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Uruguay: Zuckerrohrarbeiter besetzen Land

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Lesedauer: 2 Minuten

Uruguay: Zuckerrohrarbeiter besetzen Land - Foto: Rufino UribeIn Uruguay häufen sich die Fälle von Landbesetzungen, mit deren Hilfe Druck auf die Regierung Mujica ausgeübt werden soll, um Kooperativen Grundstücke zur landwirtschaftlichen Nutzung und zum Wohnungsbau zur Verfügung zu stellen. Es gibt mindestens drei verschiedene Gruppierungen der Zuckerrohrarbeiter, die unabhängig voneinander und auch mit verschiedenen Methoden agieren. Cañeros, die Grundstücke in Bella Unión besetzten, kündigten jetzt eine Fortsetzung ihrer Aktionen an. Sie begründeten diese Entscheidung mit der Ankündigung der Uruguayischen Vereinigung der Wohnungsbaukooperativen (Fucvam), am 14. Mai ein Grundstück in San José zu besetzen und ähnliche Aktionen in Paysandú zu planen. Weitere Gruppen, darunter die Landkommission der UTAA (Gewerkschaft der Zuckerarbeiter ‚Artigas‘) wollen gleichzeitig mehrere Landbesetzungen durchführen, um so die Räumungen besetzter Grundstücke durch die Polizei zu behindern. Darüber hinaus diskutiert die UTAA, die 1961 gegründete Keimzelle der Organisation uruguayischer Zuckerrohrarbeiter, über die Durchführung eines LKW-Korsos nach Montevideo, um Land für die Peludos (Bezeichnung für Zuckerrohrarbeiter in Uruguay) zu verlangen. So unterschiedlich die verschiedenen Gruppen auch agieren, einig sind sie sich in ihrem Vorwurf an Regierung und Behörden, zu wenig Land zur Verfügung zu stellen. Es werde so ein Fucvam-Vertreter zu den geplanten Aktionen in Paysandú immer nur verhandelt, aber Bauland gäbe es nicht (Bildquelle: Rufino Uribe).

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