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"buen vivir"
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Argentinien: Lebenslange Haft für Ex-Militärs
Ein argentinisches Gericht hat 14 Ex-Militärs und ehemalige Polizisten zu lebenslangen Haftstrafen wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit während der letzten Militärdiktatur (1976-1983) verurteilt. Bei den Verurteilten handelt es sich um den Ex-Brigadegeneral Juan Manuel Bayón, sechs Oberste, drei Oberstleutnants, einen Major und drei ehemalige Polizisten. Ihnen werden in 90 Fällen schwere Verbrechen vorgeworfen, die auf dem Gelände des 5. Armeekorps begangen wurden: Freiheitsberaubung, wiederholte Anwendung von Folter und Totschlag. Das Gericht in Bahia Blanca (Buenos Aires) ordnete an, dass bereits erfolgte Freilassungen und Hausarreste zu widerrufen und die Verurteilten in ein Gefängnis zu überstellen seien. Noch vor der Urteilsverkündung forderte Nora Cortiñas, Leiterin der Mütter der Plaza de Mayo, weitere Anstrengungen zu unternehmen, damit kein Täter straflos bleiben kann. Derweil melden argentinische Medien, dass in Comodoro Rivadavia im Süden des Landes der Prozess gegen Verantwortliche des Massakers von Trelew mit dem Anhören von Tonbändern mit Zeugenaussagen der drei Überlebenden des Verbrechens fortgesetzt wurde. 1972 hatten Militärs auf dem Marineflughafen in Trelew 16 politische Gefangene erschossen (Bilquelle: Emmanuel Frezzotti).
20 Jahre QUETZAL – ein Editorial in eigener Sache
Vor 20 Jahren, im Herbst 1992, fand die Gründungsversammlung des QUETZAL statt. Deutsche und Lateinamerikaner, von denen die meisten zuvor in einer Arbeitsgruppe zur Unterstützung der Kampagne „500 Jahre indigener und Volkswiderstand“ im Dritte-Welt-Zentrum Leipzig zusammengearbeitet hatten, trafen sich, um über die Herausgabe eines „Magazins für Politik und Kultur in Lateinamerika“ zu beraten. Im Februar 1993 erschien dann das erste Heft unter dem Titel „1492 -1992: Eine Bestandsaufnahme“.
Informationsbüro Nicaragua e.V. (Hrsg.): Her mit dem guten Leben!
Gegenentwürfe zur globalen Krise
Angesichts der immer häufiger werdenden Einschläge der globalen Wirtschafts-, Finanz-, Klima- und Ernährungskrisen hat sich das Wuppertaler Süd-Nord Kolloquium auf die Suche nach Alternativen zum derzeitigen Gesellschaftssystem gemacht. Im Ergebnis steht ein kleiner Sammelband mit dem Titel „Her mit dem guten Leben! Gegenentwürfe zur globalen Krise“, das der Verein Informationsbüro Nicaragua e. V. herausgegeben hat. Darin kommen zahlreiche namhafte Kritiker zu Wort, leider, und das soll schon vorab gesagt sein, ...
Generación „Y“; Oder: Wie aus Jean-Pierre „Yampier" wurde
Yanara, Yanelis, Yarelis, Yanice, Yanitas, Yanisbel, Yeisy, Yeline, Yendris, Yoana, Yohandra, Yohindra, Yohennia, Yastina, Yaima, Yamilet, Yastara, Yeniset, Yorleysis, Yosbiel, Yosbebi, Yolexis, Yormán, Yuseli, Yusimi, Yusmey, Yuniesqui, Yuliesqui, Yaquelin, Yanet, Yimy, Yunior...
Wie genau diese Namen geschrieben werden, weiß eigentlich niemand so genau. Meine Freundin Yohayna, eine neunundzwanzigjährige Kubanerin aus La Habana, erzählte mir zu ihrem Namen folgende merkwürdige Geschichte:
Zurück in die Zukunft – was nun? Präsidentschaftswahlen in Mexiko
Kurz nach Schließung der Wahllokale am Wahlsonntag in Mexiko erklärte sich Enrique Peña Nieto, Kandidat des Bündnisses PRI-Partido Verde (Partido Revolucionario Institucional – Partido Verde Ecologísta) zum Gewinner der Präsidentschaftswahlen. Schon den ganzen Nachmittag über meldeten die Ergebnisse der „exit-polls“, der Wählerbefragungen am Ausgang der Wahllokale einen Vorsprung des Kandidaten von etwa 8% der...
Die indigene Bevölkerung Argentiniens fordert Konsultation über den Lithiumabbau
Am 28. März verteidigte die indigene Bevölkerung des Nordwestens Argentiniens vor Gericht ihr Recht, bei einem Projekt zur Erforschung und zum Abbau von Lithium konsultiert zu werden. Lithium wird als das Mineral der Zukunft angesehen. Der Fundort befindet sich unter einem riesigen Salzsee. Vertreter von 33 indigenen Gemeinschaften, die rund um die großen Salzwüsten (Salinas Grandes) leben...
Lateinamerika: 11. Iberoamerikanische Kulturtage in Halle/Saale
Manche fabulieren über den angeblich vorhergesagten Weltuntergang, die Sociedad Iberoamericana (Si!) Halle feiert vom 02. bis zum 07.07.2012 „Das Jahr der Mayakultur“. Deshalb beginnen die Kulturtage mit einem Vortrag des Buchautors und Sachkundigen zu Mayageschichte und –astronomie Mario Krygier.Die Schirmherrschaft hat Satenik Roth, Sprecherin des Bündnisses der Migrantenorganisationen in Halle und Vorstandsmitglied des Bundeszuwanderungs- und Integrationsrates, übernommen. Die gebürtige Armenierin engagiert sich in der Integrationsarbeit. Einen Beitrag dazu leistet Si! Halle mit dem seit 13 Jahren existenten wöchentlichen Spanischstammtisch. Dieses Jubiläum wird am Dienstag gefeiert.Für Freunde des lateinamerikanischen Films wird die legendäre kolumbianische Komödie „La estrategia del caracol“ – „Die Strategie der Schnecke“ gezeigt. Der Film „Herz des Himmels, Herz der Erde“ von Frauke Sandig und Eric Black wird mit einer Podiumsdiskussion über die Situation der heutigen Maya komplettiert. Die Teilnehmer Ska Keller (grüne Europaabgeordnete mit Schwerpunkt Menschenrechte), Dr. Peter Gärtner (Lateinamerikawissenschafler, Quetzal Leipzig), Gerardo Lerma Hernandez - (in Mexiko u. a. Mitglied der Gesellschaft für bedrohte Volker, hat Wurzeln und Familie in Chiapas) und Mario Krygier ( s. o., Si! Halle) .Die Diskussion führt Oliver Paulsen (Heinrich- Böll- Stiftung Sachsen- Anhalt, Bündnis 90/ Die Grünen). Die Foto- und Kunstausstellung „Saquil Chuqa Sutz’ - Luz y Niebla- Nebel und Licht“ ist mayainspiriert, in ihr werden Fotos von Mario Krygier und Gemälde der hallischen Künstlerinnen Mercedes Hervás, Judith Baidal und Sissi Gutiez gezeigt.Die Abschlussveranstaltung beginnt mit einem Mercadillo mit Kunsthandwerk und Köstlichkeiten aus aller Welt. Die Münchener Band „Baafuß“ leitet mit lateinamerikanischen Rhythmen über zu einer „Fiesta Final“ mit brasilianischen Klängen von „Daniel Arruda & Band“ und Salsarhytmen. Mehr Infos gibt es unter: www.si-halle.org. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, Si! Halle)
Parlamentarischer Putsch gegen Paraguays Präsidenten
Am 22. Juni 2012 setzte der paraguayische Senat den Schlusspunkt hinter die Präsidentschaft von Fernando Lugo. Mit 39 zu vier Stimmen wurde der Amtsenthebungsklage, die die Abgeordnetenkammer nur einen Tag vorher eingereicht hatte, stattgegeben. Lugo trage demnach die politische Verantwortung für die 17 Opfer einer gewaltsamen Auseinandersetzung um Land ...
Präsidentschaftswahlen 2012 in Mexiko: Porträts der Kandidaten
Neunzig Tage lang hatten die Präsidentschaftskandidaten Zeit, sich der mexikanischen Bevölkerung mit politischen Kampagnen zu präsentieren. Ihre Programme zur Verbesserung des Landes sowie gegenseitige Diskreditierungen der Parteien wurden durch jegliche Art von Kommunikationsmedium übermittelt: Werbetafeln auf der Straße, Radio- und TV-Spots, Internet-Werbung...
Interview mit Nelson Cabrera
Dokumentarfilmer aus Valparaíso
Mexiko DF.- In einem telefonischen Interview von Valparaíso aus spricht Nelson Cabrera über die Aktivitäten des Cine Forum: „In der ersten Januarwoche präsentieren wir Cine Otro, im Oktober führen wir das Festival des indigenen Kinos durch und im Mai eröffnen wir eine Ausstellung mit allem Material, das wir über Valparaíso erhalten haben. Unser Interesse liegt darin, alle ohne Ausnahme miteinzubeziehen, da die technische Entwicklung es ermöglicht, dass wir alle die Umgebung ...