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Politik und Kultur in Lateinamerika

Suchergebnisse für "buen vivir"

Wir haben 724 Ergebnisse für Ihre Suchanfrage gefunden.

Herrschaft des Geldes

Stimmenkauf überschattet Wahlen in Kolumbien - Foto: Quetzal-Redaktion, sscWAHLEN: Die Geldmassen, die im Wahlkampf für die Kongresswahlen bewegt werden, könnten Kolumbien zu einer Plutokratie werden lassen, in der die Kandidaten mit dem meisten Geld gewählt werden. Woher kommt eigentlich das ganze Geld? Nie wurde in der politischen Geschichte Kolumbiens so viel Geld in die Wahlen gesteckt wie im derzeitigen Wahlkampf. Klagen und Aussagen aus dem gesamten Land zeigen deutlich, dass Zäune, Werbebanner über den Straßen, Schirmmützen, Spanferkel und T-Shirts nur den geringsten Anteil der Ausgaben darstellen, die aus dem Millionenbudget für den Kampf um die Stimmen stammen. „Der politische Klientelismus hat sich verändert“, so der Historiker und Senatskandidat Juan Carlos Flórez. Damit bezieht er sich darauf, dass es ...

Fußball: Boca Juniors / River Plate

Die großen Sportduelle. Es ist sehr viel mehr als nur ein Fußballspiel: 90 Minuten lang fiebert ganz Argentinien mit den beiden Mannschaften. Kein anderes Duell löst so viele Diskussionen in Kneipen, Büros und im TV aus, keines füllt so viele Zeitungsseiten. Vor einigen Jahren stellte die britische Zeitung "The Observer" eine Liste mit den 50 größten Ereignissen des Sports auf, die jeder Sportfan zumindest einmal in seinem Leben mit eigenen Augen gesehen haben sollte. An die erste Stelle, noch vor dem Grand Prix von Monaco, dem Golf-Masters in Augusta und dem Finale von Wimbledon, setzte die britische Zeitung die Begegnung zwischen den argentinischen Fußballmannschaften "Boca Juniors" und "River Plate" in Buenos Aires. Das Match sei das "intensivste, leidenschaftlichste und maßloseste" Sportereignis der Welt.

Claim - Der Betrug

Spielfilm - Niederlande/Argentinien - 2002. Im Südatlantik, einige hundert Meilen vor der argentinischen Küste, sucht die Küstenwache nach dem havarierten Frachter 'All Virtue'. Das Schiff hatte kurz zuvor ein SOS-Signal gesendet, ist nun aber spurlos verschwunden. Nicht einmal Wrackteile oder eine Ölspur sind zu sehen. Zur selben Zeit in Silicon Valley: Ein Computerhacker wird in seiner Wohnung erschossen. Wie hängen diese beiden Ereignisse zusammen? Ellen Brachman, eine aufstrebende Sachbearbeiterin der European Hayward Schiffversicherungsgesellschaft in den Niederlanden, wittert beim Verlust der 'All Virtue' einen groß angelegten Versicherungsbetrug, kann jedoch keine Beweise vorbringen. Als der Makler, der die Police für die 'All Virtue' ausgestellt hat, sich nach ihrem Besuch vom Dach eines Hochhauses stürzt und Ellen mit ihren Nachforschungen in Rotterdam nicht weiterkommt, reist sie nach Buenos Aires, um die dort ansässige Schifffahrtsgesellschaft unter die Lupe zu nehmen.

Lily Dahab

THE VOICE. Aufgewachsen ist Lily Dahab in Buenos Aires. Hier studierte sie Musik und begann eine Musical-Karriere. Dass sie in Argentinien ihr erstes Album nicht mit Tangos sondern mit spanischem Bolero aufnahm, zeigt die Weltläufigkeit der Vokalistin, die neun Jahre in Spanien lebte, bevor sie 2008 der Liebe folgend nach Berlin zog. "Berlin mit seiner immensen kulturellen Vielfalt öffnete in mir schnell den Wunsch, der Musik meiner Heimat Ausdruck zu geben." Im Bolero verleiht sie den 40er und 50er Jahren Südamerikas diese persönliche Note. Am 7. Mai ist sie live in der Reihe THE VOICE IN CONCERT im Nikolaisaal Potsdam zu erleben.

Hallo Taxi-Dancer - Tanz mit mir in Buenos Aires

Auslandsreporter. "Mit dem richtigen Partner tanzen" - davon träumen viele, von den schönen Milonga-Salons in Buenos Aires, von Männern mit Tango-Leidenschaft. Katja Speck aus Karlsruhe erfüllt sich diesen Traum. Die Marketingleiterin ist 36 Jahre alt, erfolgreich im Beruf, vogelfrei: ohne Kinder, ohne Partner. Es ist leicht für sie: Abheben vom Frankfurter Flughafen, ankommen in Buenos Aires und einen "Milonguero" mieten, einen "Tango-Taxi-Dancer". "Milongueros" sind Männer, die sich von Touristinnen engagieren lassen, um mit ihnen Tango zu tanzen und sie durch die Tanzwelt von Buenos Aires zu führen.

Der Weg nach San Diego

Spielfilm - Argentinien - 2006. Tati lebt im Urwald im nördlichen Argentinien, verdient sein Geld mit Forstarbeit, ist trotz des geringen Verdienstes und der schweren Arbeit immer fröhlich - und ist ein leidenschaftlicher Fan von Diego Armando Maradona. Er spricht die ganze Zeit vom Fußballgott, weiß jedes Detail über ihn und hat sich sogar die 10 auf den Rücken tätowieren lassen, die Trikot-Nummer seines Idols. Gegen Entgelt sucht Tati Wurzeln für Silva, der daraus Figuren für die Touristen schnitzt. Als er wieder einmal durch den Wald streift, entdeckt er eher zufällig einen umgestürzten, verwitterten Baum und sieht in einem Teil der Wurzel sofort einen jubelnden Maradona. Als er erfährt, dass sein Idol unter mysteriösen Herzbeschwerden in ein Krankenhaus in Buenos Aires eingeliefert worden ist, weiß er plötzlich: Der Fund der "Statue" war kein Zufall, es war ein Zeichen des Himmels, eine Botschaft an ihn.

Argentinien - Von Buenos Aires zur Valdés-Halbinsel

Eng umschlungen - entrückt wiegen sich die Paare auf der Tanzfläche. Wir sind im Tango Club Grisel - einer klassischen Milonga in Buenos Aires. Auch Ofelia Rosito kommt gerne ins Grisel. Die 80jährige ist eine begnadete Tänzerin - in den Tango Clubs reißen sich die Männer darum mit ihr zu tanzen. Aber mehr als zweimal die Woche geht sie nicht aus, schließlich ist sie nicht mehr die Jüngste! Die quirlige Millionenstadt Buenos Aires ist Kontrastprogramm zu den Weiten und der Einsamkeit des Hinterlandes. Auch wenn die goldenen Zeiten lange vorbei sind - hier schlägt noch immer das Herz von Argentinien. Unsere Reise führt uns weiter in den äußersten Nordosten des Landes an die Grenze zu Brasilien. Auf einem Gebiet von drei Kilometern Länge stürzen Wassermassen aus 300 Fällen in die Tiefe. Ein grandioses Naturschauspiel, das Iguazú den Titel "UNESCO-Weltnaturerbe" einbrachte.

Braun, Ina: Kultur des Schweigens. Víctor Jara interkulturell gelesen

Kultur des SchweigensLass das Leben fliegen*. Es gibt in deutscher Sprache nicht allzu viele Bücher, die sich mit dem chilenischen Theaterregisseur und Liedermacher Víctor Jara beschäftigen, und schon gar keine neueren Datums. Das Buch „Kultur des Schweigens“ ist somit etwas Besonderes, an sich bemerkenswert. Die Autorin Ina Braun setzt sich das Ziel, Jara interkulturell zu lesen, sein Werk aus seinen Lebensumständen heraus zu erklären und so zu verstehen. Im Folgenden werde ich mich mit Brauns „interkulturellen“ Verständnis des chilenischen Künstlers auseinandersetzen, die Textkritiken etc. werden nicht Gegenstand der Darstellung sein. Das Buch ist in vier Abschnitte gegliedert, die sich der Welt Víctor Jaras (Biografie, chilenische/ lateinamerikanische Wirklichkeit), dem politischen Lied im Allgemeinen, ...

Bolivien: Gouverneurs- und Bürgermeisterwahlen 2010

Bolivien: Gouverneurs- und Bürgermeisterwahlen 2010. Foto: www.bolivian.com/msm, Snapshot.Am 4. April fanden in Bolivien Regionalwahlen statt, in denen neun Gouverneure und 337 Bürgermeister gewählt wurden. Obwohl die amtlichen Ergebnisse erst im Mai zu erwarten sind, zeichnen sich bereits jetzt erste Konturen der politischen Kräfteverhältnisse auf regionaler Ebene ab. So wird die Regierungspartei MAS in fünf Departements (Cochabamba, La Paz, Oruro, Potosí, Chuquisaca) den neuen Gouverneur stellen, während in Santa Cruz und Tarija die Opposition regieren wird. In Pando und Beni, wo es zu Wahlfälschungen gekommen sein soll, liegen die Ergebnisse für Regierungs- und Oppositionskandidaten sehr knapp beieinander. Nach derzeitigem Stand würde Beni von der Opposition, Pando hingegen vom MAS regiert werden. Nach bisherigen Berechnungen wird der MAS außerdem über 200 Bürgermeister stellen. Jüngsten Meldungen zufolge annullierte das regionale Wahlgericht von Santa Cruz die Ergebnisse von 117 Wahllokalen, weshalb am kommenden Sonntag (18.4.) 2,7 % der registrierten Wähler (25.124 Personen) aufgerufen sind, erneut ihre Stimme abzugeben. Für die Partei von Evo Morales enthalten die genannten Wahlerfolge allerdings einen Wermutstropfen, da die Hauptstadt La Paz künftig von Luis Antonio Revilla vom Movimiento sin Miedo (MSM – Bewegung ohne Angst) regiert werden wird. Einen gewissen Ausgleich für den MAS sind die Wahlsiege in den Städten El Alto und Cochabamba, die zu den wichtigsten des Landes gehören. Auch die Departementhauptstadt von Pando, Cobija, wird bis zu den nächsten Wahlen einen MAS-Bürgermeister haben. Mit diesen Ergebnissen ist dem MAS zwar nicht der große Durchbruch gelungen, aber auch die Opposition hat wenig Grund aufzutrumpfen. Hervorzuheben sind vor allem Trends, von denen vermutet werden kann, dass sie die politische Landschaft vielfältiger als bisher gestalten werden. Zum einen hat sich mit dem MSM eine Kraft etabliert, die derzeit zwar „nur“ in den Departements La Paz (25 %) und Oruro (30 %) punkten konnte, von der aber zu erwarten ist, dass sie diese Erfolge bei folgenden Wahlen auch in anderen Regionen des Landes wiederholt. Dies ist für den MAS, der mit dem ebenfalls linksgerichteten MSM bislang verbündet war, insofern ein neues Problem, als dieser dieselben Wählergruppen anspricht. Zum anderen hat die Öffnungs- und Bündnispolitik der Regierungspartei gegenüber den städtischen Mittelschichten und Teilen des rechten Spektrums das Bild von der „Partei der sozialen Bewegungen“ stark getrübt. Zum dritten ist auch das Spektrum der Opposition bunter und breiter geworden, was nicht zuletzt damit zusammenhängt, dass Regionalisierungstendenzen sowohl im östlichen Tiefland (Media Luna) als auch im westlichen Hochland für eine größere politische Vielfalt sorgen. Für die Opposition ist dies durchaus ambivalent. Auf regionaler Ebene kann sich dies als Vorteil erweisen, auf nationaler Ebene wird aber eine Bündelung der Kräfte erschwert. Es ist zu vermuten, dass künftige Wahlen weniger als bisher von klarer Polarisierung und der Dominanz des MAS gekennzeichnet sein werden. Diese könnte im Hochland eine neue, linke Opposition (MSM) bekommen, dafür aber im Tiefland weiter an Boden gewinnen. (Bildquelle: www.bolivian.com/msm, Snapshot)