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Chile: Finanzkrise vermindert Renteneinlagen

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Bereits zu Beginn der 80er Jahre kam es unter dem Diktator Augusto Pinochet zur weitreichenden Privatisierung der Sozialversicherung. 2002 wurde diese durch eine Reform nicht etwa teilweise zurückgenommen, sondern in dem Maße verändert, dass seit diesem Zeitpunkt ein deutlich größerer Aktienanteil im Ausland erlaubt war. Eigenlich als Alterssicherung gedacht, zeigen sich jetzt für viele Chilenen die negativen Auswirkungen dieser Politik, denn die chilenischen Renteneinlagen haben seit dem Beginn der Subprime-Krise Mitte 2007 20 Milliarden US-Dollar ihres Wertes verloren. 1,3 Millionen Bürger hatten auf der Skala von „A“ (hohes Risiko) bis „E“ (absolut sichere Anlage) die am höchsten mit Risiko behaftete Anlageform gewählt, wodurch deren Einlagen bisher 29 Prozent an Wert eingebüßt haben. Mit einem Verlust von 22 Prozent galt dies auch für die vier Millionen Bürger welche „B“ gewählt hatten. In weiten Teilen der Bevölkerung wird die Schuld nun der Regierung gegeben, welche zu wenig Aufklärung über die Risiken geleistet hat. Zur Zeit gibt sie ebenfalls den Rat aus, das Risikoprofil nicht zu wechseln, sondern die Krise „auszusitzen“.

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