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Lateinamerika: Verteidigung der Souveränität

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Vom 8. bis 10. Oktober 2026 fand in Mexiko-Stadt das 30. Internationale Seminar „Die Parteien und eine neue Gesellschaft“ der mexikanischen Arbeiterpartei (PT) statt. 360 Vertreter aus 36 Länder, die insgesamt 101 Organisationen und politische Parteien aus Lateinamerika, Afrika, Asien und Europa vertraten, diskutierten über drei Themenschwerpunkte. Im ersten Block standen der 100. Geburtstag und das Erbe Fidel Castros sowie die Erfahrungen der Linken in den letzten 30 Jahren im Mittelpunkt. Im zweiten Themenkreis wurde über die globalen geopolitischen Umbrüche und ihre Konsequenzen für Lateinamerika debattiert. Drittens ging es um aktuelle Entwicklungen, unter denen der Kampf gegen den Faschismus und die kognitive Kriegsführung als besonders brisante Herausforderungen benannt wurden. Die Veranstaltung wurde vom kolumbianischen Ex-Präsidenten Gustavo Petro eröffnet, der an der Politik von US-Präsident Donald Trump scharfe Kritik übte. Er warnte vor den Folgen der Drohung gegen den Iran und verurteilte Trumps Rückendeckung für den israelischen Genozid in Gaza. Bezogen auf Lateinamerika konstatierte er, dass zwischen dem Bestreben, die eigene Souveränität zu verteidigen, und der wirtschaftlichen Abhängigkeit von Öl- und Kohle-Exporten ein tiefer Widerspruch besteht, wobei er auch seine eigene Regierungszeit in die Kritik einbezog. Zu einer Kontroverse mit venezolanischen Vertretern kam es, als er die militärische Reaktion auf den Angriff der USA vom 3. Januar diesen Jahres kritisierte. Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel meldete sich auf dem Seminar mit eine Videobotschaft zu Wort. Scharf verurteilte er die US-Sanktionen gegen die Inselrepublik, die sich mit dem Amtsantritt der zweiten Trump-Administration zum Totalembargo gesteigert haben. Seit Monaten habe kein Schiff mit Treibstoff angelegt. Der Energiemangel habe zu massiven Stromausfällen geführt und die Gesundheits- und Wasserversorgung sowie den Transport schwer beeinträchtigt. Díaz-Canel bezeichnete die Folgen der US-Embargopolitik als „stillen Genozid“ und warnte vor den daraus resultierenden Gefahren für die regionale Stabilität. Vor diesem Hintergrund ist die Hilfe, die Kuba in den letzten Tagen erhalten hat, umso mehr zu schätzen. So übergab der chinesische Botschafter in Havanna, Hua Xin, bei einem Treffen mit Díaz-Canel eine finanzielle Sofort-Unterstützung von 80 Millionen US-Dollar sowie 60.000 Tonnen Reis. Außerdem erfolgte eine Anpassung des gemeinsamen Vorhabens zur Gewinnung von Sonnenenergie, das auf 200 MW gesteigert werden soll. Auch Mexiko leistet dringend benötigte Hilfe. In Veracruz haben zwei Schiffe mit ca. 1,2 Tonnen Bohnen, Milchpulver und anderen Produkten abgelegt, um Kuba mit Nahrungsmittel zu versorgen. Angesichts der aggressiven Politik der USA unter Donald Trump und der fortschreitenden Rechtsentwicklung in Lateinamerika gestaltet sich für die Völker der Region die Verteidigung ihrer Souveränität zwar deutlich schwieriger, ist aber gerade deshalb umso notwendiger. (Bild: Quetzal-Redaktion, mceniza)

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