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Politik und Kultur in Lateinamerika

Suchergebnisse für "buen vivir"

Wir haben 724 Ergebnisse für Ihre Suchanfrage gefunden.

Plurinationales Argentinien? Indigene Renaissance vs. weißen Gründungsmythos

Argentinien: Indigene in Quebrada de Humahuaca - Foto: Quetzal-Redaktion, mgArgentinien gilt als das am stärksten europäisch geprägte Land Lateinamerikas. Dies zeigt sich sowohl im Selbstverständnis der meisten Argentinier als auch in der Fremdwahrnehmung seiner Nachbarn. Wer die Hauptstadt Buenos Aires als Tourist besucht, fühlt sich eher in Südeuropa als in Südamerika. Das Spanisch der Argentinier bezeugt den starken Einfluss italienischer Immigranten, die – wie andere Europäer auch – den Grundstock einer „weißen Nation“ bilden sollten. Dies war das erklärte Ziel der staatlich forcierten Einwanderungspolitik, die seit den 1870er Jahren damit warb, dass riesige ...

Interview mit Adolfo Pérez Esquivel
Gegen eine einseitige Beschränkung des Denkens

Lateinamerika: Freiheitskampf Graffiti - Foto: Quetzal-Redaktion, mg „Die jungen Menschen von heute sind kritischer als die der 70er Jahre”, bekräftigt Adolfo Pérez Esquivel im Gegensatz zu dem, was der Großteil seiner Generation denkt. Im Jahre 1980 wurde er mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, als er während der Militärdiktatur in Argentinien schon mit den Müttern der Plaza de Mayo zusammenarbeitete und eine Ausbildung zum Architekten und Bildhauer ...

Bolivia indígena 2012 – Paradigma oder Ausnahme? Ein Literaturbericht (Teil 2)

Bolivien: Bild von einer Demonstration, Foto: Quetzal-Redaktion, mpDas Buch von Almut Schilling-Vacaflor, dem eine 2009 an der Universität Wien verteidigte Dissertation zugrunde liegt, widmet sich explizit dem Verhältnis von Ethnizität (bzw. Indigenität) und Staat, wobei der Fokus auf die Aushandlung der neuen Verfassung von 2009 und die Beteiligung der indigenen Völker an diesem Prozeß gerichtet ist. Nach einer kurzen Einleitung zu indigenen Völkern, Staaten und Verfassungen sowie dem Forschungsdesign ...

El día en que enloqueció Joaquín

Figur - Foto: Quetzal-Redaktion, gt Ese día no podrá deshacerse de la montaña desmedida de cartas que tiene enfrente, necesitará ayuda para terminar la labor. El trabajo en el periódico le resulta engorroso y no tiene la paciencia necesaria. En cualquier tiempo se recrimina de que no escuchó a su padre quien siempre le aconsejó que estudiara. Él se interesó en otros asuntos, le gustó la vagancia, únicamente cursó el segundo año de la escuela secundaria pero a quien le preguntaba para saber algo de sus estudios le respondía que ya había cursado el cuarto año de la secundaria y motivos de índole económico le habían impedido concluir el bachillerato ...

Das Pentagon will in Südamerika wieder Fuß fassen

USA: Verteidigungsminister Leon Panetta - Foto: US Department of Defense_ Das Pentagon verstärkt seine Militärpräsenz in Südamerika - dies zeigen die jüngste Reise des US-amerikanischen Verteidigungsministers, Leon Panetta, in drei südamerikanische Länder und die Errichtung eines Militärstützpunkts des US-Regionalkommandos „Southern Command“ in Concón, Chile. „Wir sind ernsthaft bemüht, einen zentralen Bestandteil unserer Verteidigungsstrategie weiterzuentwickeln und einige äußerst innovative Bündnisse in einer sehr wichtigen Region der Welt, an der die USA ...

Vom Widerstand zur Macht?
Rückblick auf zwei Jahrzehnte Ringen um indigene Emanzipation in Lateinamerika

Brasilien: Indigenen-Reservat Raposa do Sol - Foto: Agencia Brasil, Antonio Cruz Das Jahr 1992 ist sowohl für Lateinamerika als auch für die indigenen Völker der Welt ein besonderes. Es markiert eine Zäsur des historischen Umdenkens und der politischen Mobilisierung, die bis heute wirkt und wohl auch bis weit in das 21. Jahrhundert hinein ausstrahlen wird. Es ist ein Einschnitt, der so plastisch wie kaum ein zweiter zeigt ...

Mexiko: Premiere zum Ende – Ein neuer Mayafilm in Halle/Saale

Mexiko: Maya Codex - Foto: Quetzal-Redaktion, mkNein, diese Überschrift bezieht sich nicht auf den 23.12.2012. Diese Veranstaltung ist der Abschluss einer Veranstaltungsserie der Sociedad Iberoamericana Halle (Si!Halle e. V.), zu der auch ihre 11. Iberoamerikanischen Kulturtage mit dem Motto “Das Jahr der Mayakultur“ im Juni 2012 gehörten. In Zusammenarbeit mit dem Kino „Zazie“, dem Regisseur Harald Schluttig und mit Unterstützung der Bundestagsabgeordneten Undine Kurth (Bündnis 90/ Die Grünen) ist als hallesche Premiere der Dokumentarfilm „Der Geist der Maya – Auf den Spuren des Codex Dresdensis“ zu sehen. Daran schließt sich ein Filmgespräch mit Harald Schluttig und dem Mayakundigen und Buchautor Mario Krygier in der Zazie-Bar im Rahmen des wöchentlichen „Spanisch-Stammtischs“ an. Im Fokus des eindrucksvollen und kurzweiligen Films steht die wichtigste bekannte Handschrift der Maya. Ihr Inhalt, soweit entschlüsselt, wird u. a. in Interviews mit Koryphäen der Mayaforschung, wie z. B. Nikolai Grube, beleuchtet. Es kommen aber auch heutige Maya zu Wort, ebenso wie lateinamerikanische und deutsche Wissenschaftler und Förderer. In farbenfrohen Ausschnitten bekommt man einen Eindruck von der Kultur und Lebensweise der Mayavölker. Dieser Beitrag zur halleschen Interkulturellen Woche von Si!Halle e. V. findet am Dienstag, 25.9.2012 ab 19 Uhr im Kino „Zazie“, Kleine Ulrichstrasse 22, 06108 Halle/Saale statt. Der Trailer des bisher nicht im Verleih befindlichen Films ist unter folgenden Link zu finden (Bildquelle: Quetzal-Redaktion,mk).

Argentinien: Lebenslange Haft für Ex-Militärs

Argentinien: Opfer der Militärdiktatur - Foto: Emmanuel FrezzottiEin argentinisches Gericht hat 14 Ex-Militärs und ehemalige Polizisten zu lebenslangen Haftstrafen wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit während der letzten Militärdiktatur (1976-1983) verurteilt. Bei den Verurteilten handelt es sich um den Ex-Brigadegeneral Juan Manuel Bayón, sechs Oberste, drei Oberstleutnants, einen Major und drei ehemalige Polizisten. Ihnen werden in 90 Fällen schwere Verbrechen vorgeworfen, die auf dem Gelände des 5. Armeekorps begangen wurden: Freiheitsberaubung, wiederholte Anwendung von Folter und Totschlag. Das Gericht in Bahia Blanca (Buenos Aires) ordnete an, dass bereits erfolgte Freilassungen und Hausarreste zu widerrufen und die Verurteilten in ein Gefängnis zu überstellen seien. Noch vor der Urteilsverkündung forderte Nora Cortiñas, Leiterin der Mütter der Plaza de Mayo, weitere Anstrengungen zu unternehmen, damit kein Täter straflos bleiben kann. Derweil melden argentinische Medien, dass in Comodoro Rivadavia im Süden des Landes der Prozess gegen Verantwortliche des Massakers von Trelew mit dem Anhören von Tonbändern mit Zeugenaussagen der drei Überlebenden des Verbrechens fortgesetzt wurde. 1972 hatten Militärs auf dem Marineflughafen in Trelew 16 politische Gefangene erschossen (Bilquelle: Emmanuel Frezzotti).

20 Jahre QUETZAL – ein Editorial in eigener Sache

Button 20 Jahre QuetzalVor 20 Jahren, im Herbst 1992, fand die Gründungsversammlung des QUETZAL statt. Deutsche und Lateinamerikaner, von denen die meisten zuvor in einer Arbeitsgruppe zur Unterstützung der Kampagne „500 Jahre indigener und Volkswiderstand“ im Dritte-Welt-Zentrum Leipzig zusammengearbeitet hatten, trafen sich, um über die Herausgabe eines „Magazins für Politik und Kultur in Lateinamerika“ zu beraten. Im Februar 1993 erschien dann das erste Heft unter dem Titel „1492 -1992: Eine Bestandsaufnahme“.

Informationsbüro Nicaragua e.V. (Hrsg.): Her mit dem guten Leben!
Gegenentwürfe zur globalen Krise

Buch-Cover des Nahua Script 14Angesichts der immer häufiger werdenden Einschläge der globalen Wirtschafts-, Finanz-, Klima- und Ernährungskrisen hat sich das Wuppertaler Süd-Nord Kolloquium auf die Suche nach Alternativen zum derzeitigen Gesellschaftssystem gemacht. Im Ergebnis steht ein kleiner Sammelband mit dem Titel „Her mit dem guten Leben! Gegenentwürfe zur globalen Krise“, das der Verein Informationsbüro Nicaragua e. V. herausgegeben hat. Darin kommen zahlreiche namhafte Kritiker zu Wort, leider, und das soll schon vorab gesagt sein, ...