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Kolumbien: 1666 „falsche Positive“ in der Statistik der Militärs

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In Kolumbien tauchen immer mehr Fälle auf, bei denen Militärs unschuldige Zivilisten umbrachten, diese aber als getöte Kämpfer der FARC präsentierten. Der Body-count unter den Zivilisten erreichte bis heute 1666 Opfer. Insgesamt sind bisher 434 Militärangehörige unterschiedlichen Ranges angeklagt, falsche Erfolge, so genannte „falsche Positive“, im Kampf gegen die bewaffneten Gruppen ausgegeben zu haben. Dabei handelt es sich offenbar nicht – wie anfangs gemeldet – um vereinzelte Fälle, sondern um eine sehr weit verbreitete Praxis in Armeekreisen. Am Montag hat erstmals der Verteidigungsminister Juan Manuel Santos eingeräumt, dass eine solche außergerichtliche Hinrichtung im Oktober letzten Jahres  stattfand. Die kolumbianische Staatsanwaltschaft untersucht derweil jedoch über 1000 solcher Vorkommnisse.

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