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"buen vivir"
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Interview mit Leandro Salvatierra und Luise Rauer
Eine musikalische Suche ohne zu suchen
Quetzal konnte die beiden jungen Musiker Leandrao Salvatierra (32) und Luise Rauer (25) interviewen, die seit zwei Jahren zusammen argentinische Folkloremusik spielen und in Leipzig in kleineren und größeren Spielstätten auftreten. Leandro kommt aus Tucumán in Argentinien, und Luise aus Berlin. Sie lernten sich im spanischen Granada kennen, wo Leandro Flamenco lernte und Luise einen Erasmus-Aufenthalt hatte. Beide eint die Liebe zur Folklore-Musik und die nahezu hemmungslose Neugierde, immer wieder neue Instrumente zu ...
Guatemala: Wahlen mitten in der Staatskrise
Am Sonntag, dem 6. September 2015, konnten 7,5 Millionen Guatemalteken neben einem neuen Präsidenten und Vizepräsidenten 338 Bürgermeister, 158 Abgeordnete des Parlaments und 20 Vertreter für das Zentralamerikanische Parlament wählen. Bei einer Wahlbeteiligung von 68 Prozent belegte Jimmy Morales, Präsidentschaftskandidat der Frente de Convergencia Nacional (FCN) mit 24,5 Prozent den ersten Platz. Es folgten Manuel Baldizón (Libertad Demócrata Renovada – LIDER) und Sandra Torres (Unidad Nacional de la Esperanza – UNE) mit 19,38 bzw. 19,01 Prozent. ...
Vor 100 Jahren: Haiti unter US-Besatzung (1915-1934)
Am 28. Juli 1915 landeten 350 US-Marines in Port-au-Prince. Für Haiti folgten lange 19 Jahre der Besatzung. Die letzten Truppen Washingtons zogen erst im August 1934 wieder ab. Die Okkupation der ersten freien schwarzen Republik durch den Koloss im Norden ordnet sich in eine Zeit ein, in der die USA die Karibik zu ihrem Mare Nostrum machten und zur Weltmacht aufstiegen. Diese Entwicklung begann 1898 mit dem Spanisch-Amerikanischen Krieg, in dessen Folge das nordamerikanische Land, das erst 1783 seine eigene Unabhängigkeit erkämpft hatte, selbst zur Kolonialmacht wurde und sich in die Gruppe der...
Hilse, Ina/ Büttner, Kirstin (Hrsg.): Engagiert - Resistent - Bedroht. Soziale Bewegungen in Mittelamerika
Um es gleich vorweg zu nehmen: Das Buch füllt nicht nur eine Lücke, sondern bietet auch einen sehr kompetenten, breit gefächerten und gut lesbaren Überblick über die sozialen Bewegungen einer Region, der hierzulande selbst von der linken Öffentlichkeit wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. 15 Autoren haben sich zusammen getan, um dieses Defizit zu beheben. Auf „nur“ 210 Seiten findet der Leser prägnante Porträts aller sieben Länder Mittelamerikas (Belize, Guatemala, Honduras, El Salvador, Nicaragua, Costa Rica, Panama), dazwischen eingestreut Beiträge ...
Medios y democracia en Argentina: "Hasta la autoestima crece cuando uno tiene medios de comunicación propios"
Damos seguimiento a la entrevista con Ernesto de Lamas de la radio comunitaria "La Tribu" en Argentina. Durante 20 años ha luchado por cambiar la ley de medios en su país que fue un relicto de la dictadura militar. Hoy en día, cuando las radios comunitarias por ley tienen garantizadas un 33 % del espectro radioeléctrico, los desafíos son otros. Nos cuenta de su trabajo como defensor del interés público en cuanto a medios de comunicación, de los retos de la nueva tecnología y del cambio que ve que se está realizando en América Latina...
Argentinien: Operación Cóndor vor Gericht
Nach gut zwei Jahren Verhandlungen erreicht der Prozess gegen die Operation Cóndor seine finale Phase in Buenos Aires. Unter diesem Name Operación Cóndor hatten Geheimdienste von Chile, Brasilien, Paraguay, Argentinien, Bolivien und Uruguay seit 1975 ihre Arbeit koordiniert. Zeitweise schlossen sich ebenfalls Peru, Ecuador, Venezuela und Kolumbien den Aktionen des Geheimdienstbündnisses an. Der Traum Simón Bolivars von der Einheit Lateinamerikas verwandelte sich in einen Albtraum. Ziel des Plans waren die Vernichtung politischer Gegner im Ausland sowie der Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Mit Hilfe der zahlreichen Unterlagen und Zeugenaussagen, die dem Gericht vorliegen, konnte nicht nur die Entstehung dieses repressiven Plans rekonstruiert, sondern auch die Rolle der Vereinigten Staaten nachgewiesen werden. Obwohl der Plan Cóndor eine südamerikanische Operation war, spielte Washington dabei eine zentrale Rolle: einerseits durch die Verbreitung der Strategie für Nationale Sicherheit in der panamaischen School of Americas während des Kalten Krieges und andererseits mit der Unterstützung der südamerikanischen Diktaturen, um das Erreichen der Ziele der Operación Cóndor sicherzustellen (Bildquelle: Public Domain).
Mexiko: Trotz Verlusten gewinnt PRI die Wahlen
Die Kommunal-, Regional- und Parlamentswahlen, die gestern in Mexiko stattfanden, waren in ihrem Vorfeld abermals von einer beispiellosen Gewaltwelle begleitet; im Land wurden etwa 70 Angriffe auf und 19 Morde an Kandidaten gezählt. Im Süden des Landes, insbesondere in Oaxaca, Chiapas und Guerrero, sollten tausende Polizisten die Wahlen absichern. Bürgerrechtsorganisationen klagen an, dass das militärische Aufgebot in den von sozialen Protesten gekennzeichneten Regionen nicht zu einem demokratischen Klima beiträgt. Verschiedene Organisationen und Aktivisten hatten deshalb zu einem Boykott der Wahlen aufgerufen. Nach Auszählung von 60 Prozent der Stimmen zeichnet sich ab, dass der Partido Revolucionario Institucional (PRI) trotz Verlusten die Wahlen gewonnen hat und mit seinen Bündnispartnern weiter regieren kann. Allerdings zeigen sich Verschiebungen in der politischen Landschaft Mexikos. In der Hauptstadt hat der seit langem dominierende Partido de la Revolución Democrática (PRD) starke Verluste hinnehmen müssen. In fünf der 16 Colonias wird künftig der Movimiento Regeneración Nacional (Morena) regieren, eine Abspaltung vom PRD, die erst im letzten Jahr von Andrés Manuel López Obrador gegründet wurde. Morena gewann im Land immerhin 10 Prozent der Stimmen. Im nördlichen Bundesstaat Nueva León entschied mit dem ehemaligen PRI-Aktivisten Jaime Rodríguez Calderón (“El Bronco”) erstmals in der mexikanischen Geschichte ein parteiunabhängiger Kandidat die Gouverneurswahlen für sich (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ssc).
Südamerika: Mehr Integration durch Re-Industrialisierung
Ernesto Samper, Generalsekretär der Union Südamerikanischer Staaten (UNASUR) und von 1994 bis 1998 Präsident Kolumbiens, hat sich bei seinem viertägigen Besuch in Brasilien für die Re-Industrialisierung der Region ausgesprochen. Auf einem Seminar zur „Integration der Wertschöpfungsketten in Südamerika“ in Sao Paulo, an dem auch der brasilianische Expräsident Luiz Inácio Lula da Silva teilnahm, verwies er auf die Notwendigkeit, die Infrastruktur auszubauen. In diesem Zusammenhang hob er sieben Projekte hervor, darunter den Korridor Caracas - Bogotá - Buenaventura / Quito, die interozeanische Eisenbahnverbindung Paranaguá – Antofagasta sowie die Verbesserung des Schiffsverkehrs der Flüsse des Rio-de-la-Plata-Beckens. Neben der engeren Integration der 12 UNASUR-Staaten komme es auch darauf an, die Zusammenarbeit mit China, Indien und Russland zu verbessern. Vor allem die 2014 geschaffene Entwicklungsbank der BRICS böte gute Möglichkeiten, die hoch gesteckten Ziele zu erreichen. In einem Interview setzte sich Samper für die Schaffung einer gemeinsamen Staatsbürgerschaft für alle Südamerikaner ein. Auf die Unterschiede zwischen den Mitgliedsländern angesprochen, erwiderte er, dass es darauf ankomme, die Entideologisierung der gegenseitigen Beziehungen mit einer Repolitisierung der UNASUR zu verbinden. Jede Nation könne auf der Basis der eigenen Vorstellungen ihren Beitrag zur Integration leisten. Nach dem neoliberalen Alptraum der 1990er Jahre sei es außerdem an der Zeit, die soziale Inklusion aller Bürger zu einem festen Bestandteil der Relegitimation des demokratischen Systems zu machen.
Medios y democracia en Argentina: "hacer entender que la palabra nos constituye"
Ernesto Lamas es docente de Comunicación en la Universidad de Buenos Aires. Fue coordinador Regional de AMARC (Asociación Mundial de Radios Comunitarias) en América Latina y Caribe (2003-2011). En la primera parte de la entrevista nos habla de los procesos de democratización de los medios en Argentina. Fue realizada el 27 – 1 – 2015 en Leipzig a través de video conferencia. 1. ¿Cómo es el proceso de democratización y medios en Argentina? En los años ochenta durante la dictadura militar, que duró del año 76 al año 83, los militares se encargaron de ...
Argentinien: Indigene Frauen für die Rechte des guten Lebens
Der Dienstag war ein historischer Tag für die argentinische Bevölkerung. Vertreterinnen der 36 indigenen Völker kamen aus dem ganzen Land nach Buenos Aires, um dem Nationalkongress einen Gesetzentwurf vorzulegen. Es war das erste Mal seit der Gründung des Staats, dass die Stimme der Indigenen im Kongress gehört wurde. Der Gesetzestext mit dem Namen „Gesetz für das gute Leben“ vereint die Beschlüsse der zahlreichen Versammlungen, die seit langer Zeit mit Blick auf diesen Tag in Argentinien stattfanden. Obwohl die Gleichberechtigung der Indigenen sogar in der argentinischen Hymne besungen wird, bekämpfte der Staat die indigene Bevölkerung zunächst mit Waffen und danach durch Diskriminierung, Ausgrenzung, Verarmung und Verseuchung. Zurzeit stammt der größte Teil der Schwarzarbeiter und Gefängnisinsassen aus der indigenen Bevölkerung. Das Ziel der Mobilisierung, die im Nationalkongress endete, war, so die Sprecherinnen, nicht bloß zu protestieren, sondern auch Vorschläge zu machen, um einen multikulturellen Staat zu schaffen. Denn im vorgelegten Gesetzestext geht es um Multikulturalität im Gesundheits- und Schulwesen, den Wohnungsbau, den Verkehr und die Strafvollzugspolitik u.v.a. Wie bereits bei den Müttern der Plaza de Mayo sind es auch hier wieder die Frauen, die gegen die Ungerechtigkeit aktiv werden. Indigene Frauen sind dreifach benachteiligt: Sie sind weiblich, arm und indigen. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, gc)