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Politik und Kultur in Lateinamerika

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Guatemala 1995: Wann kommt die Demokratie?

Guatemala ist das einzige Land Zentralamerikas, in dem die bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen linker Guerrilla und Armee noch nicht beendet sind. Seit 35 Jahre tobt nun schon ein Bürgerkrieg, in dem 150.000 - 200.000 Guatemalteken ermordet wurden oder spurlos verschwanden. Dabei ging der geringste Teil auf das Konto direkter Kampfhandlungen. Seit 1954 überzogen staatliche und paramilitärische Repression in drei großen Terrorwellen das Land und forderten das Leben von Kommunisten und Christen, Gewerkschaftern und cooperativistas, Studenten und Bauern, indígenas und Ladinos. Blutiger Höhepunkt war 1981 -83 das Genozid an der indianischen Bevölkerungsmehrheit. Im Zuge der Politik der verbrannten Erde wurden damals 440 Dörfer von der Landkarte gelöscht, hunderttausende Kinder zu Waisen gemacht und eine Million Menschen zur Flucht gezwungen. Obwohl Gewalt nicht nur in Zentralamerika lange und blutige Traditionen hat, stellen Dauer und Intensität des guatemaltekischen Dramas ähnliche Konflikte in den Schatten. Die Wurzeln reichen weit in die Vergangenheit zurück. [1]

Das Erbe der capitanía general

Vor Erlangung der Unabhängigkeit war alles Land von Chiapas bis Costa Rica dem Reino de Guatemala zugeteilt. Guatemala gab diesem Teil des spanischen Kolonialimperiums nicht nur seinen Namen, es war zugleich Kernland der kolonialen capitanía genera.....