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"buen vivir"
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Maibachs Spital
Ein Bündner Ehepaar hilft in Haiti. Als das verheerende Erdbeben auf Haiti Tod und Verwüstung brachte, verbrachten Raphaela und Rolf Maibach gerade ihre Weihnachtsferien in der Schweiz. Normalerweise leiten der Kinderarzt und die Laborantin das Hôpital Albert Schweitzer nördlich von Port-au-Prince. Seit dreieinhalb Jahren leben und arbeiten sie dort. Während die Spitäler in der Hauptstadt zerstört wurden, blieb ihr Spital unversehrt. Wenige Stunden nach der Katastrophe war das Hôpital Albert Schweitzer völlig überlastet. Die Opfer wurden mit komplizierten offenen Brüchen und anderen schweren Verletzungen eingeliefert. Die 66-Jährigen eilten so schnell wie möglich in ihre Wahlheimat, um zu helfen. Trotz fehlender Medikamente und immensen Patientenzahlen, versuchten sie das Leiden so vieler Patienten wie möglich zu lindern.
Das Netz der Drogenmafia in Medellín
Alles begann mit Drogenboss Pablo Escobar. Dann kam das Medellín-Kartell. Und heute unterhält die Oficina de Envigado ein mächtiges kriminelles Netzwerk mit weitreichenden Verbindungen zur Geschäftswelt, und der kolumbianischen Regierung ist es bisher nicht gelungen, dieses zu zerschlagen. Das Problem sind nicht mehr nur die kriminellen Machenschaften der Organisation, sondern das gigantische Wirtschaftssystem, das sich um die Oficina herum entwickelt hat. Medellín und Neapel liegen tausende Kilometer voneinander entfernt: Medellín, in Südamerika, Neapel in Europa. Erstere, eine noch junge Stadt, die andere, mehr als tausend Jahre alt. Medellín liegt inmitten der Berge, Neapel am offenen Meer. Dennoch gleichen sie sich. Beides sind ...
Selbstorganisation der Basis – Das Beispiel Bolivien
Die Neue Linke in Lateinamerika wird – zumindest hierzulande – meist von oben betrachtet. Sie besteht nach dieser Lesart aus Chávez, Correa und Morales, den anti-neoliberalen Präsidenten des Kontinents. Das ist aber nur eine Seite. Das entscheidend Neue an der Neuen Linken ist, dass sie auf der Unterstützung der Basis beruht, einer selbstorganisierten und selbsttätigen Basis, die ihr Schicksal nicht mehr passiv hinnehmen will. Diese Basis bildet sich aus Menschen, die über Jahrzehnte unterdrückt wurden und keine wirkliche Stimme hatten – dies gilt insbesondere für die Indigenen – oder die durch paternalistische Gesten von oben und Klientelismus eingelullt worden sind. Deswegen ist es entscheidend ...
Argentinien : Bücher aus Karton
ARTE Reportage. Mitten in der Krise hat ein alternativer Buchverlag in Buenos Aires Hochkonjunktur: Die Kooperative « Eloisa Cartonera » - ihre Werke sind schon von weitem auf den ersten Blick zu erkennen. Der Einband besteht aus Pappkartons, aus Abfallverpackungen, die sie in den Straßen sammeln und liebevoll neu dekorieren. Stilgerecht für einen alternativen Buchverlag logieren die Frauen und Männer von der « Eloisa Cartonera » seit 2007 in La Boca, einem der berüchtigtsten Viertel von Buenos Aires, in einer alten Pizzeria. „Cartoneros“, Karton- und Altpapier-Sammler, durchstreifen die Straßen der Stadt nach den schönsten weggeworfenen Pappen, die noch als Einband für die Bücher taugen könnten. Eine alte deutsche Druckmaschine spuckt die Seiten aus: Kinderbücher, Gedichtbände, Romane, Theaterstücke – und dann schneiden, bemalen und kleben die Mitarbeiter der Kooperative daraus schöne Bände.
Bulthaupt in Buenos Aires
Ob Buenos Aires immer noch die Metropole der Leidenschaften ist - davon wollte sich Weltenbummler Axel Bulthaupt überzeugen. Er streift durch die verwinkelten Gassen des alten Viertels "La Boca", wo einst der Tango geboren wurde. Sein Streifzug führt ihn aber auch in die neuen glitzernden Einkaufszentren, wo die Portenos, die stolzen Einwohner der Millionenmetropole am Rio de la Plata, ihren Geschäften nachgehen. Der Blick ihrer Bewohner richtete sich jedoch seit jeher nach Europa: Neben Kaffeehäusern im Wiener Stil entstanden Paläste, die an Mailand und Prag erinnern. Bulthaupt besucht das Teatro Colon, das als "Scala Südamerikas" gilt.
Städtetrip Buenos Aires
100% Urlaub. Argentinien ist ein riesiges Land – an seiner Westgrenze entlang der Anden misst es über 5000 Kilometer, an seiner Ostseite etwa 3000 Kilometer. Die Hauptstadt Buenos Aires ist der Dreh- und Angelpunkt. Die Porteños, wie die Einwohner noch heute heißen, unterscheiden sich stark von den übrigen Argentiniern.
Südamerika: US-Militärstützpunkte in Kolumbien und der Streit um Gemeingüter
Das bevorstehende Abkommen zwischen den USA und Kolumbien über die Nutzung von sieben Militärstützpunkten durch das US-Südkommando ist einer der Anlässe für die heftigen Diskussionen, die derzeit in Südamerika über Gemeingüter geführt werden. Zunächst einige aktuelle Informationen: Venezuela ist an die erste Stelle der Länder mit den weltweit größten potentiellen Erdölreserven gerückt, nachdem die staatliche Erdölgesellschaft Petroléos de Venezuela SA (PDVSA) bekannt gab, dass sich im Orinoco-Streifen Reserven von 314 Mrd. Barrel befinden. Laut PDVSA verdrängt Venezuela dadurch Saudi-Arabien, dessen Vorkommen mit 264 Mrd. Barrel angegeben wird, auf Platz zwei der Liste (1). ...
Voyages Voyages - Argentinien
Argentinien, das sind riesige Pferde- und Rinderherden in den unendlichen Weiten der Pampa, das sind reißende Wasserfälle mitten im Dschungel und das ist feuriger Tango in Buenos Aires. Einen ganzen Tag dauert die Fahrt mit der Andenbahn von Salta nach San Antonio im Nordwesten Argentiniens. Bis auf 4.500 Meter Höhe durchquert der Gipfelstürmer eine der trockensten Regionen der Welt: die Puna-Wüste. Bei ihrem Aufstieg ins Gebirge überwindet die Diesellok eine Höhendifferenz von mehr als 3.000 Metern. In der berühmten Pampa trifft "Voyages Voyages" den jungen Gutsverwalter Pablo, der mit seinen Gauchos von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang im Sattel sitzt - eine Hand am Zügel, in der anderen das Lasso. In Buenos Aires, dem Paris Südamerikas, erinnern Stadtpaläste, großzügig angelegte Gärten und Parks an die Zeit vor hundert Jahren, als Argentinien zu den zehn reichsten Ländern der Welt zählte. Hinübergerettet aus den goldenen Zeiten haben die Hauptstädter eine ihrer sinnlichsten Errungenschaften: den Tango.
Tier-Paradies in Argentinien
Weltreisen.Plaza Latina. Hunderte Glattwale schwimmen in der Bucht, Orkas greifen sich Seelöwen-Babies am Strand, Pinguine brüten im Lehm. Zwischen Buenos Aires und der Antarktis liegt im Südatlantik die Halbinsel Valdes - ein Naturparadies. Die wenigen Menschen leben vom Tierschutz und vom Tourismus: Ein Unternehmer, der mit seinen Schiffen patroulliert und Wale beobachtet, zeigt dem Besucher dabei, dass sich Umweltschutz lohnt. Ein staatlicher Tierschützer und Meeresbiologe, der eine persönliche Beziehung zu seinen Orkas aufgebaut hat und ein Pinguin-Farmer. Sie alle verdienen ihr Geld mit dem Schutz der Tiere unter Einhaltung strenger Auflagen der Provinz-Regierung. Das Erstaunliche in dem arg gebeutelten Land, das wegen seiner anhaltenden Wirtschafts- und Finanzkrise immer mehr von ausländischen Besuchern abhängt: Öko-Tourismus funktioniert in Argentinien.
Chile: Stichwahl-Entscheidung über den zukünftigen Präsidenten
Am Sonntag entscheidet sich in Chile, wer zukünftig das Land regieren wird. In der Stichwahl am 17. Januar 2010 treten die beiden stärksten Kandidaten des ersten Wahlganges im Dezember 2009 an, in dem keiner der Bewerber die notwendige absolute Mehrheit erreichen konnte. Zur Wahl stehen Eduardo Frei, Christdemokrat und Kandidat des regierenden Mitte-Links-Bündnisses Concertación de Partidos por la Democracía, sowie Sebastián Piñera, Mitglied der rechtsliberalen Partei Renovación Nacional und Kandidat des Mitte-Rechts-Bündnisses Coalición por el Cambio. Die aktuellen Umfragen sehen den Unternehmer Piñera zwischen zwei und fünf Prozentpunkten vor Ex-Präsident Frei. Zünglein an der Waage könnte der im ersten Wahlgang unterlegene unabhängige Kandidat Enríquez-Ominami werden. Der bis 2009 der sozialistischen Partei angehörende Enríquez-Ominami empfahl seinen Anhängern, ohne den Namen von Frei direkt zu nennen, für den Kandidaten der Concertación zu stimmen. Auch die amtierende Präsidentin Michelle Bachelet gab eine indirekte Wahlempfehlung für Frei ab ("Es ist nicht egal, wer regiert."), was von der Opposition als unzulässige Einmischung und Wahlbeeinflussung kritisiert wurde. Sollte Piñera die Wahl für sich entscheiden, so würde die seit dem Ende der Pinochet-Diktatur regierende Mitte-Links-Koalition aus Sozialisten, Sozial- und Christdemokraten sowie kleineren Parteien nach 20 Jahren an der Macht abgelöst werden. Damit kämen nach 1958 wieder Mitte-Rechts-Parteien über Wahlen an die Macht, die allerdings nur eine Mehrheit im Abgeordnetenhaus nicht aber im Senat hätten. Für den Fall eines Sieges von Frei und der Fortsetzung einer Regierung der Concertación prophezeien Analysten eine tiefgehende Umstrukturierung des Bündnisses. Eine solche Erneuerung wird sich aber so oder so nicht vermeiden lassen.