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Politik und Kultur in Lateinamerika

Suchergebnisse für "buen vivir"

Wir haben 724 Ergebnisse für Ihre Suchanfrage gefunden.

Caparrós, Martín: Der Hunger

Caparros_Der Hunger_DeckblattScanStellt die Tatsache, dass täglich auf dieser Welt 25.000 Menschen an Ursachen, die mit dem Hunger zusammenhängen, sterben, einen Fehler oder vielmehr den Erfolg des Weltsystems dar? Der argentinische Schriftsteller und Journalist Martín Caparrós stellt den Lesern, deren Beantwortung ihn in sieben Länder (Niger, Indien, Bangladesch, USA, Argentinien, Südsudan und Madagaskar) ...

Argentinien: 11. Ministerkonferenz der WTO beendet

Noticias_11_WTO_Bild_WTO_PresseVon Kontroversen überschattet fand vom 10.-13. Dezember die 11. Ministerkonferenz der World Trade Organisation (WTO) in Buenos Aires statt. Bei den Veranstaltungen kamen Präsidenten, Minister, Gesetzgeber und andere VertreterInnen aus den 164 Mitgliedsstaaten zusammen. Nach Ansicht der argentinischen Regierung zielte das Treffen darauf ab, das multilaterale Handelssystem zu verstärken, um das integrative Wachstum zu verwirklichen und die Arbeitsbeschaffung zu begünstigen. Die Konferenz stieß einerseits auf die heftige Ablehnung durch soziale Organisationen und Gewerkschaften, die das WTO-Treffen im Zentrum von Buenos Aires ablehnten. Nachdem die argentinischen Regierung zahlreiche internationale Nichtregierungsorganisationen und Journalisten vom Treffen ausschloss bzw. nicht einreisen ließ, gab es Kritik von Seiten verschiedener Regierungen und der WTO selbst. So sah sich die Regierung Macris schließlich gezwungen, diese restriktiven Maßnahmen zumindest teilweise zurückzunehmen. Einigen „Unerwünschten“ wurde die Einreise erlaubt. Die lange Planung dieser Maßnahme deutet darauf hin, dass den argentinischen Behörden „schwarze Listen“ von NGOs und Aktivisten vorlagen. Einige der ausgeladenen Journalisten und Aktivisten warfen der WTO vor, Entscheidungen, welche ausschlaggebend für die ganze Menschheit sind und wichtige Auswirkungen auf die Menschenrechte haben, paradoxerweise hinter verschlossenen Türen zu behandeln. Außer der Eröffnungssitzung fanden die Tagungen im luxuriösen Hotel Hilton statt. (Bildquelle: WTO_Presse).

Geehrt, umstritten, aber nach wie vor aktuell
Bolivianische und argentinische Zeitungen zum 50. Todestag von Ernesto Che Guevara

Bolivien_Evo_Bild_Quetzal-Redaktion_gcNachdem der QUETZAL unter der Überschrift „Uhu oder Nachtigall“ bereits einen Beitrag zur Medienberichterstattung anlässlich des 50. Todestages von Ernesto Che Guevara in Deutschland und Lateinamerika veröffentlicht hat, bietet der folgende zweite Teil einen Überblick über die Rezeption der wichtigsten bolivianischen und argentinischen Zeitungen ...

Chile: Ergebnis der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen verändert politische Landschaft

Chile: Präsidentschaftskandidaten Alejandro Guillier und Sebastián Piñera - Foto: Rec79Am vergangenen Sonntag, den 19. November, waren die Chilen*innen aufgerufen, ein neues Staatsoberhaupt sowie Abgeordnete, Landrät*innen und die Hälfte der Senator*innen zu wählen. Vor den Wahlen rechnete man mit einer niedrigen Wahlbeteiligung, obwohl das viel kritisierte binominale Wahlsystem kürzlich abgeschafft worden war und nun auch die im Ausland lebenden Chilen*innen wählen durften. Diese Prognose traf dann auch zu, denn nur 46,7% der Wahlberechtigten machten von ihrem Recht Gebrauch. Weiterhin sagten alle Umfragen voraus, dass der ehemalige konservative Präsident Chiles Sebastián Piñera (2010-2014) die Wahlen klar gewinnen und vielleicht sogar bereits in der ersten Wahlrunde gewählt würde. Umso überraschender war es, dass der Multi-Millionär „nur“ 36,6% der Stimmen auf sich vereinen konnte. Alejandro Guillier, Wunschkandidat der amtierenden sozialistischen Präsidentin Michelle Bachelet, erreichte 22,7%. Für eine weitere Überraschung sorgte das neue 12-Parteien-Bündnis Breite Front, das nun links neben Piñeras Rechtsbündnis und Bachelets Mitte-Linksbündnis als dritter Block die Parteienlandschaft aufmischt. Dessen Präsidentschaftskandidatin Beatriz Sánchez kam Guillier mit 20,3% der Stimmen sehr nah. Der rechtskonservative José Kast kam seinerseits auf 7,9%, was auch als erstaunlich bewertet werden kann, da er offener Anhänger des ehemaligen Diktators Pinochet ist. Zwar werden nun die Chilen*innen in der Stichwahl für das Präsidentenamt am 17. Dezember erwartungsgemäß zwischen Piñera und Guillier entscheiden, doch Guillier wird sich inhaltlich auf die Breite Front zubewegen müssen, um die Stimmen derjenigen zu gewinnen, die Sánchez unterstützt hatten. Auch im Parlament hat der Erfolg des neuen Bündnisses deutliche Spuren hinterlassen: Es stellt nun 20 Abgeordnete und einen Senator. So hat der seit einigen Jahren aufkeimende politische Umbruch im Land nun auch fassbare Folgen: Die neuen politischen Kräfte stellen zwar (noch) nicht die Präsidentin, aber sie haben sich im Parlament endgültig etabliert (Bildquelle: Tu Foto con el Presidente_).

Abschied von Daniel Viglietti (1939-2017)

Viglietti_Canciones_para_el_hombre_nuevo_CoverScanDer Oktober endete dieses Jahr unter schlechten Vorzeichen. Nach einem Herzanfall verstarb am 30. Oktober der uruguayische Komponist, Sänger und Gitarrist Daniel Viglietti. Er war am 24. Juli 1939 als Sohn der Pianistin Lydia Indart und des Gitarrist Cédar Viglietti in der Hauptstadt Uruguays, Montevideo, geboren worden. Viglietti erhielt eine musikalische Ausbildung als Konzertgitarrist, begeisterte er jedoch vor allem mit seiner Fähigkeit ...

Die Musik der Anden ist lebendiger als je zuvor

kolumbien_musik_bandoneon_juan_manuelAnscheinend hatte die traditionsreiche Musik schon der Vergangenheit angehört, da verleihen ihr neue Generationen von Musikern und die Akademie ein anderes Gesicht mit innovativen Ideen. Wenn man vor fünfzig Jahren von kolumbianischer Musik sprach, bezog man sich auf die Musikrichtungen pasillo und bambuco. Es ging sogar so weit, dass in damaligen Sendern weder cumbias noch vallenatos erklangen ...

Argentinien: Das Enkelkind Nr.125 wurde wiedergefunden

Großmutter der Plaza de Mayo_LogoIm Rahmen des 40. Geburtstages der Bürgervereinigung Abuelas de Plaza de Mayo (dt.: Großmütter der Plaza de Mayo) wurde von ihrer Präsidentin, Estela de Carlotto, die Wiederauffindung des "Enkelkindes Nr. 125" öffentlich angekündigt. Großmütter der Plaza de Mayo wurde unter der letzten argentinischen Diktatur 1977 mit dem Ziel gegründet, vom Staat die Rückgabe ihrer Enkelkinder zu verlangen. Nach Angaben der Menschenrechtsvereinigung sind während der Diktatur ca. 500 Kinder, deren Eltern bislang als desaparecidos (dt.: Verschwundene) gelten, in versteckten Gefängnissen bzw. Militärlazaretten geboren worden. Diese Kinder, welche aus der Perspektive der damaligen Junta "Kriegsbeute" darstellten, waren in der Regel an neue Elternpaare vermittelt worden, um sie unter anderen politischen und moralischen Werten zu erziehen. Die Wiederauffindung der Enkelkinder stellt daher nicht nur die Familienzusammenführung, sondern auch das Recht auf Identität dar. Estela de Carlotto, welche erst 2014 ihren Enkelsohn wiederfand, gab bekannt, das Enkelkind Nr.125 sei nicht nur für das argentinische Volk ein Geschenk, sondern auch für die Welt. Außerdem nahm die Vorsitzende der Abuelas de Plaza de Mayo die Gelegenheit wahr, diejenigen zu kritisieren, die stets versuchen, der Menschenrechtsorganisation die Legitimität zu entziehen. Die Aussage Carlottos bezog sich unmissverständlich auf Erklärungen des einstigen Bürgermeisters von Buenos Aires und heutigen Präsidenten Argentiniens, Mauricio Macri. (Bildquelle: Logo_Abuelas de Plaza de Mayo).

Ernesto Che Guevara – ein chronologischer Überblick über sein Leben

Kuba: Ernesto Che Guevara Foto: Public Domain1928, 14. Juni Geburt in Rosario (Argentinien) als ältester Sohn von Ernesto Guevara Lynch und Celia de la Serna 1945-1951 Studium der Medizin in Buenos Aires 1952, Januar-Juli erste Lateinamerika-Reise 1953, März Abschluss des Medizinstudiums als Doktor 1953, Juli Beginn seiner zweiten Reise durch Lateinamerika 1953, Dezember Einreise nach Guatemala, wo er die revolutionäre Regierung von Jacobo Arbenz unterstützt 1954, Juni Beginn einer von der CIA organisierten Söldner-Invasion gegen Arbenz,...

Gustavo "Cuchi" Leguizamón x 100

Leguizamón_Filmusik_LaRedada_ScanCoverGenau vor 100 Jahren, am 29. September 1917, kam der Komponist und Pianist Gustavo Cuchi Leguizamón in der argentinischen Stadt Salta zur Welt. Salta ist die Heimat von so außergewöhnlichen Musikern wie etwa Eduardo Falú, Jaime Dávalos und Dino Saluzzi, und so gesehen die in musikalischer Hinsicht fruchtbarste Region Argentiniens. Leguizamóns Neigung zur Musik wurde bereits offenbar ...

Chile: Gedenken an Víctor Jara

Chile: Das Grab Victor Jaras in Santiago - Foto: Quetzal-Redaktion_sscEin chilenisches Kulturfestival trägt seinen Namen. Der Sänger Miguel „Negro“ Piñera, Bruder des aktuellen Präsidenten Chiles, will ihm mit seinem neuen Album Tribut zollen. Und an seinem Todestag würdigten ihn so unterschiedliche Menschen wie Venezuelas Präsident Maduro oder der „Rage against the Machine“-Gitarrist Tom Morello. Der chilenische Sänger, Liedermacher und Theaterregisseur Víctor Jara ist auch 44 Jahre nach seinem Tod im Gedächtnis Chiles und der Welt lebendig. Jara war ein gefeierter Theaterregisseur, als er sich in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre entschloss, fortan ein Sänger zu sein. Mit der Gitarre sei er nützlicher, meinte er einmal. Seine Karriere als Musiker war sehr erfolgreich, aber eher kurz; sie endete am 16. September 1973. Jaras Ermordung durch die putschenden Militärs im Stadion Chile, das heute seinen Namen trägt, machte seine Lieder weltbekannt und ihn zu einem Symbol für den Widerstand gegen die Militärdiktatur. Für seine Anhänger gab es im letzten Jahr eine späte Genugtuung: Ein Gericht in Florida hatte den Ex-Leutnant Pedro Barrientos, inzwischen US-Bürger, des Mordes an Jara für schuldig befunden und ihn zu einer hohen Schadensersatzzahlung an dessen Familie verurteilt. Jaras Musik blieb bis heute allgegenwärtig, nicht nur in Chile. Die von seiner Witwe Joan Turner gegründete Fundación Víctor Jara startete in diesem Jahr eine Neuedition seiner Platten. Und ab heute, dem 28. September, finden in Santiago unter dem, einem Lied Jaras entlehnten, Motto „El derecho de vivir en paz“ mehrere Konzerte zu seinem Gedenken statt. Víctor Jara wäre heute 85 geworden. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ssc).