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Politik und Kultur in Lateinamerika

Autor:innen Archiv

Peter Gärtner

Anzahl der Beiträge: 229

Ein Gescheiterter als Vorbild? Diskussion über Che Guevara und die Zukunft Kubas

  Am 15. November 2017 fand in Leipzig im Haus des Buches eine Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) statt, die dem 50. Todestag des Comandante Che Guevara gewidmet war. Das zahlreich erschienene Publikum hatte dort die Gelegenheit, mit Erwin Kohmann, dem Leiter der Che-Guevara-Gedenkstätte in Vallegrande (Bolivien), und Michael Zeuske, Professor…

Ernesto Che Guevara – ein chronologischer Überblick über sein Leben

1. Bis zum Sieg der kubanischen Revolution (1928-1958)
1928, 14. Juni Geburt in Rosario (Argentinien) als ältester Sohn von Ernesto Guevara Lynch und Celia de la Serna
1945-1951 Studium der Medizin in Buenos Aires
1952, Januar-Juli erste Lateinamerika-Reise
1953, März Abschluss des Medizinstudiums als Doktor
1953, Juli                    Beginn seiner zweiten

Sammelrezension: Von Kokainmeeren, Todeskorridoren, Drogenkartellen und Favelas

Lateinamerika als Exempel für das Scheitern des War on Drugs Boullosa, Carmen/Wallace, Mike: Es reicht! Mexiko und der gescheiterte War on Drugs. Verlag Antje Kunstmann GmbH, München 2015 Glenny, Misha: Der König der Favelas. Brasilien zwischen Koks, Killern und Korruption. J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger GmbH, Stuttgart 2016 Martínez, Óscar:…

Das kubanische Paradox (III): Wie weiter? Herausforderungen, Spielräume und Chancen für den Sozialismus im 21. Jahrhundert

Die Frage, wie es nach dem Tod von Fidel Castro im November 2016 und dem für 2018 angekündigten Rückzug seines Bruders Raúl in Kuba weitergehen wird, stellen sich sowohl die Freunde und Unterstützer des sozialistischen Kubas als auch viele der Besucher und Touristen, die das Land bereisen. Auch in den

Das kubanische Paradox (II): Sozialistische Politik unter dem Doppeldruck von US-Embargo und neoliberaler Globalisierung

Das Festhalten an den sozialistischen Idealen gegen den Doppeldruck von US-Embargo und neoliberaler Globalisierung bildet den Kern der welthistorischen Sonderstellung Kubas in der Gegenwart. Zugleich sieht sich die kubanische Führung gezwungen, das bestehende Wirtschaftssystem zu „aktualisieren“ (Schmieg 2017). Die erforderlichen Reformen (Zeuske 2015) werfen mittelfristig die Frage auf, ob die…

Das kubanische Paradox Drei Beiträge zu einem immer noch aktuellen Thema

Kuba ist seit Barack Obamas Kurskorrektur Ende 2014 und Fidel Castros Tod im November 2016 mehr denn je Gegenstand polarisierter Aufmerksamkeit. Die jüngst von US-Präsident Trump in Miami verkündete Rücknahme der Reiseerleichterungen für US-Bürger zeigt einmal mehr, wie wechselhaft und fragil das Verhältnis zwischen der westlichen Hegemonialmacht und der sozialistischen…

Neoliberaler Extraktivismus in Zentralamerika (III) Der neue Tourismus-Boom als Teil der „imperialen Lebensweise“

Der Tourismus bildet die dritte Akkumulationsachse des zentralamerikanischen Neo-Extraktivismus. Auch beim Tourismus geht der Boom mit Vertreibungen der lokalen Bevölkerung, der Zerstörung der Umwelt und dem Bau von Megaprojekten einher. Selbst in Costa Rica, wo die Natur unter dem Label der „Nachhaltigkeit“ und des „Ökotourismus“ vermarktet wird, treten die negativen…

Neoliberaler Extraktivismus in Zentralamerika (II) Die Produktion von Agrartreibstoffen als „nachhaltige“ Form oligarchischer Bereicherung

  Wie der Bergbau forciert auch der Agro-Extraktivismus in der neuen Gestalt der Palmölproduktion die weitere Durchsetzung des neoliberalen Akkumulationsmodells. Obwohl 85 Prozent der Exporte bzw. der Produktion dieses weltweit stark gefragten Pflanzenöls auf die beiden südostasiatischen Länder Indonesien und Malaysia entfallen, befinden sich immerhin drei der zentralamerikanischen Länder unter…

Neoliberaler Extraktivismus in Zentralamerika (I)

Der Bergbau-Boom als kurzfristige und extrem destruktive Akkumulationsachse Das als Extraktivismus bezeichnete Akkumulationsmodell hat in Lateinamerika eine lange Tradition, die mit der kolonialen Eroberung durch die Spanier begann (Brand/ Dietz 2015). Bildeten früher Edelmetalle (Gold, Silber), tropische Kolonialwaren (Zucker, Kakao, Kaffee) und Rohstoffe für die Industrialisierung der westlichen Metropolen (Salpeter,…

Die honduranische Oligarchie – ein zentralamerikanischer Sonderfall

Seit dem Ende des Zentralamerika-Konflikts und der Unterzeichnung der Friedensverträge in El Salvador (1992) und Guatemala (1996) vollzieht sich in der Region ein mehrfacher Transitionsprozess. Formales demokratisches Procedere hat die Diktatur der Militärs abgelöst. Nach dem Scheitern der Importsubstituierenden Industrialisierung (ISI) begann sich ein Wirtschaftsmodell zu etablieren, das nach den…