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"buen vivir"
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Der mexikanische Narcocorrido - Teil 6: Moral und Loyalität
Es gibt gar keine moralischen Phänomene, sondern nur eine moralische Ausdeutung von Phänomenen“, so der deutsche Philosoph Friedrich Nietzsche. Schopenhauer, ein weiterer deutscher Philosoph, stellte fest: „Die Welt ist meine Vorstellung.“ In anderen, weniger philosophischen Worten: Die Bewertung eines Phänomens obliegt dem subjektiven Empfinden des Einzelnen. Im subjektiven Empfinden jener, die im Drogenhandel aktiv sind, existiert für gewöhnlich eine klare Abgrenzung zwischen innen und außen, zwischen dem gemeinschaftlichen „Wir” und dem „Rest der Welt”. Nach außen lässt ...
TODAS LAS SANGRES DE AMÉRICA
Centenario de José María Arguedas (1911-1969)
Nació blanco pero lo criaron los indios. Habló quechua antes que español, y se identificó tanto con aquellos que acunaron su niñez, que dedicó su vida a escribir la marginación, la injusticia y las condiciones de vida de la mayoría de la población de su país. Por si eso fuera poco, tomó partido como antropólogo por esa cultura de amor y respeto a la naturaleza que sostenía al mundo indígena, pero que, en el Perú que le tocó vivir, los blancos despreciaban, o confundían con atraso e ignorancia. Se llamaba José María Arguedas, y el 18 de enero habría cumplido cien años. Su vida fue corta, su angustia enorme ...
Die Beziehungen zwischen der indigenen Bewegung und der Regierung
Information und das Ablegen von Rechenschaft durch die staatlichen Autoritäten sind unabdingbare Voraussetzungen für die Demokratie. Wenn wir aber von der Demokratie als politischem System ausgehen, hat ein Ablegen von Rechenschaft über die Medien nur sehr wenig von einem Dialog. Ohne eine aktive gesellschaftliche Einbeziehung aller Beteiligten führt dies im besten Fall noch zu einer bloßen Sozialisierung oder reduziert sich schlicht und einfach auf Propaganda. Im Gegensatz dazu beinhaltet ein Dialog einen Prozess, Debatten, Konsens und Entscheidungsfindung. Dies wurde klar ...
Der mexikanische Narcocorrido - Teil 5: Armut
Ein häufig in Narcocorridos aufgegriffenes Thema ist das der Armut und der daraus resultierenden sozialen Benachteiligungen als Grund für den Handel mit nicht legalisierten Drogen. Die Zahl der Narcocorridos, deren Protagonist aus einem wohlhabenden sozialen Umfeld stammt und sich dennoch bewusst für den Drogenhandel als Einkommensquelle entscheidet, ist verschwindend gering. Bei den Helden der Narcocorridos handelt es sich um Personen, die oft aus ländlichen Gebieten und ärmlichen Verhältnissen stammen. In Contrabando y Traición wird in der Zeile "Mit deinem Anteil/ kannst du ein neues Leben beginnen" das Motiv für den Marihuanaschmuggel genannt ...
Brasilien, Argentinien: Die brasilianische Präsidentin Rouseff reist ins Nachbarland
Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff reiste gestern zu ihrem ersten Staatsbesuch nach Argentinien. Begleitet von sieben Ministern zielte ihre Visite vor allem auf den Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen. Während des Aufenthalts der brasilianischen Politikerin wurden 14 Verträge unterzeichnet, die die Kooperation auf verschiedenen Gebieten regeln: Atomwirtschaft, Biokraftstoffe, Infrastruktur, sozialer Wohnungsbau, Energie und Handel. Argentinien ist vor allem bestrebt, das Außenhandelsdefizit mit Brasilien in Höhe von 4 Milliarden Dollar auszugleichen. Rousseff versprach, den brasilianischen Markt noch stärker für argentinische Güter und Dienstleistungen zu öffnen. Die Präsidentinnen betonten nach ihrem Treffen den Willen, die von ihren Vorgängern Nestor Kirchner und Lula da Silva geschaffenen guten Beziehungen zwischen beiden Ländern weiterhin zu pflegen. Auf Wunsch Rousseffs kam es in Buenos Aires auch zu einem Treffen mit Vertreterinnen der Mütter und Großmütter der Plaza de Mayo (Bildquelle: Presidencia de la Nación Argentina).
Die brasilianische Außenpolitik von Dilma Rousseff: Interview mit Igor Fuser
Am 31. Oktober haben die Brasilianer ihre neue Präsidentin, die Kandidatin der Arbeiterpartei (PT), Dilma Rousseff gewählt. In den vergangenen acht Jahren hat Präsident Luiz Inácio „Lula” da Silva die Aufmerksamkeit der Welt wie nie zuvor auf Brasilien gelenkt, da sein Land auf der internationalen Bühne zunehmend präsenter wurde. Um zu erfahren, wie dies unter der Regierung Dilma Rousseff weitergehen wird, habe ich mich mit Igor Fuser, internationaler Journalist und Dozent an der Universidad Cásper Líbero in São Paulo, getroffen. Fuser hat einen Master in Internationalen Beziehungen und ist ...
Piñeiro, Claudia: Die Donnerstagswitwen
Mit „Die Donnerstagswitwen“ ist Claudia Piñeiro eine eindrucksvolle Sozialstudie gelungen. Fast die komplette Handlung findet im Mikrokosmos der Gated Community Altos de las Cascada, 50 km von Buenos Aires entfernt, statt. Wer hier lebt, hat es geschafft, so die wohl vorherrschende Meinung der Gemeinschaft. Unter den Nachbarn findet man alles, was man braucht: Freunde, Tennispartner, Geschäftskontakte. Probleme werden direkt in der Community geregelt, ohne Einmischung von außen. Claudia Piñeiro hat einen vielleicht ungewöhnlichen Einstieg in die Handlung gewählt: Bereits am Ende des ersten Kapitels liegen drei Männer aus der Gemeinschaft tot auf dem Grund des Swimmingpools ...
Umsonst gekämpft? Chancen und Hindernisse einer menschenwürdigen Entwicklung in Guatemala
Die Abschlussveranstaltung von Fokus Guatemala, zu der am 1. Dezember der Film Las Cruces … poblado próximo gezeigt wurde, bot dem Leipziger Publikum Gelegenheit, über eine Frage zu diskutieren, in der sich die Quintessenz der siebentägigen Film- und Diskussionsreihe zusammenfassen lässt: Umsonst gekämpft? Die im Film dargestellten Konflikte verweisen immer wieder auf diese Sinnfrage eines Jahrzehnte langen Kampfes: Wofür die vielen Opfer? Was ist von den anfänglichen Hoffnungen auf eine bessere Zukunft geblieben? Warum kann das Land den Teufelskreis des Scheiterns nicht durchbrechen? Las Cruces… legt den Finger auf eine besonders schmerzhafte Wunde: das Verhältnis zwischen Guerilla...
Argentinien: Ende der Ära Kirchner? Versuch einer Bilanz
Der Tod Néstor Kirchners hat nicht nur in Argentinien, sondern auch in ganz Lateinamerika eine große Resonanz ausgelöst. Offene Kritik an seiner Politik wurde selbst von konservativer Seite selten bzw. sehr verhalten formuliert, es überwiegen bislang die – teilweise heroisierenden – Stimmen, die seine bedeutenden Verdienste um den Wiederaufstieg Argentiniens nach der großen Krise (2001/02) würdigen. Nur innerhalb der Linken scheinen weit entgegen gesetzte Meinungen zu seinem politischen Lebenswerk formuliert zu werden: Positionen, die ihn als besonders raffinierten Konservativen und ...
China, Lateinamerika: China nimmt Lateinamerika ein
Auf einer Pressekonferenz in Madrid brachte Enrique Iglesias, Generalsekretär der iberoamerikanischen Bündnisses, seine Besorgnis über den chinesischen Investitionsstil in der Region zum Ausdruck. Iglesias sagte der Presse, dass China „sehr wichtig“ für Lateinamerika sei, dass aber auch China die natürlichen Ressourcen dieser Länder brauche. Der Generalsekretär stellte klar, dass das Betriebsmodell noch zu definieren sei und dass es für beide Seiten angemessen sein müsse. China hat sich für die lateinamerikanischen Länder von einem peripheren Wirtschaftspartner in eine Hauptfigur bei lokalen Investitionen und zum Empfänger von Rohstoffen und Waren verwandelt. In einem neuen Bericht vom Oktober dieses Jahres der Unidad de Economías Emergentes der BBVA Research analysiert eine Abteilung der spanischen Bank Banco Bilbao Viscaya Argentaria die Veränderung der Beziehung zwischen dem asiatischen Riesen und den noch wachsenden Ländern von Mexiko im Norden bis nach Chile im Süden des Kontinents. Seit 1999 hat sich der wirtschaftliche Austausch zwischen den neuen Partnern fast verelffacht. Der Export der lateinamerikanischen Länder nach China ist von weniger als 5 Milliarden 1999 auf fast 50 Milliarden US-Dollar 2009 gestiegen, während die Importe aus China nach Lateinamerika von fast 7 Milliarden 1999 auf 73 Milliarden US-Dollar 2009 gestiegen sind und 2008 mit 87 Milliarden US-Dollar ihren Höchststand erreichten. China ist aktuell der zweitgrößte Investor in der Region, übertroffen nur von der USA und noch vor der EU. Obwohl der geschäftliche Austausch mit China Lateinamerika geholfen hat, die weltweite Wirtschaftskrise mit weniger Problemen durchzustehen, befürchten viele Politiker und Wirtschaftswissenschaftler infolge des immer größer werdenden chinesischen Hungers nach Rohstoffen für ihre Industrie, dass die Beziehung mit China nur ein Austausch von Rohstoffen für Waren bleibt und Lateinamerika am Ende dort stehen bleibt, wo es von Spanien und England und später den Vereinigten Staaten zurückgelassen wurde (Bildquelle: Agencia Brasil, Ricardo Stuckert).