Uruguay: Beschäftigte sind häufiger krank
|Der Arbeitsausfall infolge Fernbleibens vom Arbeitsplatz (Absentismus) entwickelt sich in Uruguay zunehmend zu einem ernsten Problem. Betriebe klagen, sie benötigten sieben bis acht Prozent mehr Beschäftigte, um die Produktion aufrechterhalten zu können. Der Absentismus nimmt in verschiedenen Wirtschaftssektoren zu, so z.B. im Gesundheitsbereich und im Dienstleistungsgewerbe. Die staatliche Sozialversicherung (Banco de Previsión Social, BPS) konstatiert derweil einen deutlichen Anstieg der Gesundheitskosten in den letzten Jahren. Während Vertreter der Industrie versichern, dass mehr als ein Drittel der ausgegebenen Gelder an Menschen gingen, die ihre Krankheit nur vortäuschten, verweist die Statistik des BPS auf Ursachen, die offensichtlich nicht spezifisch für Uruguay sind. So haben insbesondere Erkrankungen des Muskel-Skelett-Apparates zugenommen, aber auch bei psychischen Erkrankungen ist ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Betroffen sind vor allem Beschäftigte im Handel, in der industriellen Fertigung, in Land- und Forstwirtschaft sowie in der Gesundheitswirtschaft. In diesen Bereichen ist häufig eine hohe Belastung der Beschäftigten durch schwere körperliche Arbeit festzustellen (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, gt).