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Politik und Kultur in Lateinamerika

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Klein, fein und rein?
Costa Ricas Mythos von der „weißen“ Nation

Peter Gärtner | | Artikel drucken
Lesedauer: 12 Minuten

Costa Rica: Währung Costa Ricas Colonos - Foto: Quetzal-Redaktion, tpVor 20 Jahre erklärte sich Costa Rica per Gesetz zur plurinationalen Gesellschaft. Am „Tag der Kulturen“, dem 12. Oktober, sollte von nun an der indigenen, europäischen, afrikanischen und asiatischen Werte gedacht werden, die das zentralamerikanische Land prägen. Im Zensus von 2000 wurde erstmals seit 1950 wieder nach der ethnischen Zugehörigkeit gefragt, wobei vier Kategorien (indigene Ethnien, Afro-Costa-Ricaner, Chinesen sowie Andere) zur Auswahl standen. Im letzten Zensus von 2011 wurde das Spektrum noch erweitert. Nun konnten sich die Ticos, wie die Einwohner Costa Ricas umgangssprachlich genannt werden, außerdem zu ihrer Identität als mulatos (Mulatten), blancos (Weiße) oder mestizos (Mestizen) bzw. als Nicaraguaner bekennen. Bei einer Gesamtbevölkerung von 4.301.712 entschieden sich 85,7 Prozent für „Weiss oder Mestizisch“, 6,9 Prozent für „Mulatten“, 2,4 Prozent für „Indigen“, 1,1 Prozent für „Afrikastämmig“ (afrodescendientes) und 0,2 Prozent für „Chinesen“. Außerdem leben 124.000 Nicas (Nicaraguaner) in Costa Rica. Soweit der offizielle Befund.

Im Alltag hingegen dominiert nach wie vor der Gründungsmythos Costa Ricas von der „weißen“ Nation. Obwohl es seit den 1990er Jahren eine kritische Debatte um das nationale Selbstverständnis der Costa-Ricaner gibt, erweist sich die Vorstellung ihrer Einzigartigkeit als äußerst beständig. Auch wenn das glänzende Selbstbild inzwischen etliche Kratzer und Schrammen bekommen hat, sehen sich die Ticos nach wie vor als friedfertige, demokratische, wirtschaftlich erfolgreiche, sozial gerechte, kulturell gebildete und politisch stabile Ausnahme innerhalb einer Region, die das Gegenteil all der positiven Merkmale verkörpert. Als Fundament des costa-ricanischen Exzeptionalismus dient die rassische Abgrenzung als „weiße“ Nation in zwei Richtungen: Zum einen gelten die zentralamerikanischen Nachbarn als „Mischprodukte“, denen sich die Ticos aufgrund der „Reinheit des (spanischen) Blutes“ (Pureza de Sangre) überlegen fühlen. Zum anderen gibt es seit der Unabhängigkeit von Spanien 1821 das Konstrukt der „anderen Gesellschaft“, mit der jene Einwohner des Landes, die dem „weißen Ideal“ nicht entsprechen, aus der Nation ausgeschlossen werden. In historischer Abfolge sind davon all jene „Minderheiten“ betroffen, die im Zensus von 2011 aufgeführt werden: die marginalisierten, fast ausgerotteten indigenen Völker, die im 19. Jahrhundert als Arbeitskräfte benötigten, aber unerwünschten Chinesen und Afrokariben sowie schließlich die „kriminellen“ Migranten aus dem Nachbarland Nicaragua. Aber wie konnte aus einer Bevölkerung, die 1801 noch mehrheitlich aus Mestizen (58 Prozent) bestand und in der es lediglich neun Prozent Spanier gab (Soto Quirós 2008), eine „weiße“ Nation werden?

Ausländische Reisende und einheimische Eliten als „Weißmacher“

Ronald Soto Quirós hat in seiner Studie von 2008 nachgewiesen, dass das Bild eines „weißen“ Costa Ricas zuerst von ausländischen Reisenden, Diplomaten und Geschäftsleuten in Umlauf gebracht wurde. Deutsche, Schweizer, Franzosen, Briten und Nordamerikaner, die das Land nach der Unabhängigkeit besuchten, waren alle gleichermaßen darüber verwundert, dass sich die Bewohner des Valle Central – ganz im Unterschied zu ihren zentralamerikanischen Nachbarn – nicht in blutige Bürgerkriege und Staatsstreiche verstrickten, sondern friedfertig ihrer Arbeit nachgingen. Sie führten ein zwar armes, aber glückliches Dasein, in dem es kaum soziale Unterschiede gab und jeder sein Auskommen hatte. Schon 1859 beschrieb Thomas Francis Meagher in Harper’s New Mounthly Magazine Costa Rica als „Schweiz der Tropen“ – ein Etikett, das seitdem fest an den Ticos klebt und auf das sie sehr stolz sind.

Will man verstehen, wie eine solche Beschreibung entstehen konnte, dann muss man wissen, dass damals 90 Prozent der Bevölkerung weitgehend isoliert im zentralen Hochland, dem Valle Central, das lediglich 3.257 km² umfasst, lebten. Der Zahl seiner Einwohner nach, die sich 1864 auf 120.499 belief, war Costa Rica das kleinste Land Zentralamerikas. Allerdings hatte sich infolge der abgeschlossenen Lage und der kompakten Besiedelung eines relativ kleinen Territoriums eine weitgehend homogene, agrarisch geprägte Bevölkerung herausgebildet, deren Aussehen durchaus eine „tropisch-weiße“ Interpretation zuließ.

Trotz des seit den 1830er Jahren prosperierenden Kaffeeanbaus gab es kaum Verbindungswege vom Valle Central zur Küste. Der Kaffee musste über schwieriges Gelände bis nach Puntarenas an der Pazifikküste transportiert werden und wurde dort verschifft. Da die Exportmärkte in Europa lagen, blieb bis zum Bau der Panama-Eisenbahn 1855 nur die lange Seeroute um Kap Hoorn. Als sich die Regierung Costa Ricas 1872 entschloss, eine eigene Eisenbahnlinie nach Limón an der Karibikküste zu bauen, konnte sie aufgrund der geringen Bevölkerung nicht auf die erforderlichen Arbeitskräfte zurückgreifen. Auch die angestrebte Einwanderung von Europäern trug kaum Früchte. So bleib nur Plan B: Die Anwerbung von Arbeitern aus der Karibik, vor allem aus Jamaika. Allerdings befürchten die regierenden Eliten, die eine homogene „weiße“ Nation anstrebten, eine aus ihrer Sicht unerwünschte Vermischung der Bevölkerung. Dieses Dilemma lösten sie durch die Einführung einer faktischen Apartheid: Um „Weiße“ im zentralen Hochland und „Schwarze“ an der Karibikküste voneinander getrennt zu halten, erhielten letztere ein strikte Reiseverbot, d.h. der Aufenthalt im Valle Central blieb ihnen verwehrt. In Limón, dem Hauptort der gleichnamigen Karibikprovinz Costa Ricas, in der 1927 immerhin 18.000 negros lebten, das sind 94 Prozent der damaligen „schwarzen“ Bevölkerung Costa Ricas, wurde ein Regime der Rassentrennung eingeführt. Erst 1949 erhielt die afrokaribische „Minderheit“ die costa-ricanische Staatsbürgerschaft und hatte damit endlich freien Zugang zum „weißen“ Herzen des Landes.

„Wo sind all die Indianer hin …“

Costa Rica: Eine Frau in San José_- Foto: Quetzal-Redaktion, pgZur Mystifizierung der Costa-Ricaner als kleine, aber feine und vor allem weiße Gemeinschaft gehört nicht zuletzt die Vernebelung und Herabsetzung des indigenen Erbes. Für die Eliten, die ganz im Sinne des sozialdarwinistischen Zeitgeistes des 19. Jahrhunderts in der „weißen Rasse“ den Gipfel der Nationenbildung sahen, kam es vor allem darauf an, die ursprünglichen Bewohner der Landes außen vor zu lassen. Ihr Diskurs vermittelte nach innen und außen das Bild eines Landes, in dem die „Indios“ seit Beginn der spanischen Eroberung eine unbedeutende Rolle spielen. Obwohl dem die historischen Fakten widersprechen, erfreut sich bis heute der Mythos von der „indigenen Abwesenheit“ (indígena ausente) großer Beliebtheit. Dies beginnt bei der Kleinrechnung der indigenen Bevölkerung zum Zeitpunkt der spanischen Eroberung und Besiedlung und reicht bis zur Ausblendung der indigenen Präsenz heutzutage.

Drei Diskurstechniken bewirken eine weitgehende Akzeptanz der Vorstellung vom indígena ausente: Erstens wird die geringe Anzahl der indigenen Bevölkerung von heute auf die gesamte Vergangenheit zurückprojiziert. Zweitens war die Assimilation der indigenen Bevölkerung im Valle Central schon gegen Ende der Kolonialzeit so weit fortgeschritten, dass das indigene Erbe klein geredet werden kann. Drittens siedeln die wenigen überlebenden indígenas in wenig erschlossenen, stark bewaldeten Rand- und Grenzgebieten und sind so der unmittelbaren Wahrnehmung sowohl der Mehrheit der Ticos als auch der meisten ausländischen Besucher entzogen. Diese räumliche Trennung zwischen dem „weißen“ Zentrum und der indigenen Peripherie erleichtert zweifellos die Ausblendung bzw. Exotisierung der indigenen Völker Costa Ricas.

Ausgeblendet wird damit zugleich die Frage, wie es dazu kommen konnte, dass es von ursprünglich 400.000 Indigenen, die zum Zeitpunkt des Erstkontaktes mit den Spaniern das Territorium Costa Ricas besiedelten, heute nur 100.000 Nachkommen gibt. Entgegen dem oft vermittelten Anschein, dass es den indigenen Völkern in der zentralamerikanischen „Schweiz“ besser ergangen sei, mussten diese unter der Eroberung (conquista) und Kolonialherrschaft der „weißen“ Spanier ebenso leiden wie im übrigen Lateinamerika. Auch in Costa Rica wurden die ursprünglichen Bewohner des Landes massenhaft und erbarmungslos ausgerottet, versklavt, ausgebeutet und ihres Landes beraubt.

Erst der Widerstand der indigenen Völker des amerikanischen Doppelkontinents und ihrer Verbündeten gegen die offizielle Kampagne zum 500. Jahrestag der „Entdeckung“ durch Christoph Kolumbus hat jenen multikulturellen Schwenk von 1994 herbeigeführt, in dessen Zuge sich Costa Rica wieder stärker zu seinem indigenen Erbe bekennt. Seit der Unterzeichnung des Abkommens 169 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zum Schutz der indigenen Völker durch die Regierung von Rafael Angel Calderón im Jahr 1992 gilt die diesbezügliche Gesetzeslage als vorbildlich. Auch die „Deklaration für die Rechte indigener Völker“, die im September 2007 von der UN-Vollversammlung mit nur vier Gegenstimmen (Australien, Kanada, Neuseeland und USA) verabschiedet worden war, fand die Zustimmung Costa Ricas.

Die Kehrseite zeigt sich in drei Problemfeldern: Erstens reduziert sich der staatliche Indígena-Diskurs auf die Armutsproblematik. Zwar ist die Armut ein unter der indigenen Bevölkerung weit verbreitetes Problem, aber gerade deshalb bedarf es eines breiteren Politikansatzes, um sie zu überwinden. Solange die Regierung weiterhin die Ursachen und Folgen des strukturellen Rassismus bei der Konzipierung und Umsetzung ihrer Indígena-Politik außer Acht lässt, verpuffen alle Sozialprogramme. Zweitens verletzt die Regierung gerade in der Land- und Ressourcenfrage ihre eigenen Gesetze. Bei Konflikten mit Konzernen, staatlichen Großprojekten und nichtindigenen Siedlern entscheidet sie allzu oft gegen die territorialen Rechte der indigenen Völker. Drittens bleiben diese in der öffentlichen Wahrnehmung der costa-ricanischen Gesellschaft weiterhin marginal, womit sich der Kreis der Selbstwahrnehmung als „weiße Schweiz“ schließt.

Die Nicas als neue Bedrohung der „weißen“ Nation

Seit den 1990er Jahren wächst in den Augen vieler Ticos eine neue Bedrohung heran: Ein unaufhörlich wachsender Strom von Migranten aus dem Nachbarland Nicaragua ergießt sich in das „gelobte Land“ südlich des San Juan. Diesen werden all jene Eigenschaften zugeschrieben, die das Gegenteil costa-ricanischer Tugenden bilden: Die Nicas gelten als gewalttätig, arm, ungebildet, dunkelhäutig und verschlagen. Dieser Typus des mestizo (Mischling) verkörpert somit all das, was die Ticos nicht sind oder besser gesagt: nicht zu sein glauben. Außerdem werden die Migranten für viele Defizite und Gefährdungen im Alltag der Costa-Ricaner verantwortlich gemacht: Für die Erosion des Sozialstaates, die steigende Kriminalität, den Verfall der Sitten … Kurzum: Die Nicas stellen eine demographische, kulturelle und nationale Gefahr dar. Wie im Falle der indigenen Völker, der Afro-Costa-Ricaner und anderer „Minderheiten“ bildet das rassische Konstrukt der „weißen“ Nation die entscheidende Grundlage für die Diskriminierung und Ausgrenzung der Migranten.

Obwohl die Nicas von den Ticos als die zentrale neue Bedrohung wahrgenommen werden, fungieren sie schon seit fast hundert Jahren als Reservearmee billiger Arbeitskräfte für ihre südlichen Nachbarn. Bereits im Zensus von 1927 wurden 20.642 Nicaraguaner registriert, was 4,4 Prozent der damaligen Bevölkerung entsprach. Die Nicas arbeiteten – wie auch die Negros – zumeist auf den Bananenplantagen der US-amerikanischen United Fruit Co. 1960 wuchs ihre Zahl schon auf 60.000, und heute werden sie auf mindestens 300.000 und maximal eine Million geschätzt. Sie verrichten all jene Tätigkeiten, bei denen sich die Ticos schwer tun: Fast 30 Prozent arbeiten als Saisonkräfte in der Landwirtschaft, und fast die Hälfte der Frauen werden als muchachas in Haushalten beschäftigt. Außerdem sind viele Nicas im Bauwesen tätig. Die Löhne der Migranten sind meist niedriger als die der Ticos.

Die umfassende und vielfältige Ausgrenzung, die sich nicht zuletzt in der Gesetzeslage niederschlägt, sorgt dafür, dass viele Nicas informell beschäftigt sind und ihr Aufenthalt in Costa Rica oft illegal ist. Deshalb und auch weil sie sich in ihrem Aussehen nur schwer von den Ticos unterscheiden lassen, werden sie von diesen als diffuse und im Verborgenen wachsende Gefahr wahrgenommen. Zudem werden von nicaraguanischen Müttern immer mehr Babys in Costa Rica selbst zur Welt gebracht. Die mit diesen Abgrenzungsproblemen einher gehende Verunsicherung schlägt sich dann in zunehmender Fremdenfeindlichkeit nieder. Ein Perspektivenwechsel oder gar eine Integration der Nicas in die costa-ricanische Gesellschaft ist bislang nicht erkennbar.

Abschottung oder Aufbruch?

Costa Rica: San José Häuser u. Berge - Foto: Quetzal-Redaktion, tpDie wachsenden Ängste der Ticos müssen in einem größeren Kontext gesehen und interpretiert werden. Im Zuge der neoliberal ausgerichteten Globalisierung und der Ausweitung der transnationalen Drogenökonomie gerät die Ausnahmestellung Costa Ricas immer mehr in Gefahr. Wenn im Zuge neoliberaler Politik solche nationalen Errungenschaften mit hoher Symbolkraft wie der Sozialstaat und der öffentliche Sektor zur Disposition stehen, dann empfinden das viele Ticos als Angriff auf ihre nationale Identität. Deshalb nimmt es auch nicht Wunder, dass gerade in Costa Rica die größte Protestbewegung gegen das Freihandelsabkommen der zentralamerikanischen Staaten mit den USA (CAFTA) zu verzeichnen war. Auf wenn das Referendum gegen CAFTA 2007 nur knapp gescheitert ist, verweist die wachsende politische Mobilisierung gegen die Folgen neoliberaler Politik in Costa Rica auf eine reale Alternative zum Abschottungskurs, bei dem die Konservierung der „weißen“ Nation im Zentrum steht.

Durch eine Öffnung gegenüber der „anderen Gesellschaft“, die durch „Minderheiten“ wie die indigenen Völker, die Afro-Costa-Ricaner und die nicaraguanischen Migranten repräsentiert wird, und deren Integration in die sozialen Kämpfe gegen den Neoliberalismus könnte ein erster, wichtiger Schritt hin zu einem neue Costa Rica getan werden, das sich nicht mehr am obsoleten Gründungsmythos der „weißen“ Nation orientiert, sondern die Gemeinsamkeiten von Ticos und „Minderheiten“ in den Mittelpunkt rückt. Der Ausgang der Wahlen vom Februar bzw. April 2014 lässt hoffen, dass ein solcher Aufbruch tatsächlich begonnen hat.

Literatur:

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Bozzoli, María Eugenia/ Ibarra, Eugenia/ Quesada, Juan Rafael: 12 de Octubre, Dia de las Culturas. Costa Rica: una sociedad pluricultural. San José 1998

Bozzoli, María Eugenia et al. (comp.): I Congreso Científico sobre Pueblos Indígenas de Costa Rica y sus fronteras (Memoria). San José 1998

Centro Centroamericano de Población: Biblioteca Virtual en Población

Chacón Gutiérrez, Albino: La etnicidad negra e indígena y los mitos de la nacionalidad costarricense, in: Kipus – Revista Andina de Letras, 11-2000, S. 81-91

Cortés, Carlos: La invención de Costa Rica y otros invenciones. San José 2003

Guevara Víquez, Federico: Cronología Básica de los Pueblos Indígenas de Costa Rica. Desde los inicios del siglo XVI hasta el año 2000. San José 2011

Lim, Su Jin: La „otra“ sociedad en Costa Rica: un estudio sobre la discriminación social en el contexto geohistórico, in: Miríada, 4 (2010) 8, S. 9-24

Rauch, Jana: Staatliche Indígena-Politik in Costa Rica. Konrad-Adenauer-Stiftung, September 2008

Soto Quirós, Ronald: Imaginando una nación de raza blanca en Costa Rica: 1821-1914, in: Amérique Latine Histoire et Mémoire. Les Cahiers ALHIM, 15-2008 (URL: http://alhim.revues.org/2930)

Sandoval García, Carlos: Otros amenazantes: Los nicargüenses y la formación de identidades nacionales en Costa Rica. San José 2002

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Bildquellen: [1]; [3] Quetzal-Redaktion, tp; [2] Quetzal-Redaktion, pg

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