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Bolivien: Märsche und Einkapselungen gegen die Krise

Die Zahl der an Covid-19 Erkrankten steigt immer stärker, selbst das Staatsoberhaupt ist infiziert, das Gesundheitssystem droht zusammenzubrechen, Menschen sterben auf der Straße. Die Polizei sammelte in den letzten Tagen mehr als 200 Leichen ein, von denen vier Fünftel mit Corona infiziert waren. Es ist wie ein Déja-vu; doch ist

Paraguay: Das andere COVID 19-Wunder

Drei COVID 19-Wunder – Nicaragua, Cuba und Uruguay – kennen wir schon in Lateinamerika. Paraguay ist mit 3.629 der Gesamtfälle (19.07.2020) das lateinamerikanische Land auf der Liste mit den viertwenigsten Infizierten. Bei den Corona-Toten pro eine Million Einwohner rangiert es an letzter Stelle im Lateinamerika-Ranking, ist hier also sogar am

Argentinien: Ehemaliger Präsident Carlos Menem wird 90 Jahre alt

Heute vollendet der ehemalige Präsident Carlos Saúl Menem sein neunzigstes Lebensjahr. Menem begann seine Laufbahn als Politiker 1973, als er zum Gouverneur seiner Heimatprovinz La Rioja gewählt wurde. Auch wenn Menem zunächst eher fortschrittliche Maßnahmen ergriff, unterstützte er nach dem Tod von Präsident Juan Domingo Perón 1974 den konservativen Flügel

Lateinamerika: Indigene Völker und COVID-19

Die „Bewegung der indigenen Völker, Gemeinschaften und Organisationen“ in Mexiko teilte mit, dass die Letalität von mit dem Corona-Virus infizierten indigenen Personen um etwa 70 Prozent höher liegt als im Landesdurchschnitt. Das verwundert insofern nicht, als die originäre Bevölkerung zu den ärmsten des Landes gehört. Der Gesundheitszustand Indigener ist schlechter,

Lateinamerika: Der kolumbianische George Floyd heißt Anderson Arboleda

Am 19. Mai wurde der 21-jährige Anderson Arboleda bei einer Polizeikontrolle so stark am Kopf verletzt, dass er drei Tage später an seinen Verletzungen starb. Arboleda soll gegen die Quarantänebestimmungen verstoßen haben, er trug keine Maske. Bekannt wurde dieser Tod infolge Polizeigewalt erst neun Tage später, genaugenommen als eine unmittelbare

Lateinamerika: Haushaltsangestellte: Die Schwächsten sind am härtsten betroffen

Die Haushaltsangestellten in Lateinamerika sind meist weiblich, schlecht bezahlt, weitgehend rechtlos und in der Öffentlichkeit kaum sichtbar. So stellte sich die Situation jener 18 Millionen Menschen dar, die dort laut Internationaler Arbeitsorganisation (ILO) bereits vor Ausbruch der Covid-Pandemie im Haushalt von Besserverdienenden und Reichen ihre Arbeitskraft verkauft haben. Aus verschiedenen

Ecuador: Wohin mit den COVID 19-Toten?

Berechnet man die Corona-Toten pro eine Million Einwohner, steht Ecuador an der Spitze der lateinamerikanischen Statistik. Weltweit liegt es auf Platz 17. Das Land hat in etwa genauso viele Todesfälle wie Genesene. In Deutschland beträgt dieses Verhältnis 1 zu 20. Das gibt zu denken. Theoretisch könnte das daran liegen, dass

Chile: Corona-Pandemie verschlimmert die Lage im ohnehin schon kriselnden Land

Im südlichen Andenland spitzt sich die Corona-Krise seit ein paar Wochen zu. Nachdem Anfang März die ersten Fälle in Chile festgestellt worden waren, stiegen nun die Fallzahlen stark an. Täglich infizieren sich nun rund 4.000 Menschen. Bisher wurden insgesamt knapp 78.000 Fälle nachgewiesen und es starben bereits 806 Infizierte. Am