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Politik und Kultur in Lateinamerika

Suchergebnisse für "buen vivir"

Wir haben 727 Ergebnisse für Ihre Suchanfrage gefunden.

Das Wirtschaftsmodell Boliviens

Bolivien_Ethnien_01.JPG In einer Zeit, in der wir eine der größten Krisen des kapitalistischen Weltwirtschaftssystems erleben und in der das Vertrauen in dieses Wirtschaftssystem stark angeschlagen ist, haben die Menschen in Bolivien die Möglichkeit, oder sogar das Glück, per Verfassungsreferendum am 25. Januar 2009 ein Wirtschaftsmodell für ihr Land zu wählen. Es liegt noch keine qualifizierte Einschätzung des Modells, das Teil eines Verfassungsentwurfs ist, der höchstwahrscheinlich im Referendum angenommen und verabschiedet wird, durch Dritte vor. Einer der Autoren der neuen Verfassung (Constitución Política del Estado, CPE...

Bolivien, Paraguay: Ende des Grenzstreits

Bolivien, Paraguay: Ende des Grenzstreits, Fernando Lugo und Evo Morales (Bildquelle: Fernando Lugo APC)77 Jahre nach dem Chaco-Krieg (1932-1935) beendeten der Präsident Paraguays, Fernando Lugo, und der Präsident Boliviens, Evo Morales, offiziell die Grenzstreitigkeiten der beiden Länder. In einem Festakt am vergangenen Montag in Buenos Aires überreichte die argentinische Präsidentin, Cristina Fernández de Kirchner, den beiden Staatsoberhäuptern den dreibändigen Abschlussbericht der gemischten Grenzkommission, die mit dem Friedensvertrag von 1938 ins Leben gerufen wurde. Bereits seit ihren Unabhängigkeitserklärungen im 19. Jahrhundert stritten sich Bolivien und Paraguay um das Gebiet Chaco Boreal. Von 1932 bis 1935 kam es dann zu einem äußerst blutigen Krieg zwischen den beiden Ländern. Paraguay gewann und erhielt den Großteil des Chaco Boreal. Im Jahr 2007 beendete die Grenzkommission ihre mühevolle Arbeit, die durch die natürliche Unwirtlichkeit des Chaco-Gebiets sowie aufgrund wechselnder politischer Interessen während der letzten Jahrzehnte, nur langsam voranschritt. Argentinien agierte als Hauptvermittler zwischen den beiden Streitparteien. (Bildquelle: Fernando Lugo APC)

Viva el Tango

Als Vorgänger des Tangos gelten die Candombe-Tänze, die bei rituellen Kultveranstaltungen der freigelassenen Sklaven aufgeführt wurden, ferner die Milonga und die Mitte des 19. Jahrhunderts aus Kuba nach Buenos Aires gekommene Habanera. Um 1880, als der Ragtime gerade in den Vereinigten Staaten seine ersten Triumphe feierte, entstanden in den Vorstädten von Buenos Aires die ersten Tango-Kapellen, besetzt mit Flöten, Geigen, Harfen und Gitarren. Rund 30 Jahre später etablierte sich dann das sogenannte "Orchesta Typica", in der Besetzung Geige, Gitarre, Kontrabass und Bandonium. Im Jahr 1911 meldete sich bei einem Gesangswettbewerb der 1890 geborene Carlos Gardel. Der Erfolg war so groß, dass er damals zusammen mit dem schon bekannten Sänger Razzano im Duo auf Tournee ging.

Venezuela: Veto gegen Abschlusserklärung des Amerika-Gipfels

Der Präsident Venezuelas, Hugo Chavez, verkündete gestern nach Ende des ALBA-Sondergipfels in der venezolanischen Stadt Cumaná, dass er die Abschlusserklärung des heute beginnenden Amerika-Gipfels nicht unterzeichnen werde. Der 5. Amerika-Gipfel findet dieses Wochenende in Trinidad und Tobago statt. Daran nehmen Staats- und Regierungschefs von 34 Ländern aus Nord-, Mittel- und Südamerika sowie der Karibik teil. Kuba ist von dem Gipfel ausgeschlossen. Das in mehreren Runden zwischen den Staaten ausgehandelte Abschlussdokument nähme, laut Chavez, keine Rücksicht auf politische Veränderungen in der Region und die Formulierungen zu Menschenrechten und demokratischer Regierungsführung richteten sich klar gegen Kuba. Außerdem gebe die Erklärung nach Auffassung der ALBA-Mitgliedsstaaten keine Antworten darauf, wie die weltweite Wirtschaftskrise gelöst werden könne und sei deshalb inakzeptabel. Es ist damit zu rechnen, dass keiner der auf dem Amerika-Gipfel anwesenden Staatschefs der Mitgliedsstaaten des ALBA-Bündnisses (Venezuela, Bolivien, Honduras, Nicaragua und Dominica) die Abschlusserklärung unterschreiben wird.

Aus heiterem Himmel

Spielfilm - Argentinien - 2002. Neues argentinisches Kino: Marcia ist Verkäuferin in einem Dessous-Geschäft in Buenos Aires. Sie langweilt sich, sie hat keinen Freund und sie hat Übergewicht. Ihr Leben ändert sich, als sie eines Tages von zwei jungen Punk-Lesben angemacht wird: zuerst ist sie schockiert von der direkten Konfrontation mit Sex, Diebstählen, mit einem chaotischen Leben. Aber sie ist auch fasziniert von dieser fremden Welt. Was zuerst wie eine Entführung ausgesehen hat, wird zu einer Reise zu dritt in die argentinische Provinz und vor allem zu einer Reise zu ganz neuen Erfahrungen und Erlebnissen. Und eine Rückkehr in Marcias früheren Alltag rückt in immer weitere Ferne...

Argentinien: Letzte Huldigung an Raúl Alfonsín

Argentinien: Letzte Huldigung an Raúl Alfonsín (2.v.r., Archivfoto vom 1.10.2008), Foto: Presidencia de la Nación ArgentinaDer ehemalige argentinische Präsident (1983-1989) Raúl Alfonsín ist heute mit 82 Jahren gestorben. Seit Jahren litt er an Lungenkrebs. 60.000 Personen begleiteten in Buenos Aires seinen Sarg und brachte ihm somit eine letzte Huldigung. Raúl Alfonsín gewann die Wahlen im Jahr 1983. Er war der erste demokratische Präsident nach der Beendigung der Militärdiktatur. Er musste sich um ein moralisch zerrissenes und wirtschaftlich darniederliegendes Land kümmern. Unter seiner Regierung fand das erste Mal in Lateinamerika eine Anklage gegen ein ehemaliges Militärregime aufgrund ihrer Verbrechen statt. Er ist auch bisher in der argentinischen Geschichte der einzige Präsident, der keine Anklage wegen Korruption hatte. (Foto: Presidencia de la Nación Argentina)

Lateinamerika: Südamerikanisch-arabisches Gipfeltreffen in Doha

Auf dem in dieser Woche abgehaltenen zweiten Gipfeltreffen der politischen Führer von 22 Mitgliedstaaten der Arabischen Liga und 12 südamerikanischen Ländern in Doha, haben diese die Notwendigkeit betont, ihre Kräfte zu bündeln, um gemeinsame Interessen auf internationaler Ebene besser vertreten zu können. Darüber hinaus besiegelten die Mitglieder der südamerikanischen Wirtschaftsgemeinschaft MERCOSUR – Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay – und die Vertreter des Golfkooperationsrats (GCC) in einem Abkommen ihre Bereitschaft, in naher Zukunft ein Freihandelsabkommen zu unterzeichnen. Initiator des gemeinsamen Treffens, das 2005 zum ersten Mal in Brasilia stattfand, ist der brasilianische Präsident Lula da Silva. Der brasilianische Handel mit den arabischen Staaten ist in der Zwischenzeit von acht Milliarden auf 20 Milliarden US-Dollar gestiegen. Die arabischen Staaten sind Abnehmer südamerikanischer Nahrungsmittel, vor allem aus Brasilien und Argentinien, wobei die Handelsbilanz positiv zugunsten der Südamerikaner ausfällt.

El Salvadors Epochenbruch: Linkskandidat Mauricio Funes wird neuer Präsident

Mauricio_Funes.jpgDie Wahl von Mauricio Funes, Kandidat des Frente Farabundo Martí para la Liberación Nacional (FMLN - Nationale Befreiungsfront Farabundo Martí), zum Präsidenten El Salvadors markiert zweifellos einen Epochenbruch: Erstmals stellt die Linke im kleinsten Land Zentralamerikas das Staatsoberhaupt. Dies verdient aus drei Gründen tatsächlich das Prädikat „historisch“, welches viele Nachrichtenagenturen und Pressemedien dem Wahlgang vom 15. März 2009 inzwischen angeheftet haben. Zum ersten wird damit die Herrschaft von ARENA (Alianza Republicana Nacionalista - Nationalistisch-Republikanische Allianz), die 20 Jahre regiert hatte, beendet. Beide Parteien waren ...

Die Haifänger von Buena Vista

n Sergios Familie sind alle Männer Haifänger. Die Fanggebiete liegen bis zu 200 Kilometer vor der Küste Guatamalas. An Bord der Boote gibt es weder Funk noch Schwimmwesten. Die größte Gefahr sind versagende Motoren. Am frühen Morgen kommen die Boote der Haifänger vom nächtlichen Fang zurück nach Buena Vista, einer kleinen Siedlung bei der Hafenstadt San José an der Pazifikküste Guatemalas. Sergio und Mapache bringen diesmal nur zwei Hammerhaie und ein paar Blauhaie mit. In einer kleinen Fabrik werden die Fänge verarbeitet. Fast alles wird genutzt. Das Fleisch gelangt frisch in die Supermärkte der Hauptstadt oder gepökelt in die Dörfer des Hochlands.

Castellanos, Laura: Subcomandante Marcos - Kassensturz

Kassensturz_Marcos.jpgEs ist gewissermaßen logisch, dass die Linke zu ihren Idolen, ihren Vordenkern und Vorbildern ein eher zwiespältiges Verhältnis hat. Wer für die Befreiung des Menschen aus den Zwängen der Fremdbestimmung durch das Kapital kämpft, der will nicht blind einer – wenn auch linken – Führerfigur folgen. Dennoch sind Vorbilder wichtig, wie nicht nur das scheinbar zeitlose Bild Che Guevaras zeigt, das Generationen von Linken auf Demonstrationen begleitet. Einer, um den es derzeit stiller geworden ist, eignet sich heute aber wie kaum ein anderer als Vorbild und Leitfigur: Subcomandante Insurgente Marcos. Seit 15 Jahren ist der „Sub“ Sprecher der Zapatisten in Chiapas. Ihm nimmt man ab, dass er der Maxime seiner Bewegung folgt ...