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Politik und Kultur in Lateinamerika

Suchergebnisse für "buen vivir"

Wir haben 724 Ergebnisse für Ihre Suchanfrage gefunden.

Argentinische Filmtage 2008 in Leipzig

argentinische_filmtage_leipzig_2008_01.jpgDie Leipziger Argentinischen Filmtage vom 1. – 9. Februar 2008 konnten in diesem Jahr mit einer breiten Palette an gut ausgewählten Filmen und einem interessanten Rahmenprogramm aufwarten. Der Aufwand, welcher durch die Verantwortlichen um Diego Serra (Festivalleitung) betrieben wurde, scheint sich gelohnt zu haben, kamen doch mit insgesamt 2.700 Besuchern mehr als doppelt so viele Besucher wie im vorangegangenen Jahr zu dem noch jungen Filmfestival. An Filmen gab es zum einen neue argentinische Filme aus den letzen Jahren, mit Camila, Esperando la carroza und La Patagonia Rebelde aber auch einige Klassiker des argentinischen Kinos zu sehen. Weiterhin standen cineastische Werke, die es bisher in Deutschland ...

Drogenhandel und Drogenanbau in Mexiko: Genese der Kartellstrukturen und aktuelle Situation

Mexiko_Kartellbildung_Narcotrafico_01.jpgDer Drogenhandel gewann in Mexiko mit der Prohibition in den USA im Jahr 1914 an Bedeutung. Bereits 1916 ergaben Nachforschungen von US-Behörden, dass der Opiumhandel im nordwestlichen Bundesstaat Baja California vom Gouverneur, Colonel Esteban Cantú (1916-1920) selbst kontrolliert wurde. Der Gouverneur konnte dadurch seine Truppen bezahlen, Waffen kaufen und Regierungsausgaben finanzieren. Streng genommen, waren die Einnahmen noch nicht einmal illegal, da sie als Strafgebühr für den mittlerweile verbotenen Handel mit Drogen gesehen wurden. Auch in der postrevolutionären Phase erfolgte dieser...

DAS-Skandal

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Der Skandal der kolumbianischen Geheimdienstbehörde DAS (Departamento Administrativo de Seguridad) gelangte im Jahr 2006 an die Öffentlichkeit. Der bereits 2005 festgenommene Leiter der Informatik-Abteilung, Rafael García, beschuldigte seinen Chef und damaligen Direktor des DAS, Jorge Noguera, der Zusammenarbeit mit den Paramilitärs.

Laut García hat Noguera 2002 als damaliger Direktor der Wahlkampagne von Uribe im Departament Magdalena Wahlbetrug betrieben. Und nicht nur Noguera hat mitgewirkt, sondern auch andere Personen, die zur Zeit bei der Regierung Uribes tätig sind. Dazu kommt noch die Anschuldigung, dass der Wahlbetrug mit der Unterstützung des rechtsorientierten Paramilitär-Führers Rodrigo Tovar, besser bekannt als „Jorge 40“, erfolgte. Garcia vermutet aber, dass diese „Partnerschaft“ mit den Paramilitärs darüber hinausging, und Noguera, bereits als Direktor des DAS, Kontakt zu Jorge 40 pflegte. Es sei beim DAS bekannt, dass Noguera eine Liste von Aktivisten und Gewerkschaftlern an den Führer der Paramilitärs übergab. Die Personen auf dieser Liste wurden kurz danach ermordet aufgefunden. Es existierten also Todesschwadronen, die der Geheimdienst indirekt duldet. Ob Präsident Alvaro Uribe von diesen Machenschaften wusste, konnte García nicht bestätigen.

Dazu kommen noch weitere Spekulationen in den Medien, die sogar eine Verwi.....

Paraguay – ein Kurzportrait

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"Para mí, esa gente no entiende nada de lo que le pasa y en verdad que no le pasa nada. Nada más que estar ahí sin vivir ni morir, sin esperar nada, hundiéndose cada vez un poco más en la tierra pelada." [1] (Augusto Roa Bastos, Yo, el Supremo)

Paraguay – da steht dieser Begriff, zunächst noch verschwommen, neblig, so als würde man ihn aus der Luft betrachtet sehen, wenn der Blick über die weiten, undurchdringlichen Selva-Regionen streift. Doch in dem Maße, wie sich der Nebel hebt, lichtet sich das Bild. Schubladen tun sich auf: War nicht Paraguay eines des beiden Binnenländer Südamerikas, eingezwängt zwischen Bolivien, Brasilien und Argentinien? Teilt nicht der namensgebende Fluß das Land in den Regenwald im Osten und die Schwemmlandebene des Gran Chaco im Westen? War nicht der gemeinsam mit Brasilien betriebene Itaipú-Damm das größte Wasserkraftwerk der Welt, bevor die Chinesen den gigan.....

Ecuador – ein Kurzportrait

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Hay quien nace viejo y muere de lo mismo, sin enterarse siquiera de su paso por la vida. Hay quien nace y muere joven, eternamente joven, renovador y creativo. (Oswaldo Guayasamín: “El tiempo que me ha tocado vivir”)[1]

Der Äquator gab Ecuador seinen Namen. Das Monument ist nur am falschen Ort - Foto: Quetzal-Redaktion, sscEcuador ist so vielfältig, daß es schwer ist, bei der Durchdringung des Landes nicht vom Wege abzugleiten; eine Geschichte ergibt die nächste, ein Naturphänomen ein anderes, eine Erscheinung viele Mythen.

Aber am Anfang war der Meter. Klar, der kam erst nach den Chibchas, Bahías, Valdivías und Las Tolitas. Auch nach den Inkas und den Spaniern. Dennoch muß ausgerechnet der Meter als der Beginn Ecuadors angesehen werden. Die stolzen Ecuadorianer mögen nun einwenden: „Nein, der Anfang war die Unabhängigkeit von Spanien im Jahr 1822“. Oder vielleicht entgegen sie auch: „Der Anfang war das Ende von Simón Bolívar und der Zerfall der Republik Großkolumbien im Jahr 1830“.

Doch den Ursprung des Namens der dann neuen Republik Ecuador können diese historischen Ereignisse nicht erklären. Um dieser Erklärung auf die Spur zu kommen, ist es zunächst notwendig, sich von der Küsten- oder Oriente-Region hinauf in die Sierra zu begeben; der Humboldtstrom bleibt genauso zurück wie die Schildkröten und Darwinfinken der Galápagos, die Bananenplantagen und Mangrovensümpfe der Costa, die Edelhölzer des Amazonasbeckens; es geht hinaus aus dem Schmelztiegel der Afro-Ecuadorianer, Cayapa, Chachi, weg von den Shuar, Huaoroni und Amazonien-Quechuas.

Ziel sind die Vulkane der Cordillera, der Cotopaxi nahe der Hauptstadt Quito, und der höchste Berg Ecuadors, der Chimborazo (6267 m ü. NN). Dort findet man wahrscheinlich immer noch die hieleros vor, die Eis für den Markt in Riobamba abbauen – und seit dem Jahr 2000 gegen zerfledderte US-Dollar-Noten tauschen. Denn den Sucre gibt es nicht mehr. Im Zuge einer Banken- und Währungskrise hatte die Zentralbank die Kontrolle über alle geldpolitischen Größen verloren – und sah in der Dollarisierung den einzigen Ausweg. Für die Bevölkerung wurde nun die prinzipiellste Exit-Option die Flucht aus dem Land. Inzwischen gehen Schätzungen davon aus, daß knapp drei Millionen Ecuadorianer im Ausland leben, davon etwa 800.000 in Spanien. Und die verbliebenen knapp 14 Millionen sorgten mit ihren Protesten für die Absetzung von vier Präsidenten seit jenen Krisenjahren, wobei sich vor allem die Indígena-Organisationen Pachakutik und das Bündnis der indigenen Nationalitäten Ecuadors (Confederación de Nacionalidades Indígenas del Ecuador, CONAIE) als treibende Kräfte des zivilen Ungehorsams hervortun.

Der richtige .....</p src=

Banco del Sur – ein neuer Hoffnungsträger?
Ein Kommentar

Lateinamerika_Banco_del_Sur.jpgNun ist sie also gegründet – die „Bank des Südens“. Lange hat es gewährt. Und noch ist offen, ob es letztlich gut wird. Denn über dem Projekt schwebt von Anfang an ein Anflug von Hybris: IWF und Weltbank paroli bieten, die „Unabhängigkeit unserer Völker entscheidend voranbringen“, Projekte in den Schlüsselbereichen der Wirtschaft beschleunigen und sogar den Weg zu einer gemeinsamen Währung ebnen. Chávez, Correa und Morales überboten sich in ihren Laudatios förmlich bei der Bedeutung der neuen ...

Banco del Sur – ein neuer Hoffnungsträger?Ein Kommentar

Lateinamerika_Banco_del_Sur.jpgNun ist sie also gegründet – die „Bank des Südens“. Lange hat es gewährt. Und noch ist offen, ob es letztlich gut wird. Denn über dem Projekt schwebt von Anfang an ein Anflug von Hybris: IWF und Weltbank paroli bieten, die „Unabhängigkeit unserer Völker entscheidend voranbringen“, Projekte in den Schlüsselbereichen der Wirtschaft beschleunigen und sogar den Weg zu einer gemeinsamen Währung ebnen. Chávez, Correa und Morales überboten sich in ihren Laudatios förmlich bei der Bedeutung der neuen ...

Interview mit Carlos Altamirano
Rechtsanwalt und Generalsekretär der Sozialistischen Partei Chiles

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Interview mit Carlos Altamirano - Flucht vor der Junta

Carlos Altamirano Orrego, geboren am 18. Dezember 1922 in Santiago de Chile, Rechtsanwalt und Professor für Wirtschaftsrecht an der Universidad de Chile, war von 1961 bis 1965 Abgeordneter des chilenischen Unterhauses, von 1965 bis 1973 Senator und zwischen 1971 und 1979 Generalsekretär der Sozialistischen Partei Chiles. Während der Regierung der linken Koalition Unidad Popular unter dem sozialistischen Präsidenten Salvador Allende stand Altamirano für eine militärische Alternative des revolutionären Übergangs zum Sozialismus und rief für den Fall eines militärischen Angriffs auf die Unidad-Popular-Regierung und ihr sozialistisches Projekt zum bewaffneten Widerstand auf. Nach dem Putsch durch die Generäle um Pinochet wurde auf ihn ein Kopfgeld ausgesetzt und er verwandelte sich in die am meisten gesuchte Person des Landes. Wie in dem Buch „Flucht vor der Junta“ - herausgegeben von Gotthold Schramm und erschienen beim Verlag „Edition Ost“ - beschrieben wird, bereiteten ehemalige Mitarbeiter der DDR-Botschaft in Santiago de Chile seine Flucht vor und retteten ihm das Leben, indem sie ihn außer Landes brachten. Vom Exil in Italien und Kuba aus organisierte Altamirano den Widerstand gegen die Diktatur und rief zur ideologischen Erneuerung der Sozialistischen Partei auf, was ihm den Vorwurf des Revisionismus einbrachte. Die chilenische PS ist heute gespalten in eine sozialistische Minderheit und eine sozialdemokratische, den Neoliberalismus im Lande befördernde Mehrheit. Drei Jahre nach der vollzogenen Demokratisierung kehrte Altamirano im Jahre 1993 nach Chile zurück, wo er sich bis vor kurzem aus der öffentlichen Politik und Debatte zurückzog und nur in wenigen Ausnahmefällen Interviews über seine persönliche Geschichte gewährte.

Das folgende Interview führte Marek Höhn, Politikwissenschaftler und parlamentarischer Berater in Santiago de Chile, am 12. Februar 2007 in Santiago.

Wie haben Sie die letzten Tage, Wochen, Monate vor dem Putsch erlebt? Es ist bekannt, dass sich die bewaffneten Auseinandersetzungen lange vorher angekündigt hatten und, wie verschiedenen Dokumenten zu entnehmen ist, haben Sie vor dem Putsch bereits sowohl die Bevölkerung als auch Soldaten und Unteroffiziere aufgerufen, im Falle von putschistischen Befehlen diese nicht zu befolgen, sondern gegen putschistische Vorhaben Widerstand zu leisten. Können Sie zusammenfassen, wie Sie die letzte Zeit vor dem Putsch erlebt haben?

Ihr könnt Euch sicher vorstellen, dass das Tage einer sehr großen Spannung gewesen sind, eine sehr mit Konflikten beladene Zeit. Das war sie insbesondere für mich. Ich war der absoluten Überzeugung, dass ein Militärputsch in Vorbereitung war. Diese Überzeugung beruht unter anderem auf einem Gespräch mit Marineangehörigen, welches mir heue noch von der Rechten vorgeworfen wird, weil behauptet wird, ich hätte politisches Aufrührertum betrieben. Aber unsere Gespräche mit d.....

Interview mit Carlos AltamiranoRechtsanwalt und Generalsekretär der Sozialistischen Partei Chiles

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Interview mit Carlos Altamirano - Flucht vor der Junta

Carlos Altamirano Orrego, geboren am 18. Dezember 1922 in Santiago de Chile, Rechtsanwalt und Professor für Wirtschaftsrecht an der Universidad de Chile, war von 1961 bis 1965 Abgeordneter des chilenischen Unterhauses, von 1965 bis 1973 Senator und zwischen 1971 und 1979 Generalsekretär der Sozialistischen Partei Chiles. Während der Regierung der linken Koalition Unidad Popular unter dem sozialistischen Präsidenten Salvador Allende stand Altamirano für eine militärische Alternative des revolutionären Übergangs zum Sozialismus und rief für den Fall eines militärischen Angriffs auf die Unidad-Popular-Regierung und ihr sozialistisches Projekt zum bewaffneten Widerstand auf. Nach dem Putsch durch die Generäle um Pinochet wurde auf ihn ein Kopfgeld ausgesetzt und er verwandelte sich in die am meisten gesuchte Person des Landes. Wie in dem Buch „Flucht vor der Junta“ - herausgegeben von Gotthold Schramm und erschienen beim Verlag „Edition Ost“ - beschrieben wird, bereiteten ehemalige Mitarbeiter der DDR-Botschaft in Santiago de Chile seine Flucht vor und retteten ihm das Leben, indem sie ihn außer Landes brachten. Vom Exil in Italien und Kuba aus organisierte Altamirano den Widerstand gegen die Diktatur und rief zur ideologischen Erneuerung der Sozialistischen Partei auf, was ihm den Vorwurf des Revisionismus einbrachte. Die chilenische PS ist heute gespalten in eine sozialistische Minderheit und eine sozialdemokratische, den Neoliberalismus im Lande befördernde Mehrheit. Drei Jahre nach der vollzogenen Demokratisierung kehrte Altamirano im Jahre 1993 nach Chile zurück, wo er sich bis vor kurzem aus der öffentlichen Politik und Debatte zurückzog und nur in wenigen Ausnahmefällen Interviews über seine persönliche Geschichte gewährte.

Das folgende Interview führte Marek Höhn, Politikwissenschaftler und parlamentarischer Berater in Santiago de Chile, am 12. Februar 2007 in Santiago.

Wie haben Sie die letzten Tage, Wochen, Monate vor dem Putsch erlebt? Es ist bekannt, dass sich die bewaffneten Auseinandersetzungen lange vorher angekündigt hatten und, wie verschiedenen Dokumenten zu entnehmen ist, haben Sie vor dem Putsch bereits sowohl die Bevölkerung als auch Soldaten und Unteroffiziere aufgerufen, im Falle von putschistischen Befehlen diese nicht zu befolgen, sondern gegen putschistische Vorhaben Widerstand zu leisten. Können Sie zusammenfassen, wie Sie die letzte Zeit vor dem Putsch erlebt haben?

Ihr könnt Euch sicher vorstellen, dass das Tage einer sehr großen Spannung gewesen sind, eine sehr mit Konflikten beladene Zeit. Das war sie insbesondere für mich. Ich war der absoluten Überzeugung, dass ein Militärputsch in Vorbereitung war. Diese Überzeugung beruht unter anderem auf einem Gespräch mit Marineangehörigen, welches mir heue noch von der Rechten vorgeworfen wird, weil behauptet wird, ich hätte politisches Aufrührertum betrieben. Aber unsere Gespräche mit d.....