein Raketenbeschuss verhindert wird. Dazu biete ich sogar der aktuellen Regierung der Vereinigten Staaten, Herrn Rubio und Trump, den Dialog als Alternative an“, erklärte Petro in Verlautbarungen, die an diesem Samstag durch die kubanischen Medien gingen.

Das Nachrichtenforum Cubadebate schilderte, dass Petro mit den kubanischen Medien am Freitagabend gesprochen habe, nach seinem ehrenvollen Empfang mit Militärparade durch seinen Amtskollegen Miguel Díaz-Canel im Palacio de la Revolución, wo beide staatspolitische Besprechungen abgehalten hatten. “Es wäre gut, wenn sich das bedrohliche Szenario, was über Cuba schwebt, in einen Ausweg des Dialogs wandeln würde, statt in Gefahr”, meinte der kolumbianische Staatsmann außerdem. Er hatte sich zu Trumps Politik des maximalen Drucks gegen die Insel kritisch positioniert. „Es ist jetzt der Moment, um in den Dialog zu treten“, betonte Petro, vor dem Abschluss seines Staatsbesuchs auf der Insel am Samstag.

Die Beziehungen zwischen La Habana und Washington haben sich seit Januar verschärft, nachdem die USA eine Ölblockade und andere Sanktionen verhängt hatte, die zum weitgehenden Kollaps der kubanischen Wirtschaft geführt haben, mit massiven Stromausfällen, Lebensmittelknappheit, und kaum Zugang zu Treibstoff, Trinkwasser und Medikamenten. Trotz allem haben Vertreter*innen beider Länder weiter kommuniziert; laut der kubanischen Regierung jedoch ohne Fortschritte. Petros Nachfolger, Abelardo De La Espriella, der das Amt des Präsidenten am siebten August antreten wird, kündigte an, die diplomatischen Beziehungen mit Cuba und Nicaragua abzubrechen. Beide Länder werden von ihm als „Tyranneien“ bezeichnet. Die kubanische Regierung äußerte am Dienstag, dass sich De La Espriella mit dieser Ankündigung der USA „klar unterordne“. La Habana war Gastgeber für die Friedensdialoge gewesen, die 2016 das Friedensabkommen mit der nun nicht mehr existierenden Farc-Guerilla ermöglichten.

 


 

*Mit Informationen der AFP. Beitrag aus La Semana de Colombia, vom 01. August 2026. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Zeitschrift.

Übersetzung aus dem Spanischen: Uta Hecker

Bildquellen: [1] Quetzal-Redaktion, angieb

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