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Lateinamerika: Ergebnisse der Pisa-Studie in Lateinamerika

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Lesedauer: 2 Minuten

Die Ergebnisse der neuesten Pisa-Studie sorgen in diesem Jahr wieder für Aufregung. Nicht nur in Deutschland werden abnehmende Leistungen der SchülerInnen beklagt, auch in Lateinamerika sorgt man sich um das Niveau der Bildung. 13 der spanischsprachigen Länder Lateinamerikas und der Karibik nahmen im letzten Jahr an der Studie teil, nicht dabei waren Bolivien, Honduras, Kuba, Nicaragua, Panama und Venezuela. Pisa untersuchte im Jahr 2025 fünf Bereiche (Lesen, Mathematik, Naturwissenschaften, Fremdsprachen, Lernen in der digitalen Welt), von denen im Allgemeinen nur die ersten drei näher analysiert werden. Für die Region lässt sich zusammenfassend feststellen, dass die schulischen Fähigkeiten der 15-Jährigen in diesen drei Bereichen zurückgegangen sind, von einem ohnehin schon unterdurchschnittlichen Niveau. Die Spitzenreiter in Lateinamerika erreichen Ergebnisse, die zwischen 30 und 60 Punkten unter dem OECD-Durchschnitt liegen. Am besten schneiden Uruguay, Chile und Costa Rica ab, die Dominikanische Republik, Paraguay und Guatemala bilden die Schlusslichter. Die Unterschiede sind gravierend: Uruguay und Guatemala trennen z.B. in den naturwissenschaftlichen Kompetenzen 94 Punkte. Bildungsexperten schätzen ein, dass 20 Punkte einem Rückstand von etwa einem Schuljahr entsprechen. Mit Costa Rica und El Salvador gibt es nur zwei Länder, die sich in allen drei Bereichen verbesserten, wobei der Zuwachs in den Naturwissenschaften mit 13 bzw. 12 Punkten am stärksten ausfällt. Der größte Rückgang der Fähigkeiten ist beim Lesen festzustellen, also der Fähigkeit, in Texten Informationen zu finden, zu bewerten und zu interpretieren. Das entspricht dem internationalen Trend und kann schlussendlich helfen, die Ergebnisse in den anderen Bereichen zu erklären. Die ersten Analysen in den Ländern arbeiten mögliche Ursachen für den Rückgang der schulischen Leistungen nur stichpunktartig heraus. Nicht überraschend rangiert die soziale Ungleichheit an der Spitze der Erklärungen, in einigen Ländern kam man zu dem Schluss, dass die soziale Herkunft der SchülerInnen zwischen zehn und zwanzig Prozent der Bildungsunterschiede erklären kann. Hinzu kommt, dass sich die Kluft zwischen den besten und den schlechtesten Leistungen weiter vergrößert. In Costa Rica, immerhin einem der Länder in der regionalen Spitzengruppe, beklagen viele Lehrer explizit die schlechte Ausstattung der Schulen. (Bild: Quetzal-Redaktion, soleb)

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