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Politik und Kultur in Lateinamerika

Suchergebnisse für "buen vivir"

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Wandel als Konstante
Das bolivianische Parteiensystem aus historischer Perspektive

Die Herausbildung erster politischer Parteien in Bolivien geht auf die historische Zäsur des Jahres 1880 zurück. Die vollständige Niederlage des Landes im Pazifikkrieg beendete die Vorherrschaft der Militär-Caudillos. Die Oligarchie, bestehend aus den großen Minen-Besitzern und Latifundistas war nunmehr entschlossen, die politische Macht direkt auszuüben. Zugleich nahm der Silberbergbau einen neuerlichen Aufschwung auf der Basis seiner technischen Modernisierung. Im Ergebnis dieser neuen Entwicklungen stabilisierte sich auch die politische Situation, was seinen Ausdruck nicht zuletzt in der vergleichsweise langen Geltungsdauer der Verfassung von 1880 fand.

Wandel als KonstanteDas bolivianische Parteiensystem aus historischer Perspektive

Die Herausbildung erster politischer Parteien in Bolivien geht auf die historische Zäsur des Jahres 1880 zurück. Die vollständige Niederlage des Landes im Pazifikkrieg beendete die Vorherrschaft der Militär-Caudillos. Die Oligarchie, bestehend aus den großen Minen-Besitzern und Latifundistas war nunmehr entschlossen, die politische Macht direkt auszuüben. Zugleich nahm der Silberbergbau einen neuerlichen Aufschwung auf der Basis seiner technischen Modernisierung. Im Ergebnis dieser neuen Entwicklungen stabilisierte sich auch die politische Situation, was seinen Ausdruck nicht zuletzt in der vergleichsweise langen Geltungsdauer der Verfassung von 1880 fand.

Zinnbarone - Ihr Aufstieg und Fall

Um etwa 1900 löste Zinn Silber als wichtigste Devisenquelle Boliviens ab. Es kam zu tiefgreifenden Veränderungen in der Wirtschaft, aber auch in der Gesellschaft. Eine neue Elite bildete sich heraus, die ihren Reichtum nunmehr aus der Förderung von Zinn bezog. Vor allem drei Namen bestimmten fortan die Entwicklung des Landes: Simón I. Patiño, Moritz Hochschild und Carlos Victor Aramayo – die Zinnbarone. Die wichtigste und überragende Person war Simón Ituri Patiño. Geboren am 01.06.1862 im Departement Cochabamba wuchs er in ärmlichen Verhältnissen auf. Über sein frühes Leben ist wenig bekannt. Es gibt gesicherte Hinweise, dass er als Handelsgehilfe in einem Geschäft für Bergbauausrüstung, der Firma Hermann Fricke & Co, in Oruro beschäftigt war. Ein Gerücht besagt, ein Kunde habe, als er kein Geld zum Zahlen bei sich trug, Patiño eine Besitzurkunde über eine Mine überreicht. Dieser hätte den Tausch akzeptiert und wäre von seinem Chef entlassen worden. Dann machte sich der neue Bergwerkbesitzer auf zu seinem Stollen La Salvadora im Be.....

Die "Elite" von Santa Cruz. Ökonomische Basis und politischer Anspruch

Die gewalttätigen Ereignisse in den Tieflandprovinzen Santa Cruz und Pando sowie die Ausweisung des US-Botschafters im September 2008 haben Bolivien vorübergehend in das Bewusstsein einer größeren internationalen Öffentlichkeit gerufen. Die momentane politische Situation ist geprägt durch den von indigenen und sozialen Bewegungen geforderten Neugründungsprozess des Landes, verbunden mit einer neuen Verfassung. Eine dagegen aufbegehrende Opposition, die sich vor allem in den regionalen Autonomiebewegungen der Tiefland-Departements manifestiert, lässt es sinnvoll erscheinen, sich eingehender mit den in Santa Cruz (Stadt & Department) ansässigen Akteuren und ihrer politisch-ökonomischen Machtbasis auseinanderzusetzen. Und das aus mehreren Gründen. Die mächtigen privaten Interessenverbände des Departement Santa Cruz, das sich spätestens ab den 1980er Jahren als Wirtschaftsmotor Boliviens etabliert hat, lehnen die von der Regierung per Verfassung und Referendum geplanten sozialökonomischen Reformen ab. Dazu zählen die Landwirtschaftskammer des Ostens (CAO), die Industrie-, Handels-, Dienstleistungs- und Tourismuskammer (CAINCO), der Unternehmerverband und der Verband der Viehzüchter von Santa Cruz (Fegasacruz). Diese wehren sich vor allem gegen die Verstaatlichung unproduktiven Privatlandes, eine noch festzulegende Obergrenze an Landbesitz, die ihrer Ansicht nach damit einhergehende Rechtsunsicherheit sow.....

Die "Elite" von Santa Cruz. Ökonomische Basis und politischer Anspruch

Die gewalttätigen Ereignisse in den Tieflandprovinzen Santa Cruz und Pando sowie die Ausweisung des US-Botschafters im September 2008 haben Bolivien vorübergehend in das Bewusstsein einer größeren internationalen Öffentlichkeit gerufen. Die momentane politische Situation ist geprägt durch den von indigenen und sozialen Bewegungen geforderten Neugründungsprozess des Landes, verbunden mit einer neuen Verfassung. Eine dagegen aufbegehrende Opposition, die sich vor allem in den regionalen Autonomiebewegungen der Tiefland-Departements manifestiert, lässt es sinnvoll erscheinen, sich eingehender mit den in Santa Cruz (Stadt & Department) ansässigen Akteuren und ihrer politisch-ökonomischen Machtbasis auseinanderzusetzen. Und das aus mehreren Gründen. Die mächtigen privaten Interessenverbände des Departement Santa Cruz, das sich spätestens ab den 1980er Jahren als Wirtschaftsmotor Boliviens etabliert hat, lehnen die von der Regierung per Verfassung und Referendum geplanten sozialökonomischen Reformen ab. Dazu zählen die Landwirtschaftskammer des Ostens (CAO), die Industrie-, Handels-, Dienstleistungs- und Tourismuskammer (CAINCO), der Unternehmerverband und der Verband der Viehzüchter von Santa Cruz (Fegasacruz). Diese wehren sich vor allem gegen die Verstaatlichung unproduktiven Privatlandes, eine noch festzulegende Obergrenze an Landbesitz, die ihrer Ansicht nach damit einhergehende Rechtsunsicherheit sow.....

Banzer Suárez, Hugo. Biographie

Überblick: Hugo Banzer Suárez (10.5.1926 – 5.5.2002), gelangte 1971 durch einen Putsch an die Macht und regierte Bolivien diktatorisch bis 1978 (Periode bekannt als „Banzerato“). Der in diese Zeit fallende starke wirtschaftliche Aufschwung des Landes konnte allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass es unter Banzer zu etlichen Menschenrechtsverletzungen kam. Banzer blieb als Chef seiner Partei Acción Democrática Nacionalista (ADN) weiterhin politisch aktiv und wurde 1997 nach mehreren Anläufen (1979, 1980, 1985, 1989, 1993) als Präsident des Landes gewählt. Seine Amtszeit (bis 2001) war geprägt durch ein extremes, von den USA diktiertes Vorgehen gegen den illegalen Koka-Anbau sowie eine fortgesetzte wirtschaftsliberale Politik, die zu starken sozialen Spannungen in Bolivien führte.

I. Ausbildung und militärischer Aufstieg

Hugo Banzer Suárez wurde am 10. Mai 1926 als Nachfahre deutscher Einwanderer in Concepción im Departement Santa Cruz, im bolivianischen Tiefland geboren. Sein Großvater väterlicherseits diente im deutschen kaiserlicher kaiserlichen Heer und wanderte Ende des 19. Jahrhunderts aus Osnabrück nach Bolivien aus. Über Banzers Eltern scheint relativ wenig bekannt zu sein, außer dass bereits sein Vater in der bolivianischen Armee tätig gewesen ist.

Bevor Hugo Banzer mit 14 Jahren an der.....

Boom in Buenos Aires

Sechs Jahre nach dem wirtschaftlichen und politischen Crash stehen in der argentinischen Hauptstadt alle Zeichen auf Boom und Normalisierung. Man spürt förmlich die Veränderungen in Buenos Aires. Es wird investiert, die Touristen strömen nach Argentinien, es gibt wieder Arbeit. Michael Stocks ist mit einem Taxifahrer unterwegs, der in den Zeiten der Depression nahezu sein ganzes Hab und Gut und fast auch seinen Lebensmut verloren hatte.

Geld oder Leben

Geschäfte mit der Sicherheit in Südamerika. "Die Luftüberwachung ist ein Markt der Zukunft", sagt der Brasilianer. Seit vier Jahren fliegen die Helikopter über die Millionenmetropole, um Banken und Supermärkte zu bewachen. Mit modernsten Kameras und Nachtsichtgeräten ausgerüstet können sie Verbrecher auf der Flucht filmen, sie verfolgen, die Polizei alarmieren, Beweise liefern. In den letzten Jahren ist die Kriminalität in Südamerika sprunghaft gestiegen. Überfälle auf offener Straße, Raub und Mord, die Polizei ist überfordert. Ein ideales Geschäft für Sicherheitsfirmen. In Buenos Aires bewachen 50.000 Privatpolizisten Wohnhäuser, in Montevideo stehen Verkehrspolizisten in ihrer Freizeit Schmiere an Eingängen großer Bankzentralen, in Lima lassen sich die Bürger ihre Grundstücke mit Starkstromkabel verdrahten. Und immer wieder sind es ehemalige Militärs, die ihre Spezialkenntnisse aus den Diktaturen in der heutigen Zeit zu nutzen.

Dominikanische Republik – Ein Kurzportrait

Für die meisten Deutschen stellt die Dominikanische Republik, meist als „Domrep“ verballhornt, den Inbegriff des preiswerten Karibikurlaubs dar: Sonne, Strand, Palmen, Coctails, Mulatas – all inclusive. Einer solchen Vorstellung kommt entgegen, dass das Land tatsächlich auf einer Fläche, die nur wenig größer als die von Niedersachsen ist, einen vielfältigen Mix von Natur-Highlights zu bieten hat. So ist der Pico Duarte mit 3175 Metern der höchste Berg der Karibik und die zahlreichen Nationalparks beheimaten eine Fauna und Flora von beeindruckendem Reichtum. Auch in anderer Hinsicht hat das Land einiges zu bieten, was zwar die Einheimischen, selten aber die eingeflogenen Touristen zu schätzen wissen. Inzwischen ist der dominikanische Rum, repräsentiert durch die drei bekannten Marken Bermúdez (seit 1852), Brugal (seit 1888) und Barceló (seit 1930), auf bestem Wege, international ...

Kuba, Venezuela: Raúl Castro zu Besuch

Kubas Staatschef Raúl Castro ist am vergangenen Sonnabend (13.12.) auf seiner ersten Auslandsreise seit seiner Amtsübernahme vor 10 Monaten in Venezuela eingetroffen. Raúl Castro und der venezolanische Präsident Hugo Chávez bekräftigten ihr politisches Bündnis und vereinbarten die Zusammenarbeit in 137 neuen Wirtschafts- und Kooperationsabkommen. Damit erhöht sich das Volumen der bilateralen Wirtschaftsprojekte der beiden Verbündeten auf 3,6 Milliarden Dollar. Zu Beginn der Gespräche legte Castro einen Kranz am Grab des südamerikanischen Freiheitskämpfers Simón Bolívar nieder und erhielt von Chávez eine Nachbildung von Bolívars Schwert. Am heutigen Dienstag nehmen Castro und Chávez gemeinsam am Gipfeltreffen der Länder Lateinamerikas und der Karibik in Brasilien teil.