Suchergebnisse für "buen vivir"

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Argentinien, Vatikan: Der erste Papst aus Lateinamerika - Francisco I

Argentinien: Papst Franziskus I - Foto: aibdescalzoMan hatte versprochen, dass es schnell gehen würde mit der Wahl des neuen Papstes. Noch kurz vor der Entscheidung war für 'gewöhnlich gut Informierte' der Italiener Angelo Scola der Topfavorit. Jetzt wissen wir es: Der neue Papst ist erstmals kein Europäer, sondern Argentinier, heißt Jorge Mario Bergoglio, ist 76 Jahre alt und Erzbischof von Buenos Aires. Der Jesuit Bergoglio, der der katholischen Kirche als Franziskus I. vorstehen wird, war dem Vernehmen nach vor acht Jahren der Hauptkonkurrent von Joseph Ratzinger, galt bei dieser Wahl aber eher als Außenseiter. Der neue Papst ist wie sein Vorgänger dem konservativen katholischen Lager zuzurechnen. Bekannt wurde er für seinen „Gotteskrieg“ gegen die Gleichstellung Homosexueller im Familienrecht. Argentiniens damaliger Präsident Néstor Kirchner kritisierte seinerzeit stark den Druck, der von der katholischen Kirche gegen das „Gesetz zur Eheschließung zwischen Personen gleichen Geschlechts“ ausgeübt wurde. Andererseits stellte sich der Kardinal immer wieder auf die Seite der Armen. Er fand stets deutliche Worte gegen Korruption und Armut und prangerte in seinen Predigten auch die strukturelle Sklaverei an. Darüber hinaus zeigte er sich volksnah; er hat eine viel besuchte Facebook-Seite und fährt im Allgemeinen mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Damit wird es nun aber erst einmal vorbei sein. Der neue Oberhirte der Katholiken steht vor der gewaltigen Aufgabe, die Krise seiner Kirche zu überwinden und sie endlich ins 21. Jahrhundert zu führen. Ob ihm das gelingen wird, bleibt abzuwarten (Bildquelle: Aibdescalzo_).

Ecuador vor den Wahlen
Ein Land im Aufschwung

Ecuador: Präsident Rafael Correa 2012 - Foto: Presidencia de la República de EcuadorEcuador gehört seit 2006 zu denjenigen Staaten Lateinamerikas, in denen es nach anhaltenden politischen Turbulenzen zu einer Linkswende gekommen ist. Der Ökonom Rafael Correa wurde im Januar 2007 zum Präsidenten der Republik am Äquator vereidigt. Er versprach seinen Wählerinnen und Wählern eine politische Neuausrichtung des Landes und eine ökonomische Umverteilung der erwirtschafteten Reichtümer . Im Dezember 2012 unternahm Eberhardt Wolf, Europa-Sprecher der Grünen in Rheinland-Pfalz, eine Reise nach Ecuador, um sich über die politische ...

Nicaragua: Grundsätzliche Richtlinie, um sauber, gesund, schön und gut zu leben

Nicaragua: Grundlegende Richtlinie, um sauber, gesund, schön und gut zu leben - Foto: Wald, Vulcan Maderas, Lena_NiRosario Murillo, Koordinatorin des nationalen Rates für Kommunikation und Bürgerschaft, veröffentlichte am 23. Januar 2013 die "Grundsätzliche Richtlinie, um sauber, gesund, schön und gut zu leben" (Guía Básica para vivir limpio, vivir sano, vivir bonito, vivir bien). Das Dokument enthält 14 Grundsätze und ist, laut Murillo, die grundlegende Orientierung für die nicaraguanischen Bürger, um sauber, würdig, gesund, sicher und solidarisch zu leben. Es beinhaltet „eine Formel und viele Formeln, die die Einfachheit, die Mäßigung, die Ausgewogenheit, die Vernunft, das Verständnis der staatsbürgerlichen Pflicht, die Verantwortung der Institutionen des Staates und die komplementäre Zusammenarbeit der Kirchen, die privaten Unternehmen und die Erzeuger fördern“, so Murillo. Die neuen grundlegenden Richtlinien für ein richtiges Leben, die Gesetzeskraft erhalten sollen, verfolgen sehr unterschiedliche und weit gefasste Ziele. So sollen einerseits Best-Practices-Methoden von landwirtschaftlichen Familien- und Gemeinschaftsbetrieben und die Achtung vor der Natur und „Mutter Erde“ gefördert werden. Andererseits sind die Bürger aber auch dazu angehalten, Anordnungen der nationalen Behörden zu befolgen sowie christliche und familiäre Werte zu fördern. Darüber hinaus soll das Dokument helfen, Gewalt jedweder Art zu vermeiden und die Pest der so genannten „Moderne“ zu verhindern. Die Opposition bezeichnet das Dokument als einen Befehl des autoritären Staates, um den Verstand der Bevölkerung zu kontrollieren. Es sei kein Ausdruck des Willens der Bürger (Bildquelle: Lena_Ni_).

20 Jahre QUETZAL – Das Symposium zum Jubiläum

Lateinamerika: Quetzal Symposium zum 20. Jubiläum, Februar 2013, Muruchi Poma - Foto: Quetzal-Redaktion,pgAm 2. Februar 2013 veranstalteten der Leipziger Lateinamerika-Verein QUETZAL e.V. sowie ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V. gemeinsam ein Symposium über „Indigene Völker und gesellschaftliche Alternativen in Lateinamerika“. Es reiht sich ein in die zahlreichen Aktivitäten, die wir aus Anlass unseres 20jähren Bestehens geplant oder bereits durchgeführt haben. Chronologisch und inhaltlich wurde ein Bogen zum Erscheinen der ersten Nummer des Lateinamerika-Magazins QUETZAL im Februar 1993 geschlagen. Im Schwerpunkt dieses Heftes hatten wir uns in Rückblick auf das 500jährige Jubiläum ....

Plurinationales Argentinien? Indigene Renaissance vs. weißen Gründungsmythos

Argentinien: Indigene in Quebrada de Humahuaca - Foto: Quetzal-Redaktion, mgArgentinien gilt als das am stärksten europäisch geprägte Land Lateinamerikas. Dies zeigt sich sowohl im Selbstverständnis der meisten Argentinier als auch in der Fremdwahrnehmung seiner Nachbarn. Wer die Hauptstadt Buenos Aires als Tourist besucht, fühlt sich eher in Südeuropa als in Südamerika. Das Spanisch der Argentinier bezeugt den starken Einfluss italienischer Immigranten, die – wie andere Europäer auch – den Grundstock einer „weißen Nation“ bilden sollten. Dies war das erklärte Ziel der staatlich forcierten Einwanderungspolitik, die seit den 1870er Jahren damit warb, dass riesige ...

Interview mit Adolfo Pérez Esquivel
Gegen eine einseitige Beschränkung des Denkens

Lateinamerika: Freiheitskampf Graffiti - Foto: Quetzal-Redaktion, mg „Die jungen Menschen von heute sind kritischer als die der 70er Jahre”, bekräftigt Adolfo Pérez Esquivel im Gegensatz zu dem, was der Großteil seiner Generation denkt. Im Jahre 1980 wurde er mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, als er während der Militärdiktatur in Argentinien schon mit den Müttern der Plaza de Mayo zusammenarbeitete und eine Ausbildung zum Architekten und Bildhauer ...

Bolivia indígena 2012 – Paradigma oder Ausnahme? Ein Literaturbericht (Teil 2)

Bolivien: Bild von einer Demonstration, Foto: Quetzal-Redaktion, mpDas Buch von Almut Schilling-Vacaflor, dem eine 2009 an der Universität Wien verteidigte Dissertation zugrunde liegt, widmet sich explizit dem Verhältnis von Ethnizität (bzw. Indigenität) und Staat, wobei der Fokus auf die Aushandlung der neuen Verfassung von 2009 und die Beteiligung der indigenen Völker an diesem Prozeß gerichtet ist. Nach einer kurzen Einleitung zu indigenen Völkern, Staaten und Verfassungen sowie dem Forschungsdesign ...

El día en que enloqueció Joaquín

Figur - Foto: Quetzal-Redaktion, gt Ese día no podrá deshacerse de la montaña desmedida de cartas que tiene enfrente, necesitará ayuda para terminar la labor. El trabajo en el periódico le resulta engorroso y no tiene la paciencia necesaria. En cualquier tiempo se recrimina de que no escuchó a su padre quien siempre le aconsejó que estudiara. Él se interesó en otros asuntos, le gustó la vagancia, únicamente cursó el segundo año de la escuela secundaria pero a quien le preguntaba para saber algo de sus estudios le respondía que ya había cursado el cuarto año de la secundaria y motivos de índole económico le habían impedido concluir el bachillerato ...

Das Pentagon will in Südamerika wieder Fuß fassen

USA: Verteidigungsminister Leon Panetta - Foto: US Department of Defense_ Das Pentagon verstärkt seine Militärpräsenz in Südamerika - dies zeigen die jüngste Reise des US-amerikanischen Verteidigungsministers, Leon Panetta, in drei südamerikanische Länder und die Errichtung eines Militärstützpunkts des US-Regionalkommandos „Southern Command“ in Concón, Chile. „Wir sind ernsthaft bemüht, einen zentralen Bestandteil unserer Verteidigungsstrategie weiterzuentwickeln und einige äußerst innovative Bündnisse in einer sehr wichtigen Region der Welt, an der die USA ...

Vom Widerstand zur Macht?
Rückblick auf zwei Jahrzehnte Ringen um indigene Emanzipation in Lateinamerika

Brasilien: Indigenen-Reservat Raposa do Sol - Foto: Agencia Brasil, Antonio Cruz Das Jahr 1992 ist sowohl für Lateinamerika als auch für die indigenen Völker der Welt ein besonderes. Es markiert eine Zäsur des historischen Umdenkens und der politischen Mobilisierung, die bis heute wirkt und wohl auch bis weit in das 21. Jahrhundert hinein ausstrahlen wird. Es ist ein Einschnitt, der so plastisch wie kaum ein zweiter zeigt ...