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Chile: Wiedererstarken der Schüler- und Studentenproteste

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Lesedauer: 2 Minuten

Chile: Bildungsproteste dauern an - Foto: Quetzal-Redaktion, Christine SchnichelsAm Dienstag besetzten einige Studierende das Hauptgebäude der Universidad de Chile, der größten und bedeutendsten Universität des Landes. Damit schlossen sie sich zahlreichen SchülerInnen und StudentInnen an, welche in den letzten Wochen nach und nach begannen, ihre Schulen und Fakultäten zu besetzten oder zumindest deren Funktionieren durch Streiks zu verhindern. Seit Ende März häufen sich wieder die Aktionen der Jugendbewegung, welche sich für die Etablierung einer staatlichen, kostenfreien und qualitativ hochwertigen Bildung einsetzt. So fanden nach den Sommerferien (Januar und Februar) bereits einige Großdemonstrationen mit bis zu 150.000 Menschen statt. Das erneute Erstarken der Proteste hängt nicht zuletzt auch mit den kommenden Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in Chile Ende des Jahres zusammen. Aber nicht allein mit Protestaktionen wollen die Jugendlichen die Wahlen beeinflussen; manche von ihnen nutzen sie auch, um den Versuch zu starten, ihre Interessen direkt auf der politischen Ebene einzubringen. So lassen sich (ehemalige) StudentenführerInnen für die Parlamentswahlen aufstellen. Einige kandidieren um einen Abgeordnetensitz mit etablierten Parteien, andere gründen neue. Bisher bleibt unklar, wie lange die aktuellen Besetzungen und Streiks andauern werden. Sicher ist jedoch, dass die allgemeine Mobilisierung der jungen ChilenInnen zumindest bis zu den kommenden Wahlen nicht abebben wird. So rufen die zentralen Repräsentationsorgane der SchülerInnen und StudentInnen bereits zur nächsten landesweiten Protestaktion am 13. Juni auf, bei der Demonstrationen in den größten Städten des  Landes stattfinden werden (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, cs).

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