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Kolumbien: Regierung geht gegen illegalen Kokaanbau vor

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Lesedauer: 2 Minuten

Koka-Blatt - Foto: Agência Brasil, Marcello Casal Jr.Für das Jahr 2017 hat sich die kolumbianische Regierung zum Ziel gesetzt, insgesamt 100.000 Hektar unerlaubter Kokaplantagen zu vernichten. Erreicht werden soll dieses Vorhaben mit Hilfe zweierlei Vorgehensweisen. Zum einen bietet die Regierung Programme an, die Bauern dazu ermuntern sollen, die Kokapflanze durch andere Kulturpflanzen zu ersetzen. Auf diese Weise erhofft man sich, die Anbaufläche um 50.000 Hektar zu reduzieren. Die zweite Methode sieht eine Zwangsvernichtung der Pflanzen vor, die von Polizei und Militär vorgenommen wird und die auch denjenigen Bauern droht, die die Angebote der Regierung nicht annehmen. Als eine helfende Hand im Kampf gegen den illegalen Kokaanbau könnte sich auch die FARC herausstellen. Im Rahmen der Friedensverhandlungen zwischen Regierung und der Guerilla hat sich letztere dazu bereit erklärt, sich nicht weiter durch den illegalen Kokaanbau zu finanzieren. Somit könnte sich die Zusammenarbeit mit der FARC positiv auf das Vorhaben auswirken. Bereits im vergangenen Jahr plante die kolumbianische Regierung, 20.000 Hektar Anbaufläche zu vernichten. Gelungen ist dies bei 17.593 Hektar. Während der letzten Jahre ist die Anbaufläche für Kokaplantagen in Kolumbien stetig angewachsen. Während es im Jahr 2014 noch 69.000 Hektar waren, stieg die Zahl im Jahr 2015 auf 96.000 Hektar an. Schätzungen zufolge belief sich die Fläche im Jahr 2016 bereits auf 130.000 Hektar (Bildquelle: Agência Brasil, Marcello Casal Jr.)

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