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Venezuela: Fabrik des mexikanischen Zementherstellers Cemex besetzt

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Am 18. Juni wurde die Verstaatlichung der Zementindustrie offiziell verkündet. 60 Tage hatten die Unternehmen sich auf einen möglichen Kaufpreis zu einigen. Vorgabe war ein Anteil von mindestest 60 Prozent, welcher durch den venezolanischen Staat übernommen wird. Wurden mit Holcim (Schweiz) und Lafarge (Frankreich) Vereibarungen über die Verstaatlichung unterzeichnet, so konnte man sich mit dem mexikanischen Zementhersteller Cemex nicht über einen Kaufpreis einigen. Energie- und Ölminister Rafael Ramirez gab daraufhin gestern bekannt, dass Cemex enteignet werden soll, wenn keine Einigung erfolgt. Bisher wurde mit der Cemex-Fabrik in Maracaibo nur eine der vier Anlagen von venezolanischen Soldaten besetzt. Venezuela zahlte für 85% der Holcim-Tochter 552 Millionen Dollar und 267 Mio. Dollar für einen 89-prozentigen Anteil des Tochterunternehmens von Lafarge. Der geforderte Kaufpreis für Cemex in Höhe von 1,3 Mrd. Dollar empfand die Regierung in Caracas als zu hoch. Grund für die Verstaatlichung ist nach Aussage von Chávez der durch starke Exportorientierung der Zementhersteller anhaltene Zementmangel.

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