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Brasilien: Lula da Silva tritt unter breiter Solidarität seine Haft an

Der ehemalige Präsident Brasiliens, Luiz Inácio Lula da Silva, bleibt auch nach seinem Haftantritt am 07. April 2018 der Favorit in den Wahlumfragen. Seine Verurteilung zu 12 Jahren und einen Monat Haft aufgrund des sogenannten „Autowaschanlagenskandals“ wird stark angeprangert. Nicht nur Dilma Rouseff und die Mitglieder seiner Arbeiterpartei sehen ihn

Argentinien: Präsident Macri ignoriert nationalen Gedenktag

Am 24. März wurde zum 42. Mal an den Putsch 1976 in Argentinien erinnert. Die landesweiten Massenmobilisierungen beschränken sich nicht auf die Verurteilung der damaligen Staatsverbrechen. Neben der Forderung nach Weiterführung der Prozesse gegen Zivilisten und Angehörige der damaligen Sicherheitskräfte werden Beschwerden wegen Menschenrechtsverletzungen erhoben, welche tagtäglich stattfinden. Zwar sah

Venezuela: Der "starke Bolivar" wird "souverän"

Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro kündigte für den 4. Juli eine Währungsumstellung an, in deren Verlauf der Bolivar drei Nullen verlieren soll. Damit wird aus dem faktisch wertlosen Bolivar Fuerte der Bolivar Soberano. Die Maßnahme soll das monetäre Leben im Land stabilisieren und den Wirtschaftskrieg gegen Venezuela beenden. Erst im

Kolumbien: Friedensverhandlungen zwischen ELN und Regierung wieder aufgenommen

Am 15.03.2018 fanden sich die Delegation der Nationalen Befreiungsarmee (ELN) mit ihrem Anführer Pablo Beltrán und Abgeordnete der Regierung unter der Leitung von Gustavo Bell von neuem am Verhandlungstisch zusammen, mit dem Ziel, Frieden für Kolumbien zu ermöglichen. Nachdem die Gespräche durch den Präsidenten Juan Manuel Santos für zwei Monate

Mexiko: Superbarrio will die mexikanische Hauptstadt regieren

Er hatte einmal für das Amt des mexikanischen Präsidenten kandidiert: Das war 1988, und zugunsten von Cuauhtémoc Cárdenas verzichtete er auf seine Kandidatur. Ebenso wie Cárdenas gehörte er später dem PRD, der Partei der demokratischen Revolution, an, der er schließlich, enttäuscht von ihrer Entwicklung, den Rücken kehrte. Jetzt nominierte die

Kuba: 27. Internationale Buchmesse in Havanna ehrt Eusebio Leal Spengler

Er ist der „Mann, der Havanna retten würde“, wie die Washington Post einmal schrieb. Eusebio Leal Spengler, Jahrgang 1942, ist Historiker und als Stadthistoriker von Havanna für die Restaurierung der Altstadt der kubanischen Metropole verantwortlich. Diese Aufgabe hat er seit 1981 inne, und er erweist sich als sehr einfallsreich bei

Bolivien: Ärzte wehren sich gegen neues Gesetz

In der bolivianischen Ärzteschaft liegen die Nerven blank. Seit fast einem Monat befinden sich die Mediziner im Streik, um eine Änderung des Strafgesetzbuchs zu verhindern; diese wurde heute mit deutlicher Mehrheit gebilligt. Stein des Anstoßes ist insbesondere Artikel 205, der darauf abzielt, ärztliches Fehlverhalten zu sanktionieren. Konkret sieht das neue

Argentinien: 11. Ministerkonferenz der WTO beendet

Von Kontroversen überschattet fand vom 10.-13. Dezember die 11. Ministerkonferenz der World Trade Organisation (WTO) in Buenos Aires statt. Bei den Veranstaltungen kamen Präsidenten, Minister, Gesetzgeber und andere VertreterInnen aus den 164 Mitgliedsstaaten zusammen. Nach Ansicht der argentinischen Regierung zielte das Treffen darauf ab, das multilaterale Handelssystem zu verstärken, um

Chile: Ergebnis der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen verändert politische Landschaft

Am vergangenen Sonntag, den 19. November, waren die Chilen*innen aufgerufen, ein neues Staatsoberhaupt sowie Abgeordnete, Landrät*innen und die Hälfte der Senator*innen zu wählen. Vor den Wahlen rechnete man mit einer niedrigen Wahlbeteiligung, obwohl das viel kritisierte binominale Wahlsystem kürzlich abgeschafft worden war und nun auch die im Ausland lebenden Chilen*innen