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Nicaragua: Premio Cervantes 2017 an Sergio Ramírez überreicht

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Lesedauer: 2 Minuten

Nicaragua_Sergio_Ramirez_Bild_Centroamérica_cuentaIn Madrid wurde vorgestern der Cervantes-Preis, der bedeutendste Literaturpreis der spanischsprachigen Welt überreicht. Prämiert wurde mit dem Nicaraguaner Sergio Ramírez erstmals ein Autor aus Mittelamerika. Ramírez‘ Werk, begründete die Jury im November 2017, spiegele die „Lebendigkeit des Alltags wider, die Wirklichkeit in ein Kunstwerk verwandelt“. Es verbinde die Erzählung und die Poesie mit der Strenge des Beobachters und des Schauspielers. Die Bücher des Nicaraguaners wurden in 17 Sprachen übersetzt, sein Werk umfasst Erzählungen und Romane ebenso wie Zeitungskolumnen. Doch Ramírez prägte sein Land nicht nur als Autor, sondern auch als Politiker. Nach dem Sieg der Sandinisten hatte er wichtige politische Ämter inne, von 1985 bis 1990 war er unter Ortega Vizepräsident. 1995 verließ er die FSLN aus Protest gegen den Kurs der Partei und gründete eine eigene Partei, den Movimiento Renovadora Sandinista (MRS). Angesichts der massiven Proteste in seinem Land, die sich an der geplanten Rentenreform entzündeten, aber zunehmend das System Ortega angreifen, erinnerte der Schriftsteller an diejenigen, die getötet wurden, weil sie für Gerechtigkeit und Demokratie kämpfen. Er widmete seinen Preis den „Tausenden Jugendlichen, deren Waffen nur Ideale sind und die dafür kämpfen, dass Nikaragua wieder eine Republik wird“ (Bildquelle: centroamerica_cuenta).

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