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Politik und Kultur in Lateinamerika

Suchergebnisse für "buen vivir"

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Argentinien: Großbritannien gibt Falklandinseln zurück

Argentinien: Großbritannien gibt Falklandinseln / Malwinen zurück (Foto: NASA World Wind, The Blue Marble)Der Sprecher des britischen Premiers teilte heute morgen überraschend mit, dass das Unterhaus beschlossen hat, die Falklandinseln (Islas Malvinas) an Argentinien zurückzugeben. Argentinien fordert seit 177 Jahren die Rückgabe der Insel-Gruppe. Im Jahr 1982 gab es sogar einen kurzen Krieg um die Falklandinseln. Allerdings stellt Großbritannien die Bedingung, dass Argentinien im Gegenzug auf die Teilnahme an der Fußball-WM in Südafrika 2010 verzichtet. Als Diego Maradona von dieser Nachricht erfuhr, hat er in Buenos Aires innerhalb von Stunden drei Millionen Fußballfans zu einer Massendemonstration mobilisiert. (Bildquelle: NASA World Wind, The Blue Marble)

Als die Nazis nach Argentinien kamen

Osvaldo Bayer, Schriftsteller aus Buenos Aires. Osvaldo Bayer, 1927 in Santa Fé in Nord-Argentinien geboren, hatte im Stadtteil Belgrano in Buenos Aires 1936 die erste Berührung mit den Nationalsozialisten. Belgrano war damals nahezu ein deutscher Stadtteil, bis zu einer halben Million Deutsche lebten damals in Argentinien. Am 20. April, Hitlers Geburtstag, erlebte Osvaldo Bayer mit, wie der deutsche Botschafter, Freiherr von Dörrmann, in SA-Uniform eine Kundgebung abhielt, den Badenweiler-Marsch spielen ließ und das Publikum mit Nazi-Gruß empfing. Bayer ging nach dem Krieg nach Hamburg zum Studium von Philosophie und Geschichte. Bis 2006 war er ordentlicher Professor für das Fach Menschenrechte an der Philosophischen Fakultät der Universität in Buenos Aires. Er ist in Lateinamerika wohlbekannt als Historiker, Menschenrechtsaktivist und - Anarchist.

Atención Colombia

Die vielen musikalischen Gesichter Kolumbiens. Die im Norden Südamerikas gelegene Republik Kolumbien landet zumeist durch ungute Nachrichten der Gewalt und der Drogenkriminalität in der Weltpresse. Dabei vergisst man oft, über welch großen kulturellen Reichtum das Land verfügt. Um die Arbeit der Künstler und der mit Musik und Tanz befassten Institutionen zu bündeln, besser zu organisieren und so auch für einen größeren Markt flott zu machen, wurde 2008 der „Mercado cultural del Caribe“ ins Leben gerufen. Diese Kombination aus Messe, Konferenzen, Workshops und Festival versammelte in diesem Jahr zum zweiten Mal in der schmucken Karibikstadt Cartagena de Indias Musikschaffende diverser Regionen und Genres: Vertreter der sogenannten urbanen Folklore, junge Musiker, die Jazz, Elektronik oder HipHop mit lokalen Folk-Stilen verkuppeln.

Eine Stadt im Dauerkrieg

Buenaventura, Kolumbiens Tor zur Welt. Buenaventura ist Kolumbiens wichtigster Hafen und zugleich der gefährlichste Ort des Landes. Die 350 000-Einwohner-Stadt am Pazifik hat, was den Umschlag an Kaffee, Edelhölzern, Kohle angeht, enorme Steigerungsraten – das gilt auch für Kokain und Heroin. Der Rauschgifthandel zieht Gewalt und Kriminalität nach sich. Die Frontlinien zwischen Guerilla, den Paramilitärs und der Armee verlaufen quer durch die Stadt. Die Einwohner leben in ständiger Angst: Schon der Verdacht, auf der falschen Seite zu stehen, kann in manchen Vierteln tödlich sein. Fast täglich werden Menschen ermordet oder verschwinden spurlos. Von der wirtschaftlichen Bedeutung der Stadt und des Hafens profitieren dagegen nur wenige: die Arbeitslosigkeit ist hoch, die große Mehrheit wohnt in Slums. Ein Stimmungsbild aus Buenaventura zwei Monate vor der Präsidentschaftswahl, bei der Präsident Uribe eine Wiederwahl anstrebt.

El Método – Die Methode

El Método - Die Methode. Ein Film von Marcelo PineyroDas argentinische Kino ist tot. Hoch lebe das argentinische Kino! Dieser oft rasant schnelle Umschwung in den Rezensionen, diese Achterbahnfahrt in den Feuilletons weltweit, der stete Wandel zwischen Cineastik der gähnenden Bedeutungslosigkeit und Weltklasse bestimmte fast das ganze 20. Jahrhundert hindurch die Kritik bei Filmen aus Argentinien. Derzeit scheint es wieder steil bergauf zu gehen mit dem argentinischen Film. Eines der Highlights der letzten Jahre ist zweifelsohne „Die Methode“ von Marcelo Piñeyro. Zugegeben: „Die Methode“ spielt nicht in Lateinamerika, sondern in Madrid. Aber eigentlich ist der Ort der Handlung egal. Das Szenarium des Films könnte genauso gut in Buenos Aires, Tokio, New York oder London angesiedelt sein. Denn Besprechungszimmer von Großkonzernen sehen überall auf der Welt gleich aus: kalt und steril. ...

Potosí, eine Zeitreise

Der Filmemacher Ron Havilio und seine Frau reisten 1970 das erste Mal quer durch Südamerika. Hier begibt sich das Paar auf seine eigenen Spuren und macht sich erneut auf die Reise von Buenos Aires nach Potosí, dieses Mal aber mit ihren Kindern. Die Hochzeitsreise führt Ron und Jacqueline Havilio im Jahr 1970 von Buenos Aires nach Cuzco und Machu Picchu in Peru zu den Hochburgen der Inkakultur. Ausgestattet mit Rucksack und Fotoapparat, ziehen die jungen Leute durch die bolivianischen Anden und entdecken die Silberminenstadt Potosí. Von ihrer Reise bringen sie Schwarz-Weiß-Fotografien und unzählige Erinnerungen mit. 29 Jahre später wandelt das Paar auf seinen eigenen Spuren und begibt sich erneut auf die Reise von Buenos Aires nach Potosí.

Elsa & Fred

Spielfilm - Spanien/Argentinien - 2005. Elsa und Fred sind um die 80 Jahre alt und seit kurzem Nachbarn. Und Elsa hat einen großen Traum: Sie möchte wie Anita Ekberg mit Marcello Mastroianni in "La Dolce Vita" im Fontana di Trevi baden. Tragikomödie von der Liebe im Alter. Als sie beim Ausparken - wieder einmal - ein Auto touchiert, begeht sie Fahrerflucht und versucht, sich wie üblich mit Schwindeleien aus der Affäre zu ziehen. Doch die Sache fliegt auf, und so lernt sie ihren neuen Nachbarn Fred (Manuel Alexandre) kennen. Der 78-jährige Hypochonder trauert um seine vor sieben Monaten verstorbene Frau und hat sich innerlich darauf eingestellt, den Rest seines Daseins mit Pillenzählen zu verbringen. Doch die unverhohlene Charme-Attacke der innerlich jung gebliebenen Argentinierin Elsa, einst 'die tollste Blondine von Buenos Aires', reißt Fred alsbald aus seiner Lethargie.

Entrevista a Víctor Montoya

“El Tío de la mina forma parte de mi vida y mi obra”

En tu libro “Cuentos de la mina” escribes en un estilo muy personal de la mitología minera. ¿Desde cuándo te dedicas a las leyendas y los mitos de los mineros bolivianos?

Desde cuando empecé a escribir cuentos relacionados con el Tío de la mina, un personaje diabólico que está presente en los mitos y las leyendas del mundo minero. De modo que estos temas fascinantes de la cultura andina, que a mí me han acompañado a lo largo de mi vida, han surgido de un modo natural en mi obra literaria, tal vez porque estos temas tenían la necesidad de ser contados por un escritor que conocía de cerca la realidad de los mineros bolivianos, no sólo desde la perspectiva socioeconómica, sino también desde la perspectiva antropológica y cultural, puesto que los mitos y las leyendas son partes integrantes del folklore popular y la tradición oral.

Conoces mucho de la realidad minera, de la miseria de los mineros y también del universo fantástico de la mina, porque procedes de una familia minera ¿En qué consiste la cultura minera para ti?

La cultura minera no es ajena a cultura boliviana en general; al contrario, es sólo una parte de ésta, aunque tiene sus propias peculiaridades y costumbres, como ser la creencia en un personaje mitológico como es el Tío, quien, según la superstición popular, es el amo de los mineros y el protector de las riquezas minerales. La cultura minera, que está conformada por la cultura occidental y las culturas indígenas, se manifiesta, por ejemplo, a través del sincretismo religioso que se da entre las creencias cristianas y las creencias del paganismo ancestral. La cultura minera, desde  la época de la colonia, asimila las costumbres de los conquistadores de Occidente, al mismo tiempo que conserva las costumbres culturales de las civilizaciones andinas. En las poblaciones mineras, como en el resto del territorio nacional, se produce un mestizaje que da origen a una cultura muy rica en manifestaciones folklóricas y en ritos mágico-religiosos.

El protagonista de tus cuentos es el Tío, deidad de la cultura minera. ¿Qué significa el Tío para la cosmovisión andina?

El Tío. Foto: Joson DevittEl Tío, que es una de las deidades más auténticas del ámbito minero, expresa los pensamientos y sentimientos más profundos de los trabajadores del subsuelo. El Tío, en la cosmovisión andina, es el máximo representante del Bien y del Mal. Es dios y diablo a la vez. Los mineros le temen y le rinden pleitesía ofrendándole cigarrillos, hojas de coca y botellas de aguardiente. Se dice que el Tío es bondadoso con quienes le tratan con respecto y cariño, y que es cruel y vengativo con quienes le tratan con indiferencia y desprecio. La gente está convencida de que el Tío, si está satisfecho y feliz, puede ser generoso y enseñarle al minero la veta más rica de estaño, pero si está.....

Falkland-Inseln: Der Konflikt ist neu entflammt

Weltbilder. Die Falkland-Inseln liegen weit weg von Grossbritannien, vor der Küste Südargentiniens. Aber sie gehören zum Königreich. Nach dem Falklandkrieg 1982 haben die Regierungen in London und Buenos Aires erst 1990 wieder diplomatische Beziehungen aufgenommen - jetzt schaukeln sie sich gegenseitig wieder hoch. Es geht um sehr viel Öl. Britische Ölfirmen haben mit Bohrungen nördlich der Falklandinseln begonnen. Die argentinische Regierung sieht eine Missachtung des Völkerrechts. Heute haben sich die 32 lateinamerikanischen Staaten der sogenannten Rio-Gruppe hinter Argentinen gestellt.

Buenos Aires zwischen Leidenschaft und Melancholie

Buenos Aires ist die zweitgrößte Metropole Südamerikas. In der argentinischen Hauptstadt leben zehn Millionen Menschen, die meisten von ihnen sind Nachfahren von europäischen Einwanderern. Sie nennen sich Porteños, "die Menschen am Hafen". Buenos Aires wurde für Unzählige von ihnen zum Hafen, zu einer neuen Heimat, aber sie fühlen und denken wie Europäer. Mitunter kommen sie nicht zurecht mit der schwierigen Suche nach der eigenen Identität. Wohl auch deshalb gibt es in Buenos Aires so viele Psychologen und Therapeuten wie in New York. Ein Stadtviertel heißt in Anlehnung an den Erfinder der Psychoanalyse sogar "Vila Freud". In der Reportage "Buenos Aires zwischen Leidenschaft und Melancholie" ist Carsten Thurau mit dem Taxi unterwegs in der argentinischen Hauptstadt.