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"buen vivir"
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Argentinien: Olympische Fackel in Buenos Aires angekommen
Gestern Nacht ist die Fackel der Olympischen Spiele 2008 in Peking, aus den USA kommend, in Buenos Aires gelandet. Argentinien ist das einzige Land in Südamerika, in welchem die Olympische Fackel getragen wird. Sie wird bis zum Beginn des 13 Kilometer langen Laufes an einem geheimen Ort aufbewahrt. Im Gegensatz zu anderen Städten soll der Fackellauf jedoch öffentlich sein. Um die Sicherheit zu garantieren werden 5.700 Sicherheitskräfte eingesetzt, darunter 1.200 Bundespolizisten. Circa 80 Athleten werden das Feuer für ungefähr 1 Minute tragen. (Bildquelle: University of Texas at Austin)
Argentinien: Bauernverbände beenden Streik
Nach fast drei Wochen des Streiks (gegen die Erhöhung der Abgaben auf Sojaexporte) haben die argentinischen Bauern verkündet diesen ab heute für 30 Tage auszusetzen. Mit der Parole "Lasst die Nahrungsmittel für das Volk durch" demonstrierten gestern Zehntausende Anhänger der Regierung in Buenos Aires gegen die Straßenblockaden der Bauern und den damit verbunden Nahrungsmittelengpässen. Es war eine der größten Demonstrationen der letzten Jahre in Argentien. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ssc)
Brasilien, Venezuela: Südamerikanischer Verteidigungsrat
Gefördert durch den FARC Konflikt nimmt die Idee eines südamerikanischen Verteidungsbündnisses langsam Form an. Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat die Bestrebungen im März weiter forciert, so daß zur Zeit erste Beratungen zwischen Venezuela und Brasilien stattfinden. Diese sollen bis Ende Juni abgeschlossen sein. Venezuelas Staatschef Hugo Chávez betonte dass sich Lateinamerika mit Hilfe des Bündnisses nun auch vor (Neo)Imperialismus und Präventivkriegen schützen könnte. (Bildquelle: Agencia Brasil, Marcello Casal Jr.)
Argentinische Filmtage 2008 in Leipzig
Die Leipziger Argentinischen Filmtage vom 1. – 9. Februar 2008 konnten in diesem Jahr mit einer breiten Palette an gut ausgewählten Filmen und einem interessanten Rahmenprogramm aufwarten. Der Aufwand, welcher durch die Verantwortlichen um Diego Serra (Festivalleitung) betrieben wurde, scheint sich gelohnt zu haben, kamen doch mit insgesamt 2.700 Besuchern mehr als doppelt so viele Besucher wie im vorangegangenen Jahr zu dem noch jungen Filmfestival. An Filmen gab es zum einen neue argentinische Filme aus den letzen Jahren, mit Camila, Esperando la carroza und La Patagonia Rebelde aber auch einige Klassiker des argentinischen Kinos zu sehen. Weiterhin standen cineastische Werke, die es bisher in Deutschland ...
Drogenhandel und Drogenanbau in Mexiko: Genese der Kartellstrukturen und aktuelle Situation
Der Drogenhandel gewann in Mexiko mit der Prohibition in den USA im Jahr 1914 an Bedeutung. Bereits 1916 ergaben Nachforschungen von US-Behörden, dass der Opiumhandel im nordwestlichen Bundesstaat Baja California vom Gouverneur, Colonel Esteban Cantú (1916-1920) selbst kontrolliert wurde. Der Gouverneur konnte dadurch seine Truppen bezahlen, Waffen kaufen und Regierungsausgaben finanzieren. Streng genommen, waren die Einnahmen noch nicht einmal illegal, da sie als Strafgebühr für den mittlerweile verbotenen Handel mit Drogen gesehen wurden. Auch in der postrevolutionären Phase erfolgte dieser...
DAS-Skandal
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Der Skandal der kolumbianischen Geheimdienstbehörde DAS (Departamento Administrativo de Seguridad) gelangte im Jahr 2006 an die Öffentlichkeit. Der bereits 2005 festgenommene Leiter der Informatik-Abteilung, Rafael García, beschuldigte seinen Chef und damaligen Direktor des DAS, Jorge Noguera, der Zusammenarbeit mit den Paramilitärs.
Laut García hat Noguera 2002 als damaliger Direktor der Wahlkampagne von Uribe im Departament Magdalena Wahlbetrug betrieben. Und nicht nur Noguera hat mitgewirkt, sondern auch andere Personen, die zur Zeit bei der Regierung Uribes tätig sind. Dazu kommt noch die Anschuldigung, dass der Wahlbetrug mit der Unterstützung des rechtsorientierten Paramilitär-Führers Rodrigo Tovar, besser bekannt als „Jorge 40“, erfolgte. Garcia vermutet aber, dass diese „Partnerschaft“ mit den Paramilitärs darüber hinausging, und Noguera, bereits als Direktor des DAS, Kontakt zu Jorge 40 pflegte. Es sei beim DAS bekannt, dass Noguera eine Liste von Aktivisten und Gewerkschaftlern an den Führer der Paramilitärs übergab. Die Personen auf dieser Liste wurden kurz danach ermordet aufgefunden. Es existierten also Todesschwadronen, die der Geheimdienst indirekt duldet. Ob Präsident Alvaro Uribe von diesen Machenschaften wusste, konnte García nicht bestätigen.
Dazu kommen noch weitere Spekulationen in den Medien, die sogar eine Verwi.....
Die Stellung Lateinamerikas in der Weltwirtschaft
Paraguay – ein Kurzportrait
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"Para mí, esa gente no entiende nada de lo que le pasa
y en verdad que no le pasa nada. Nada más que estar
ahí sin vivir ni morir, sin esperar nada, hundiéndose
cada vez un poco más en la tierra pelada." [1]
(Augusto Roa Bastos, Yo, el Supremo)
Paraguay – da steht dieser Begriff, zunächst noch verschwommen, neblig, so als würde man ihn aus der Luft betrachtet sehen, wenn der Blick über die weiten, undurchdringlichen Selva-Regionen streift. Doch in dem Maße, wie sich der Nebel hebt, lichtet sich das Bild. Schubladen tun sich auf: War nicht Paraguay eines des beiden Binnenländer Südamerikas, eingezwängt zwischen Bolivien, Brasilien und Argentinien? Teilt nicht der namensgebende Fluß das Land in den Regenwald im Osten und die Schwemmlandebene des Gran Chaco im Westen? War nicht der gemeinsam mit Brasilien betriebene Itaipú-Damm das größte Wasserkraftwerk der Welt, bevor die Chinesen den gigan.....
Ecuador – ein Kurzportrait
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Hay quien nace viejo y muere de lo mismo,
sin enterarse siquiera de su paso por la vida.
Hay quien nace y muere joven,
eternamente joven, renovador y creativo.
(Oswaldo Guayasamín: “El tiempo que me ha tocado vivir”)[1]
Ecuador ist so vielfältig, daß es schwer ist, bei der Durchdringung des Landes nicht vom Wege abzugleiten; eine Geschichte ergibt die nächste, ein Naturphänomen ein anderes, eine Erscheinung viele Mythen.
Aber am Anfang war der Meter. Klar, der kam erst nach den Chibchas, Bahías, Valdivías und Las Tolitas. Auch nach den Inkas und den Spaniern. Dennoch muß ausgerechnet der Meter als der Beginn Ecuadors angesehen werden. Die stolzen Ecuadorianer mögen nun einwenden: „Nein, der Anfang war die Unabhängigkeit von Spanien im Jahr 1822“. Oder vielleicht entgegen sie auch: „Der Anfang war das Ende von Simón Bolívar und der Zerfall der Republik Großkolumbien im Jahr 1830“.
Doch den Ursprung des Namens der dann neuen Republik Ecuador können diese historischen Ereignisse nicht erklären. Um dieser Erklärung auf die Spur zu kommen, ist es zunächst notwendig, sich von der Küsten- oder Oriente-Region hinauf in die Sierra zu begeben; der Humboldtstrom bleibt genauso zurück wie die Schildkröten und Darwinfinken der Galápagos, die Bananenplantagen und Mangrovensümpfe der Costa, die Edelhölzer des Amazonasbeckens; es geht hinaus aus dem Schmelztiegel der Afro-Ecuadorianer, Cayapa, Chachi, weg von den Shuar, Huaoroni und Amazonien-Quechuas.
Ziel sind die Vulkane der Cordillera, der Cotopaxi nahe der Hauptstadt Quito, und der höchste Berg Ecuadors, der Chimborazo (6267 m ü. NN). Dort findet man wahrscheinlich immer noch die hieleros vor, die Eis für den Markt in Riobamba abbauen – und seit dem Jahr 2000 gegen zerfledderte US-Dollar-Noten tauschen. Denn den Sucre gibt es nicht mehr. Im Zuge einer Banken- und Währungskrise hatte die Zentralbank die Kontrolle über alle geldpolitischen Größen verloren – und sah in der Dollarisierung den einzigen Ausweg. Für die Bevölkerung wurde nun die prinzipiellste Exit-Option die Flucht aus dem Land. Inzwischen gehen Schätzungen davon aus, daß knapp drei Millionen Ecuadorianer im Ausland leben, davon etwa 800.000 in Spanien. Und die verbliebenen knapp 14 Millionen sorgten mit ihren Protesten für die Absetzung von vier Präsidenten seit jenen Krisenjahren, wobei sich vor allem die Indígena-Organisationen Pachakutik und das Bündnis der indigenen Nationalitäten Ecuadors (Confederación de Nacionalidades Indígenas del Ecuador, CONAIE) als treibende Kräfte des zivilen Ungehorsams hervortun.
Banco del Sur – ein neuer Hoffnungsträger?
Ein Kommentar
Nun ist sie also gegründet – die „Bank des Südens“. Lange hat es gewährt. Und noch ist offen, ob es letztlich gut wird. Denn über dem Projekt schwebt von Anfang an ein Anflug von Hybris: IWF und Weltbank paroli bieten, die „Unabhängigkeit unserer Völker entscheidend voranbringen“, Projekte in den Schlüsselbereichen der Wirtschaft beschleunigen und sogar den Weg zu einer gemeinsamen Währung ebnen. Chávez, Correa und Morales überboten sich in ihren Laudatios förmlich bei der Bedeutung der neuen ...