Interview mit José Galinga Repräsentant der ecuadorianischen Indígenas in Europa
Kampf um den Regenwald
Der Widerstand der Indigenas Ecuadors gegen die Vernichtung ihres Lebensraumes
Die indianische Bevölkerung Lateinamerikas ist in Bewegung geraten. So fand im Juni 1990 ein Aufstand der Indigeas in Ecuador statt. Erstmals traten sie geschlossen auf und stellten das bestehende Regime ersthaft in Frage. Der Aufstand gipfelte im Marsch der Indianer auf Quito, die Hauptstadt des Landes. Dort forderten sie von der Regierung die Anerkennung ihrer legitimen Rechte auf Grund und Boden, das Recht auf politische Mitsprache und vor allem Maßnahmen zum Schutz des Regenwaldes. Weitere Forderungen erhoben sie bei ihren zweiten Marsch auf Quito im April 1992. Die 10 000 in der Hauptstadt angekommen Indianer verlangten jetzt auch die Änderung der ecaudorianischen Verfassung dahingehend, daß sich die Republik Ecuador als multinational erklärt und die kulturellen Unterschiede innnerhalb der Bevölkerung "anerkennt, schützt und respektiert." Ein Hauptgegenstand der Auseinandersetzungen mit der Regierung und den staatlichen Behörden war die Anerkennung ihrer angestammten Siedlungsgebiete. Die territorialen Rechte der Indianer über ihren Lebensraum sind notwendig für das Überleben der Indianer und den Schutz ihres natürlichen Lebensraumes, besonders der tropischen Regenwälder des Amazonastieflandes. Dieser ist durch die rücksichtslosen Ausbeutungsmethoden der nationalen und internationalen Ölkonzerne ersthaft .....