USA-Lateinamerika: Trump leitet 52,1 Millionen US-Militärhilfe nach Lateinamerika um
Kürzlich wurde bekannt, dass US-Präsident Donald Trump am 15. September 2026 den Kongress darüber informieren ließ, er gedenke die ursprünglich für Tunesien, die Slowakei, Nord-Mazedonien und den Irak vorgesehenen 52,1 Millionen US $ Militärhilfe an die rechts-konservativ regierten Staaten Lateinamerikas Kolumbien, Panama, Ecuador und Peru umzuleiten. Eine engere Sicherheitskooperation mit diesen Ländern war da schon vereinbart. Auf diese Weise sollen sie in ihrem Kampf gegen den Drogenhandel, vor allem aber gegen „militärische Gegner“ – hier sind insbesondere „Angriffe“ auf den Panama-Kanal gemeint – unterstützt werden. Zuvor war das Geld noch dafür bestimmt gewesen, europäische und arabische Staaten im Rahmen des US-Programms Foreign Military Financing in ihrer Verteidigungsfähigkeit zu stärken. Im Falle der Slowakei und Nord Mazedoniens, beides NATO-Mitglieder, sollte die Summe, in Umsetzung des Ukraine-Hilfsprogramms von 2022, speziell dazu dienen, ältere, noch aus sowjetischer Produktion stammende militärische Ausrüstung an die Ukraine weiterzugeben und gleichzeitig sich selbst – über den Kauf neuer US-amerikanischer Waffen – militärtechnisch zu modernisieren. Die Unterstützung dafür aber hat Trump nun ad acta gelegt und sich dabei gegen den Widerstand der Vertreter der Demokratischen Partei sowohl im Senat als auch im Repräsentanten-Haus, darunter gegen den Einspruch zweier Senatoren, durchgesetzt. Die Umleitung der Gelder kann fraglos als Vorbote dafür gewertet werden, dass der US-Präsident seine Haltung gegenüber der Ukraine nun wieder verschärft und gegenüber Russland gelockert hat, setzte er doch jüngst nicht nur grundlegende Sanktionen gegen Russland aus, sondern schränkte auch die militärische und nachrichtendienstliche Unterstützung der Ukraine ein. Was allerdings die vier „beschenkten“ lateinamerikanischen Staaten betrifft, so stehen sie Russland und dessen Ukraine-Krieg mehr (Kolumbien, Peru) oder weniger (Ecuador, Panama) kritisch gegenüber.