Suchergebnisse für
"buen vivir"
Wir haben 724 Ergebnisse für Ihre Suchanfrage gefunden.
Argentinien: Feministinnen gegen „Women 20“
Das neulich initiierte Programm Women 20 als Teil des G20 stößt bei argentinischen Feministinnen auf Widerstand. Ende des Jahres sollen sich Mitglieder des G20 in Buenos Aires treffen. Bis dahin wird im Kulturzentrum „Néstor Kirchner“ an einer Agenda der Frauen gearbeitet, die dann den Staatsoberhäuptern präsentiert wird. Dabei werden international Stimmen laut, die bezweifeln, dass Women 20 wirklich repräsentativ wäre. Starke Kritik wurde vor allem vonseiten feministischer Organisationen geübt, wie z.B. des Foro Feminista contra el G20 (dt.: Feministisches Forum gegen die G20). Ihre Proteste stehen unter der Überschrift „No en nuestro nombre“ (dt.: Nicht in unserem Namen). Damit wird deutlich gemacht, dass durch Women 20 keineswegs alle Frauen ihre Interessen vertreten wissen. Das Hauptargument, was gegen die Agenda vorgebracht wird, ist deren Fokus auf Wirtschaftswachstum. Im internationalen Rahmen beurteilen Feministinnen die W20 Debatten als elitär. Dies ist darauf zurückzuführen, dass im Mittelpunkt der Agenda die Business-Frau und ihre finanzielle Absicherung steht. Es werde weder umfassend auf sozial ausgegrenzte Frauen aus benachteiligten Arbeitsverhältnissen eingegangen, noch die Wurzel der mangelnden Gleichstellung diskutiert. Argentinische Feministinnen können sich auch mit den Teilnehmerinnen der W20-Debatten nicht identifizieren. Sie prangern an, dass es sich vor allem um Repräsentantinnen der wirtschaftlich privilegierten Schicht handelt, nicht aber um ein breites Spektrum an Frauen aus unterschiedlichen Bereichen mit verschiedenen Realitäten (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, solebiasatti).
Magnus, Ariel: Die Schachspieler von Buenos Aires
1939 ist Buenos Aires Gastgeber der Internationalen Schacholympiade. Unter den Gästen und Delegationen aus verschiedenen Ländern reist der Schachweltmeister Mirko Czentovic an. Bekanntlich ist Czentovic eine der fiktiven Romanfiguren aus Stefan Zweigs Schachnovelle. Der Großvater vom Autor-Erzähler Ariel Magnus, der Jude Heinz Magnus, ist ein Zweig-Bewunderer und teilt mit ihm ...
Argentinien: Abkommen mit IWF stößt auf Protest
Am 09. Juli, dem Jahrestag der Unabhängigkeit Argentiniens von 1816, protestierten tausende von Demonstranten gegen das Abkommen der Regierung mit dem Internationalen Währungsfond (IWF). Die Menschenmassen in Buenos Aires rund um den Obelisken forderten wirtschaftliche Unabhängigkeit und sprachen sich gegen eine noch tiefere Verschuldung aus. Die instabile wirtschaftliche Lage des Landes ist bereits seit zwei Jahren ein wachsendes Problem. Vor allem die rasante Inflation setzt den Präsidenten Mauricio Macri schwer unter Druck. Im Juni unterzeichnete er in Kanada im Rahmen des G-7 ein Abkommen mit dem IWF über einen Kredit in Rekordhöhe von 50 Milliarden Dollar über drei Jahre. Allerdings ist diese Summe an die Bedingung des Finanzausgleichs im Jahr 2020 gekoppelt. Dadurch wird sich die Sparpolitik weiter ausweiten. Es herrscht die Befürchtung, dass die Provinzen am meisten betroffen sein werden. Darüber hinaus besteht Unzufriedenheit wegen starker Tarifsteigerung in den Bereichen Licht, Wasser und Gas. Außerdem wird erwartet, dass Zuschüsse in Transport, Energiewirtschaft, dem öffentlichen Dienst und Bauwesen gekürzt werden. Gewerkschaften fordern höhere Löhne, da der drastische Absturz des Peso Konsequenzen spüren lässt und Entlassungen in staatlichen und privaten Betrieben drohen. Die Mehrheit der Bevölkerung in Argentinien erinnert der IWF an die schwere Wirtschaftskrise von 2001 (Bilquelle: Quetzal-Redaktion, solebiasatti).
Argentinien: G20-Vorbereitungstreffen fand in Buenos Aires statt
Anfang dieser Woche endete ein Treffen der Mitgliedstaaten der Gruppe der 20 in Buenos Aires. Die Zusammenkunft diente als Vorbereitung für den nächsten G20-Gipfel, der im kommenden November in der argentinischen Hauptstadt stattfindet wird. In der G20, welche aus dem Zusammenschluss aus 19 Staaten und der Europäische Union besteht, sind die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer vertreten. Unter den Themen, die die AußenministerInnen der Mitgliedstaaten in Buenos Aires diskutierten, ragten die am Sonntag stattgefundenen Präsidentschaftswahlen in Venezuela besonders heraus. Bei den Wahlen wurde Präsident Maduro mit mehr als 67 Prozent der Stimmen als Präsident bis 2025 wiedergewählt; Oppositionsführers Falcón kam auf ca. 21 Prozent. Das Wahlergebnis wird jedoch von sechs Ländern (Argentinien, Australien, Chile, Kanada, Mexiko und die USA) als unrechtmäßig bezeichnet, weshalb Sanktionen gegen die Regierung von Nicolás Maduro vorgeschlagen wurden. Allerdings kritisierten mehrere Länder stark die protektionistische Politik der USA. Es bestand ein weitgehendes Einvernehmen darüber, dass sich die Maßnahmen der US-Regierung gegen den Multilateralismus richten, welcher einen bedeutenden Weg für die Entwicklung darstelle. Für den G20-Gipfel im November sind, nach der Erfahrung des Hamburger Gipfels, abermals heftige Massenproteste zu erwarten (Bildquelle: G20_Argentinien_Press).
Guevara, Ernesto Che: Episoden aus dem Revolutionskrieg
Zu Beginn ist eine grundlegende Feststellung vonnöten: Das ist kein Tagebuch! Auch wenn das Buch inzwischen, in erweiterter Fassung, bei Kiepenhauer & Witsch als „Kubanisches Tagebuch“ verkauft wird. Vor mir liegt die Erstausgabe von Reclam Leipzig aus dem Jahre 1978, die allerdings die zweite Ausgabe in deutscher Sprache war. Bereits 1969 erschienen bei Rowohlt die „Aufzeichnungen aus dem kubanischen Befreiungskrieg 1956-1959“ ...
Impromptus
Eres el hombre que amo. Este amor hacia ti es terreno: no es el hijo indeseado del capricho,
tampoco el substituto forzoso o inevitable a la soledad personal o la desidia.
Preciso, requiero, urjo, exijo, pido de ti. Y, no dependo de ti.
Me faltas, si no estás junto a mí —y, confieso, a veces me faltas muchísimo,
si estás ausente del espacio en cuyo interior sucedo enteramente ...
Scherzer, Landolf: Buenos días, Kuba
Nein, ich will nicht urteilen.“ Von Landolf Scherzer kennt man diese Haltung; seine Bücher sind keine Gebrauchsanweisung, sie erklären uns die Welt nicht und sie geben auch keine Meinung vor. Gerade das macht sie so lesenswert. Nach Kuba ist er gefahren, um das Land kennenzulernen und zu verstehen, und weniger um alte Hoffnungen zu bestätigen oder Urteile zu fällen, die zumeist nur die eigenen Verluste spiegeln ...
Was ist denn los mit der Salsa in Cali?
Obwohl die Stadt als kolumbianische Metropole der Salsa bekannt ist, bedroht die Situation einiger Tanzschulen diesen ehrenhaften Ruf. Jedoch kann die Krise eine Chance bedeuten. Für die tausenden von Jugendlichen aus Cali mit dem Traum vom professionellen Salsatänzer, ist der Salsawettstreit (salsódromo) der Cali-Messe der erste große Schritt. Sechs Monate lang täglich bereiten die Schulen intern Choreographien vor, um hoffentlich die Jury in Erstaunen zu versetzen, die jedes Jahr über die Teilnehmenden des Events entscheidet. Nicht viele können sich einen Platz in der Parade sichern, die immer am 25. Dezember alle Einwohner Calis zusammenführt, ganz so wie beim...
„Wie Sandino sterben“
Warum Ernesto Guevara in Guatemala zum Revolutionär wurde
Ab wann ist man ein Revolutionär? Was bedeutet das überhaupt und wie wird man einer? Gerade im Fall von Ernesto Guevara scheint es, dass diese Fragen leicht zu beantworten sind. Immerhin hat der Argentinier als Guerillero an der Seite von Fidel Castro in der Sierra Maestra gekämpft und mit seinem Sieg in der Schlacht von Santa Clara Ende Dezember 1958 einen entscheidenden Beitrag zum Sturz der Batista-Diktatur geleistet. Bevor er bei dem Versuch...
Lateinamerika im Schatten der Tillerson-Doktrin
Wende oder Kontinuität?
US-Außenminister Rex Tillerson besuchte vom 1. bis 7. Februar 2018 fünf Länder Lateinamerikas. Seine Visite begann in Mexiko, wo er mit Präsident Enrique Peña Nieto und seinem mexikanischen Amtskollegen Luis Videgaray Gespräche über die künftigen Beziehungen der beiden Nachbarländer führte. Weitere Stationen waren Argentinien, Peru, Kolumbien ...