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"buen vivir"
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La Negra - Ein Nachruf auf Mercedes Sosa
Es gibt Menschen, von denen man glaubt, sie lebten ewig. Bei ihr war das jedenfalls so. Sie war irgendwie schon immer da, ihre Stimme immer gegenwärtig. Als ich begann, lateinamerikanische Musik zu hören, - Gott wie lang ist das jetzt her? - war sie bereits ein Star, bekannt selbst in Europa. Ihre Stimme blieb im Ohr, von Anfang an - dunkel, kämpferisch, zärtlich. Sie sang Lieder, die ich irgendwie verstand, zunächst auch ohne den Text zu verstehen. Sie schrieb diese Lieder nicht selbst, sie coverte Titel von Kollegen aus ganz Lateinamerika. Eine ganze Reihe dieser Lieder sind ihre Lieder geworden, bei denen man, schon wenn man nur den Titel hört, ihre Stimme im Ohr hat: Cuando tenga la tierra, Canción con todos, Todo cambia, Será posible el sur. Ja selbst León Giecos berühmtes ...
Argentinien: Sängerin Mercedes Sosa im Alter von 74 Jahren gestorben
Haydée Mercedes Sosa, auch bekannt als "La Negra", ist am 4. Oktober 2009 in Buenos Aires nach knapp sechswöchigem Krankenhausaufenthalt infolge organischer Probleme gestorben. Die Sängerin, die am 9. Juli 1935 in San Miguel de Tucumán das Licht der Welt erblickte, konnte auf eine fast 60-jährige Karriere zurückblicken, in der sie etliche Länder bereiste, mit bedeutenden internationalen Künstlern auf der Bühne stand und unzählige Platten aufnahm. Sie gilt als eine der größten Künstlerinnen der populären Musik Lateinamerikas und war Teil der Bewegung des Neuen Liedes (Nueva Canción). Angefangen hatte sie als Folkloresängerin, später interpretierte sie die Lieder verschiedener Künstler, wie etwa von Victor Jara oder Violetta Parra. Die Adaption von Parras "Gracias a la vida" ist weltweit bekannt. Sosa war eine der berühmtesten Sängerinnen Argentiniens und trat gegen die Militärdiktatur des Landes ein (1976-1983), weshalb sie mit einem Auftrittsverbot belegt wurde, in dessen Folge sie 1980 für zwei Jahre nach Spanien exilierte. Mercedes Sosa erhielt für ihr musikalisches aber auch politisches Wirken verschiedene Preise, u.a. 1995 den Großen Preis CAMU-UNESCO oder 2005 den Sarmiento-Preis. Später wurde sie zur UNICEF-Botschafterin für Lateinamerika und die Karibik ernannt. Ihr letztes Album mit dem Namen "Cantora" veröffentlichte sie 2009, auf dem sie neben anderen mit Joan Manuel Serrat, Luis Alberto Spinetta, Caetano Veloso, Shakira, Gustavo Cerati, Charly García, Calle 13 und Joaquín Sabina zu hören ist (Bildquelle: Public Domain).
Koka, Terror und der Inka Aufstand -
Marcel Kolvenbach über seinen Film - Teil 2
Die größte Kritik, die ich meinem Film vorhalten würde ist, dass er auf der Ebene der Rhetorik von beiden Seiten bleibt. Mein Film versucht beiden Seiten und ihren Argumenten Glauben zu schenken: Die Rhetorik von Elsa und Diana, dass das die Identität ihrer indigenen Wurzeln an die Existenz dieses heiligen Blattes geknüpft sei. Rhetorik, weil es in Wahrheit viel komplizierter ist. Diana hat zwar indigene Wurzeln, wuchs aber - wie so viele - in der Stadt auf, weit weg von den indigenen Gemeinschaften, auch, weil in deren Territorien ein dauernder Krieg herrscht. Die Großstädte Lateinamerikas sind voll mit Menschen, die vor Krieg im eigenen Land geflüchtet sind ...
Schätzchenjagd in Brasilien
Brasilien ist reich an schönen Mädchen. 10.000 Models gibt es in diesem Land, 100 gelingt eine internationale Karriere, Topmodel Gisele Bündchen ist das bekannteste davon. Aus diesem Reichtum will Hansjörg Bruderer schöpfen. Der Schweizer Unternehmer führt in São Paulo eine Modelagentur mit einem eigenen Modelhaus: Dort schart er Nachwuchstalente im Alter zwischen 14 und 18 Jahren um sich. Gegenwärtig sind im Modelhaus 22 Mädchen untergebracht. Dort wird ihre Eignung für das Modelgeschäft geprüft, dort wird wöchentlich ihre Körpermasse vermessen. Und monatlich gibt es kollektiv genau einen Geburtstagskuchen, weil zu viel Zuckerzeug Figur und Geschäft verdirbt. Wer das und die Einsamkeit, oft Hunderte von Kilometern vom Elternhaus entfernt, durchhält, schafft es vielleicht einmal auf die internationalen Laufstege von New York, Rom oder Paris. Die Gewinnaussichten, auch für Bruderer, sind jedenfalls verführerisch.
Zanon gehört der Bevölkerung: FASINPAT gewinnt Enteignungsverfahren
Die Arbeiter in Argentiniens besetzter Keramik-Fabrik FASINPAT haben diese Woche einen großen Sieg errungen: Die Fabrik gehört nun auch nach bürgerlichem Recht der Bevölkerung. Die Provinzregierung hat einer Enteignung der Fabrik zugestimmt und es der Arbeiterkooperative zum legalen und zeitlich unbegrenzten Verwalten übergeben. Seit 2001 haben die ArbeiterInnen von Zanon für eine legale Anerkennung der ArbeiterInnenkontrolle in Lateinamerikas größter Keramik-Fabrik gekämpft. Seit dem haben sie Jobs geschaffen, unterstützen Community-Projekte und soziale Bewegungen weltweit und zeigten der Welt, dass ArbeiterInnen keine Bosse brauchen. "Das ist unglaublich, wir sind glücklich. Die Enteignung ist ein Akt von Gerechtigkeit" ...
Grüner Angriff der Abtrünnigen
Marina Silva will Präsidentschaftskandidatin der grünen Partei werden - und für den Erhalt des Regenwalds kämpfen. Knapp sieben Jahre nach dem ersten Wahltriumph des früheren Metallgewerkschafters Luiz Inácio Lula da Silva ist die Hoffnung in die brasilianische Politik zurückgekehrt. Sie ist weiblich und trägt - wie der Staatschef - den Nachnamen Silva. Maria Osmarina da Silva Vaz de Lima will im kommenden Jahr die erste Präsidentin Brasiliens werden. Fast zerbrechlich wirkt die 51-Jährige mit den dunklen Ringen um die Augen, der hohen Stimme und dem Haarknoten. Doch der erste Eindruck trügt: Marina Silva ist für ihre Ausdauer bekannt, und sie zählt zu den integren PolitikerInnen des Landes. Seit 1994 sitzt die frühere Gummizapferin und Mitstreiterin des Regenwald-Märtyrers Chico Mendes ...
Südamerika: Brasilien als erstes Team für WM 2010 in Südafrika qualifiziert
Mit einem deutlichen 3:1 Auswärtssieg gegen den Erzfeind Argentinien hat sich Brasilien als erstes Team Südamerikas für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika qualifiziert. Bereits nach 30 Minuten stand es 2:0 für die "Seleçao". Zwar konnte die "Albiceleste" in der 65. Minute nochmal auf 1:2 verkürzen, Brasilien konterte jedoch nur zwei Minuten später mit dem 3:1. Durch den Sieg konnte sich Brasiliens Nationaltrainer Carlos Dunga auch im direkten Duell der Trainer gegen Diego Maradona duchsetzen. Von dessen Taktik, das Spiel aufgrund der besseren Athmospähre im reinen Fußballstadion in Rosario (gut 40.000 Zuschauer) auszutragen, ließ sich Brasilien jedoch nicht beeindrucken. Maradona setzte seinen Willen dabei gegen den Verbandspräsidenten und die Statistik durch, denn im Nationalstadion "El Monumental" in Buenos Aires wurde bisher nur eines von 45 WM-Qualifikationsspielen verloren. Maradona muß nun sogar um seinen Job fürchten, sollte Argentinien (22 Punkte) das nächste Spiel am 9. September gegen den Drittplazierten der Tabelle, Paraguay (27 Punkte), verlieren. Brasilien führt nun die Tabelle mit 30 Punkten an, gefolgt von Chile mit 27 Punkten. Kolumbien und Ecuador mit je 20 Punkten kämpfen gegen Argentinien um die sichere WM-Qualifikation, denn der Tabellenfünfte muß in die Relagation gegen den Viertplatzierten der nordamerikanischen Concacaf-Gruppe. (Bildquelle: Agencia Brasil, Marcello Casal Jr.)
Zu Tisch in ... Argentinien
Lassofangen, alte Gaucholieder und viel Fleisch auf ganz verschiedene Arten zubereitet - das sind in Argentinien die Zutaten für ein großes Grillfest. "Zu Tisch in ..." ist dabei, wenn Daniel Pérez und seine Frau Miriam ein Barbecue vorbereiten. Daniel Pérez und seine Frau Miriam flüchten regelmäßig an den Wochenenden aus dem hektischen Buenos Aires auf ihr Gut "La Querencia" - die Sehnsucht. In der argentinischen Pampa, wenige Stunden von der Großstadt entfernt, fühlt sich der Pferdenarr am wohlsten - denn hier kann er sich rund um die Uhr seinen vier Dutzend Reittieren widmen. Seine Frau Miriam hingegen zieht es vor, sich am Swimmingpool auszuruhen und die Nachmittage mit Daniels Vater, Freunden und Nachbarn zu verbringen. Für ein großes Grillfest, zu dem das Ehepaar viele Freunde aus der Stadt erwartet, müssen letzte Vorbereitungen getroffen werden. Ein Rind wird eingefangen und geschlachtet, denn es soll gegrilltes Rindfleisch "Asado" und "Chorizos", selbst gemachte Würste, geben.
Honduras, Argentinien, Peru: Honduras bricht diplomatische Beziehungen mit Argentinien ab. Zelaya in Lima
Als Antwort auf die Ausweisung der Botschafterin in Argentinien hat gestern das honduranische De-Facto-Regime von Roberto Micheletti den Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit diesem Staat bekannt gegeben. Das Außenministerium von Honduras informierte, dass es ab jetzt die Beziehungen mit Buenos Aires über den Umweg der israelischen Botschaft in Argentinien unterhalten werde. Am 13. August wurde die honduranische Botschafterin Carmen Eleanora Ortez Williams von Argentinien wegen ihrer Unterstützung der Micheletti-Regierung ausgewiesen. In der Zwischenzeit ist heute der abgesetzte Präsident von Honduras, Manuel Zelaya, in Lima unter starken Sicherheitsvorkehrungen für ein Treffen mit dem peruanischen Präsidenten Alan García angekommen. Zelaya sucht eine regionale Koalition nach seinem Sturz am 28. Juni diesen Jahres durch Micheletti. (Bildquelle: Agencia Brasil, Jose Cruz).
Argentinien: Manu Chao: Neues Album mit Klinikinsassen
Der französische Sänger Manu Chao veröffentlichte ein neues Album. „La Colifata“ hat er zusammen mit Patienten der Klinik für Neuropsychiatrie José Tiburcio Borda in Buenos Aires aufgenommen. Die 20 Titel laden ein zu „lachen, weinen, meditieren“, sie beschäftigen sich mit dem Leben, dem Tod, mit Einsamkeit, Liebe und dem Ende der Welt. Das Album kann von der Webseite VivaLaColifata.org heruntergeladen werden und kostet so viel, wie man zahlen möchte. „La Colifata“ ist eine Radiostation, die seit 1991 von Patienten der Klinik unter Leitung des Psychologen Alfredo Olivera betrieben wird und jeden Samstag fünf Stunden auf Sendung geht. Das Radioprogramm soll den Patienten ihre Stimme zurückgeben und ein Beitrag gegen die soziale Stigmatisierung und den Ausschluss psychisch Kranker aus der Gesellschaft sein. „Radio La Colifata“ hat inzwischen zahlreiche Nachahmer in verschiedenen Ländern (erst im Juni wurde in Mexiko-Stadt ein „Colifata“ ins Leben gerufen), zudem werden die Sendungen von anderen argentinischen Radiostationen übertragen. Manu Chao unterstützt das Projekt seit fünf Jahren. Der Erlös aus dem Verkauf des Albums „La Colifata“ kommt dem Krankenhaus und dem Radioprojekt „La Colifata“ zugute. (Bildquelle: SubLaLuno)